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THW Kiel Profi-Vertrag für Sebastian Firnhaber
Sport THW Kiel Profi-Vertrag für Sebastian Firnhaber
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21:17 07.12.2016
Von Niklas Schomburg
Sebastian Firnhaber ist in der Zebra-Herde angekommen. Quelle: Uwe Paesler
Kiel

„Für mich geht ein Traum in Erfüllung“, sagt Firnhaber. „Seit meiner Kindheit bin ich THW-Fan. Es ist eine große Ehre, dass der THW Kiel und Trainer Alfred Gislason so viel Vertrauen in mich setzen. Ich weiß aber auch, dass ich in meiner Entwicklung noch einen langen, harten Weg vor mir habe, auf den ich mich richtig freue.“ Firnhaber ist ehrgeizig und fleißig, niemand, der sich auf etwas Erreichtem ausruht. „Natürlich sehe ich den Vertrag auch ein Stück weit als Belohnung für meine harte Arbeit“, sagt er. „Aber ich denke auch: Jetzt erst recht. Ich werde jetzt noch härter arbeiten.“

2012 wechselte Firnhaber in die A-Jugend des THW Kiel, nachdem er zuvor das Jugendinternat von Eintracht Hildesheim besucht hatte. Seine ersten handballerischen Gehversuche hattte der 1,98 Meter große Hüne in seiner Geburtsstadt beim Buxtehuder SV gemacht, war von dort zum MTV Braunschweig gewechselt, ehe sein Weg nach Hildesheim führte. Seit 2013 läuft Firnhaber für den THW-Kooperationspartner TSV Altenholz auf, besitzt seit dieser Saison ein Zweifachspielrecht auch für den THW. Ein vorgezeichneter Weg? „Ich hatte immer super Trainer, vor allem beim THW“, sagt Firnhaber. „Ein bisschen Glück und ganz viel Fleiß gehören auch dazu.“

Vier Jahre war Firnhaber Teil des Förderprogramms beim THW, macht nun den nächsten Schritt. „Wir arbeiten in den Jugendmannschaften und bei der Anschlussförderung täglich hart mit den Jungs, um sie besser zu machen“, sagt THW-Nachwuchskoordinator Klaus-Dieter Petersen. „Dass mit Sebastian nun ein weiterer junger Spieler die Chance bekommt, sich bei einem der besten Klubs der Welt zu beweisen, ist ein Beleg dafür, dass unser Konzept greift.“

Am 20. November feierte Firnhaber sein Pflichtspieldebüt im Zebratrikot beim Champions-League-Derby gegen die SG Flensburg-Handewitt, weitere Einsätze folgten. „Ich hätte es nicht für möglich gehalten, dass ich schon jetzt THW-Pflichtspiele auf dem Konto habe“, sagt Firnhaber, der für den THW schon vor der aktuellen Saison von großer Bedeutung war. „Er hat die ganze Vorbereitung mittrainiert und später da angeknüpft“, sagt THW-Trainer Alfred Gislason. „Er hat sich weiterentwickelt und wird uns helfen.“ Firnhabers Ziele sind erst einmal niedrig gesteckt. „Ich möchte unter Alfred und mit diesen vielen Weltklassespielern ganz viel lernen – und mir etwas Spielzeit erarbeiten“, sagt „Flamme“. „Dazu muss ich erst einmal verletzungsfrei bleiben, dann sehen wir weiter.“

Firnhaber soll in der Zebraherde zunächst als dritter Kreisläufer die Lücke füllen, die der Abgang von Ilija Brozovic nach Hannover hinterlassen wird. Der Vorteil des 22-Jährigen ist seine Flexibilität: Nachdem er die Saisonvorbereitung inklusive der Testspiele als Kreisläufer absolviert hatte, kam er in den Pflichtspielen beim THW auf Halblinks zum Einsatz. Wichtig kann er laut Gislason vor allem für die Abwehr werden – erste vielversprechende Ansätze in der Defensive konnte Firnhaber im THW-Trikot bereits zeigen.

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