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Marko Vujin, der Mann für alle Spiele

Saison 2015/2016 im Überblick Marko Vujin, der Mann für alle Spiele

Am Sonntag haben sich die Handballer vom THW Kiel auf dem Europlaplatz von ihren Fans feiern lassen. Zum Abschluss haben wir alle Einsätze, Tore, Strafen, Paraden für Sie zusammengestellt – die Saison 2015/2016 der Zebras im detaillierten Überblick.

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Nach ihrem Sieg gegen den TVB Stuttgart feierten die THW-Spieler zusammen mit den Fans in Kiel.

Quelle: Uwe Paesler

Kiel. Montagmittag: Alfred Gislason, Trainer des entthronten Handballmeisters THW Kiel, verlässt die Stadt. „Ich fahre gerade raus aus Kiel“, sagt der Isländer auf dem Weg nach Wendgräben bei Magdeburg. Die nächsten Wochen gehören der Rosenpflege im heimischen Garten (ein völlig untertriebener Begriff angesichts eines Hektars Land). Gislason fährt mit einem guten Gefühl in die handballfreie Sommerzeit: „Der Ausklang am Sonntag war schön. Wirklich toll, dass so viele junge Leute zu der Feier gekommen sind – auch ohne Titel.“

 Auch dem Cheftrainer, der auch in der kommenden Saison mit seinem „Co“ Jörn-Uwe Lommel auf der Trainerbank Platz nehmen wird, stecken 57 Pflichtspiele in den Knochen. Eigentlich sogar 58, doch das Heimspiel gegen den später insolventen HSV wurde aus allen Statistiken gelöscht. 57 Spiele, 57 Einsätze – Marko Vujin war in der Saison 2015/2016 der Spieler, der einen Sonderpreis für Fleiß verdient hätte. Und nicht nur das, mit 262 Treffern ist der serbische Linkshänder hinter Spielmacher Domagoj Duvnjak (271 Tore) wettbewerbsübergreifend in Bundesliga, Champions League, DHB-Pokal und Supercup zweitbester Schütze. Und obwohl Vujin zwischenzeitlich auch bei seinem Trainer stark in der Kritik stand, zieht Gislason ein positives Gesamtfazit: „Marko hat in der Saison und auch am Ende phasenweise sehr gut gespielt, hatte aufgrund der vielen Verletzungen von Steffen Weinhold kaum Pausen.“ In der Königsklasse reihte sich Vujin mit 103 Treffern sogar auf Rang vier der Torschützenliste ein, hinter Mikkel Hansen (Paris; 141), Momir Ilic (Veszprem; 120) und Kiril Lazarov (Barcelona; 109).

Spielerstatistik für die Saison 2015/2016

Hier finden Sie Zahlen und Fakten zu allen THW-Spielern der Saison 2015/2015.

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 „Spieler der Saison“ ist für Gislason eindeutig Domagoj Duvnjak. „Es ist unglaublich, was er leisten musste. Nicht nur in der 3:2:1-Deckung, sondern auch im Angriff. Spieler der Saison? Unbedingt!“ Gislason spart aber auch bei anderen Akteuren nicht mit Lob. Bei Niclas Ekberg beispielsweise, der 202-mal traf (davon 54 Siebenmeter) und neben Vujin zum nervenstarken Siebenmeter-Schützen avancierte. Beim starken Rückhalt Niklas Landin im Tor oder bei Neuzugang Christian Dissinger. Der 24-jährige Europameister, der eine Adduktorenverletzung von der EM mitbrachte und später am Meniskus operiert wurde, habe „eine wichtige Entwicklung“ durchlaufen, sagt Gislason. „In der kommenden Saison muss und wird er gegenüber den jungen Neuzugängen schon zu den Routiniers gehören.“

 Apropos neue Saison: Trainingsauftakt ist nach dem Abschiedsspiel für Dominik Klein (16. Juli) am Montag, 18. Juli. Einige Akteure werden schon vorher zur Leistungsdiagnostik in Kiel weilen. Nach dem olympischen Handball-Finale (21. August) bleibt den Zebras und ihrem Coach dann nur eine Woche Vorbereitung mit allen Spielern. Schon am 27./28. August fällt mit den ersten beiden Runden im DHB-Pokal der Startschuss in die neue Saison. Der „Unser Norden“-Cup, traditioneller Härtetest vor der Saison, fällt in diesem Jahr aufgrund der Olympischen Spiele aus.

Hier finden Sie Fotos vom Saisonabschluss 2016.

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Ein Artikel von
Tamo Schwarz
Sportredaktion

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