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THW Kiel War's das mit der Meisterschaft?
Sport THW Kiel War's das mit der Meisterschaft?
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18:37 18.02.2019
Von Merle Schaack
Das Ende der Meisterschafts-Träume von Nikola Bilyk (links), Andreas Wolff (rechts) und Co.? Die Zebras patzten gegen Magdeburg und haben nun sechs Punkte Rückstand auf Tabellenführer SG Flensburg-Handewitt. Quelle: Sascha Klahn
Kiel

Der Blick auf die Bundesliga-Tabelle spricht eine deutliche Sprache: Flensburg 42:0 Punkte, THW Kiel 36:6. Nach der Niederlage gegen den SC Magdeburg am Sonntag musste auch THW-Trainer Alfred Gislason feststellen: "Die Meisterschaft ist in weite Ferne gerückt." Einen Sechs-Punkte-Vorsprung hat noch kein Bundesliga-Spitzenreiter nach dem 21. Spieltag wieder hergegeben.

Weder Flensburgs Trainer Maik Machulla ("Wir schauen weiter nur auf uns und wollen unsere Aufgaben lösen") noch die THW-Spieler wollen aber von einer vorzeitigen Entscheidung in der Meisterschaft sprechen.

"Flensburg hat auch noch schwere Spiele", sagte THW-Spielmacher Miha Zarabec. "Wenn wir in den nächsten 13 Spielen zeigen, was wir können, können wir es noch schaffen."

Schweres Auswärts-Programm der SG

In der Tat hat die SG von den Spitzenteams das vermeintlich schwerste Programm. Der Spitzenreiter muss noch nach Magdeburg und Mannheim, gastiert zudem am 30. Spieltag (12. Mai) in Kiel, wo die Zebras Revanche für die Ein-Tor-Niederlage aus dem Hinspiel nehmen wollen.

Die Kieler haben ihre Auswärtsfahrten zu den aktuellen Top Vier der Liga bereits alle abgehakt. Ihre auf dem Papier schwerste Auswärtsfahrt führt sie am 18. April nach Berlin. Dorthin müssen auch die Rhein-Neckar Löwen noch, die nun in der Tabelle bis auf einen Punkt an den THW Kiel herangerückt sind. Allerdings: Die Löwen fahren auch noch nach Magdeburg. Theoretisch kann sich im Kampf um Meisterschaft und Champions-League-Plätze an den verbleibenden 13 Spieltagen also noch einiges tun.

Ärgern und besser machen

"Es bringt nichts, bei jeder Kleinigkeit aufzugeben", gibt Torwart Andreas Wolff die Marschrichtung für die nächsten Wochen vor. "So lange wir eine Chance auf die Meisterschaft haben, werden wir darum kämpfen." Sein Torwart-Kollege Niklas Landin hat schon ein Rezept parat, um wieder in die Spur zu finden: "Wir müssen uns jetzt einmal ordentlich über uns ärgern und uns dann auf Video ansehen, was wir alles besser machen müssen."

Die größte Baustelle bleibt dabei die Offensive. Dort hakte es phasenweise schon bei den Siegen in Göppingen (29:25) und Granollers (33:22). Auch beim EHF-Cup-Heimspiel gegen den polnischen Underdog Azoty-Pulawy (26:23) taten sich die Zebras schwer. Gegen Magdeburg schlossen die Kieler nicht einmal jeden zweiten Angriff mit einem Tor ab. "Wir haben uns gute Chancen erspielt, aber zu viele klare verworfen", sagt Rechtsaußen Niclas Ekberg, der selbst zweimal frei an Gäste-Keeper Jannick Green scheiterte. Das Angriffs-Problem ist für ihn "eine mentale Sache".

"Das müssen wir jetzt abschütteln. Das Gute am Handball ist, dass man nie viel Zeit hat, sich zu ärgern", sagt der Schwede. Am Donnerstag steht bereits das nächste Auswärtsspiel beim VfL Gummersbach auf dem Programm. "Wir müssen unseren Job jetzt einfach bis zum letzten Spieltag machen. Dann ist alles noch drin", sagt Ekberg.

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