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THW Kiel Sebastian Heymann ist der Shooting-Star
Sport THW Kiel Sebastian Heymann ist der Shooting-Star
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07:06 06.02.2019
Von Merle Schaack
Bei THW-Gegner Göppingen ist Sebastian Heymann (kleines Foto) der Mann der Stunde. Früher bewunderte der Rückraumspieler THW-Kapitän Domagoj Duvnjak (großes Foto) vor dem Fernseher. Nun stehen sie sich auf dem Feld gegenüber. Quelle: imago
Göppingen/Kiel

Nach viel Verletzungspech in der Vorsaison (Mittelfußbruch) sollte der Halblinke Sebastian Heymann behutsam an den Bundesliga-Alltag herangeführt werden. Nun ist er mit 65 Treffern Göppingens bester Feldtorschütze. Bundestrainer Christian Prokop berief ihn in den erweiterten WM-Kader. „Dass es für Sebastian so gut läuft, konnte keiner erwarten“, sagt Göppingens Trainer Hartmut Mayerhoffer Mayerhoffer, der seinen Youngster auch neben Abwehrchef Jacob Bagersted in den Mittelblock stellte.

Mit 17 Jahren erste Drittliga-Erfahrungen, ein Jahr später der erste Profivertrag bei Frisch Auf Göppingen, mit 19 jüngster Spieler der U21-Nationalmannschaft. Nun ist Heymann in der Bundesliga angekommen.

„Manchmal nervt es, immer der Jüngste zu sein. Ich bin froh, wenn ich das irgendwann nicht mehr bin“, gibt er zu. „Andererseits war ich dadurch meinen Gegenspielern körperlich oft unterlegen und habe mir antrainiert, das durch Schnelligkeit und Spielwitz wettzumachen.“

Groß, stark, explosiv

Inzwischen muss der 1,98-Meter-Mann mit seinen 96 Kilogramm keinen Gegner mehr fürchten. Seine Physis und sein Zug zum Tor sind seine Markenzeichen. „Ihm gehört die Zukunft“, prognostizierte Prokop. Heymann, der als Teenager THW-Spielmacher Domagoj Duvnjak bewunderte („Ich habe vorm Fernseher gestaunt, was der alles kann“), bleibt allem Lob zum Trotz auf dem Teppich. „Das war jetzt eine gute Hinrunde und ich habe bei der Nationalmannschaft angeklopft. Das freut mich, bringt aber unterm Strich noch nichts. Mein Ziel ist es, diese Leistung kontinuierlich abzurufen.“

Außenseiter trotz Serie

Die knappe Niederlage in Kiel, damals die sechste in Folge, war für Frisch Auf etwas wie ein Wendepunkt. Anschließend arbeiteten sich die Schwaben von Tabellenplatz elf auf sieben hoch, fügten unter anderem dem SC Magdeburg eine Heimniederlage zu und verloren nur noch ein Liga-Spiel: das gegen die Rhein-Neckar Löwen.

„Gegen den THW sind wir trotz der guten Leistung im Hinspiel der Außenseiter“, sagt Heymann, der zurzeit an einer Ellenbogenverletzung laboriert, aber auf einen Einsatz gegen die Zebras hofft. „Aber wir werden alles geben, um unsere Serie auszubauen.“

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