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THW Kiel Muss Wolff um Kielce-Wechsel zittern?
Sport THW Kiel Muss Wolff um Kielce-Wechsel zittern?
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07:00 06.07.2018
Von Niklas Schomburg
Hofft, dass es in Kielce weitergeht: THW-Keeper Andreas Wolff im Trikot der deutschen Nationalmannschaft. Quelle: Sascha Klahn
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Kiel/Kielce

Der polnische Top-Klub Vive Kielce, Champions-League-Sieger von 2016, befindet sich in finanzieller Schieflage, steht laut Aussagen von Präsident und Mäzen Bertus Servaas kurz vor der Insolvenz. Wie die polnische Zeitung „Echo Dnia“ berichtet, hat Servaas die Stadt Kielce um finanzielle Unterstützung in Höhe von 4,5 Millionen Zloty (rund eine Million Euro) ersucht. „Wir stehen mit dem Rücken zur Wand. Der Klub ist verschuldet“, sagte Servaas gegenüber „Echo Dnia“. „Ich würde gern wissen, ob die Stadt Kielce einen auf so einem hohen Level spielenden Klub benötigt oder nicht. Wenn nicht, könnten wir dazu gezwungen sein, Bankrott anzumelden.“ Servaas räumte auch Rückstände bei den Gehaltszahlungen ein.

Stadt Kielce half schon mal mit zwei Millionen Zloty

Schon in den vergangenen zwei Jahren hatte die Stadt den Klub mit je zwei Millionen Zloty unterstützt. Ob sie bereit ist, die doppelte Summe aufzubringen, ist fraglich. „Ich möchte niemanden erpressen. Ich verstehe, dass Geld für Kindergärten und Schlaglöcher gebraucht wird“, so Servaas weiter. „Ich fühle mich zwar verantwortlich für die Situation, aber ich fühle mich nicht schuldig.“

Andreas Wolff lassen die Spekulationen kalt. Der Nationalkeeper erklärte auf die Frage nach einem Plan B für den Sommer 2019 scherzhaft: „Ich höre auf mit Handball und werde professioneller Call-of-Duty-Spieler.“ Doch die Videospiel-Elite muss keine Sorgen haben. „Ernsthaft: Meine Gedanken sind gerade in der Sommerpause und der kommenden Saison mit dem THW Kiel“, sagte Wolff. „Es ist jetzt wichtig, mit dem THW Spiele zu gewinnen, etwas anderem kann mein Fokus nicht gelten.“

Szilagyi rechnet nicht mit einem Wolff-Verbleib nach 2019

Auch Viktor Szilagyi, Sportlicher Leiter des THW, verwendet keine Energie auf etwaige Gedankenspiele über einen Wolff-Verbleib. „Wir gehen nicht davon aus, dass er ab Juli 2019 frei ist, daher suchen wir eine Lösung, die nicht Andreas Wolff heißt“, sagte er. „Außerdem gibt es auch Signale aus Kielce, dass die Situation zwar nicht rosig ist, die nächsten Jahre aber nicht in Gefahr sind.“

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