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THW Kiel "Wir wollen international spielen"
Sport THW Kiel "Wir wollen international spielen"
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07:01 13.03.2018
Von Tamo Schwarz
"So langsam wird es eng." Christian Dissinger bäumte sich in Magdeburg auf, kann hier auch von Piotr Chrapkowski nicht gehalten werden. Quelle: imago
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Kiel

Jedes Mal endete ein solcher Absturz mit einem Happy End. Viktor Szilagyi, Sportlicher Leiter des THW, lässt keinen Zweifel an den Ambitionen der Mannschaft von Trainer Alfred Gislason. „Wir wollen auf jeden Fall international spielen, das ist gar keine Frage, das ist unser klares Ziel, das steht über allem.“ Ideal sei zwar, so Szilagyi, die Champions League. Doch der Weg in die Königsklasse ist ein steiniger. Immerhin: Die Durchführungsbestimmungen („Regulations“) der Europäischen Handballföderation EHF sehen unter Punkt 2.1.6 vor, dass der Titelverteidiger einen Antrag auf eine Wild Card für die kommende Saison in der Champions League stellen kann, sollte er sich nicht über die nationale Liga für den Wettbewerb qualifizieren.

„Vor meinem Wechsel nach Kiel (2015, d. Red.) war es nicht denkbar, dass der THW Kiel international gar nicht vertreten ist. Jetzt schon“, sagt THW-Torwart Niklas Landin. Für Christian Dissinger nimmt das Drohszenario, eine Spielzeit ohne internationale Herausforderungen zu absolvieren, so langsam Gestalt am Horizont an: „Es kann nicht so weitergehen. Wir müssen endlich punkten. Es sind zwar noch fast drei Monate und noch viele Spiele in dieser Saison. Aber so langsam wird es eng.“

Nur dreimal ist es in den vergangenen 21 Jahren vorgekommen, dass der THW Kiel eine Bundesliga-Spielzeit mit mehr als 17 Minuspunkten beendete – 1997 (Platz drei/38:22 Punkte), 2001 (5./53:23) und 2003 (6./40:28). Jedes Mal traten die Zebras in der Folgesaison im EHF-Cup an, und jedes Mal stemmten die Kieler am Ende auch die große Trophäe in die Höhe – ein gutes Omen für eine internationale Zukunft. 1998 setzte sich der THW im Hin- und Rückspiel gegen die SG Flensburg-Handewitt durch, 2002 bezwang der THW in zwei Finalspielen den FC Barcelona, 2004 bedeuteten zwei Siege im Endspiel gegen BM Altea den Triumph im EHF-Cup. In den vergangenen zwei Spielzeiten holte sich Frisch Auf Göppingen den „Pott“. Nach dem EHF-Cup-Final-Four in Göppingen 2017 werden Halbfinals und Finals in diesem Jahr in Magdeburg ausgetragen. Könnte ein Final Four an der Förde ein Trostpflaster für die wahrscheinlich verpasste Champions League sein? „Ein Final Four in Kiel wäre eine schöne Sache, aber das ist jetzt noch viel zu weit weg“, sagt Viktor Szilagy.

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