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Zebras gewinnen in Ludwigshafen

25:21 bei den Eulen Zebras gewinnen in Ludwigshafen

Der THW Kiel hat seine Bundesliga-Pflichtaufgabe souverän gelöst und beim Tabellenletzten Eulen Ludwigshafen einen 25:21 (15:7)-Sieg eingefahren. Grundstein für den Erfolg war eine vor allem in der ersten Halbzeit bärenstarke THW-Defensive. In den Schlussminuten brachen die Zebras aber völlig ein.

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Patrick Wiencek konnte sich gegen zwei Eulen durchsetzen.

Quelle: Marco Wolf

Ludwigshafen. Die Zebras agierten von Beginn an in einer 3:2:1-Deckung mit Kapitän Domagoj Duvnjak auf der Spitze, in der Offensive vertraute Trainer Alfred Gislason zunächst Lukas Nilsson in der Mitte sowie Nikola Bilyk und Steffen Weinhold auf den Halbpositionen. Während die Defensive sofort auf Betriebstemperatur war und mit starker Arbeit die Eulen kaum zur Entfaltung kommen ließ, war vorne etwas Sand im Getriebe. Den ersten Knoten löste Nilsson mit zwei kompromisslosen Würfen zum 3:1 und 4:1 (9.). Als Ekberg im Gegenstoß auf 5:1 erhöhte, war der THW voll im Plan.

Offensive Zebra-Deckung nichts für Eulen

Die offensive Kieler Deckung schmeckte den Eulen weiterhin gar nicht, lediglich Spielmacher Alexander Feld fand hin und wieder mit Einzelaktionen eine Lücke. Drei der ersten vier Ludwigshafener Tore erzielte Denni Djozic per Siebenmeter, aus dem gebundenen Spiel kam vom Tabellenletzten so gut wie nichts. Auch beim THW schlichen sich immer wieder Unsauberheiten ein, Raul Santos scheiterte zweimal von Außen, Bilyk zog bis zu seiner Auswechslung (21.) drei Fahrkarten. Doch gelungene Aktionen wie der tolle Pass von Nilsson auf Kreisläufer Patrick Wiencek (7:3/15.), Santos‘ erfolgreicher Abschluss aus der Bedrängnis (8:3) oder erneut Wiencek im Nachsetzen vom Kreis (9:3/21.) ließen den Kieler Vorsprung weiter anwachsen.

Wiencek trumpfte auf

Nach 21 Minuten tauschte Gislason seinen Rückraum komplett aus, brachte Miha Zarabec, Christian Dissinger und Marko Vujin inklusive doppeltem Abwehr-Angriff-Wechsel zwischen Vujin/Zarabec und Weinhold/Duvnjak. Auch jetzt setzte sich der THW weiter ab, ein echtes Kämpfen war bei den Eulen nicht zu erkennen. Die nun praktizierte 5:1-Abwehr konnte die Kieler auch nicht wirklich aufhalten, auch weil Wiencek nun immer stärker wurde. Zudem gestattete der THW dem Aufsteiger bis zur Pause lediglich sieben Treffer, mit 15:7 ging es in die Kabine.

 In Durchgang zwei kontrollierte der THW das Spielgeschehen, rotierte kräftig durch und verteilte so die Belastungen auf alle 15 Schultern. Andreas Wolff besetzte für Niklas Landin den Platz zwischen den Pfosten, ab Minute 38 und 40 durften auch Sebastian Firnhaber und Ole Rahmel mittun, Emil Frend Öfors war schon nach 17 Minuten für Santos in die Partie gekommen. Firnhaber fügte sich mit seinem Tor zum 19:10 gleich prima ein, wich nach kurzer Verschnaufpause für Wiencek wieder dem Nationalspieler.

 Schlendrian schlug zu

Für den THW brannte nichts mehr an. Ein echtes Aufbäumen suchte man bei den Eulen vergeblich, stattdessen haderten die Gastgeber in vielen Situationen mit Entscheidungen des Schiedsrichtergespanns. Der 2,07-Meter-Riese Azat Valiullin sorgte mit einigen Rückraumfackeln für Betrieb, Djozic blieb nach seinem Fehlversuch zu Beginn vom Siebenmeterstrich zuverlässig – aber gefährlich werden konnten die Eulen den Zebras nicht. Die Kieler blieben ruhig, spielten ihre Angriffe lange aus und blieben bis zur 52. Minute locker vorn (23:14).

Dann aber schlug der Kieler Schlendrian mit voller Macht zu. Den Eulen gelang ein 5:0-Lauf zum 19:23, die Kieler versprühten nun nur noch Hektik und Ideenlosigkeit, die Durchschlagskraft im Angriff war komplett weg, die Defensive ließ Lücken. Wie schon beim 23:14 bedurfte es eines Siebenmeters von Marko Vujin zum 24:19 (59.), um die Kieler Gemüter wieder etwas zu beruhigen. Am Ende einer unverständlichen Leistung in den letzten zehn Minuten gingen die Zebras als 25:21-Sieger von der Platte.

Satistik

Die Eulen Ludwigshafen: Hanemann (1.-60. Minute/13 Paraden), Klier n.e. – Stüber 1, Hruscak, Dietrich 3, Scholz, Haider 1, Feld 1, Falk 1, Bührer 1, Djozic 8/6, Weber n.e., Dippe, Valiullin 3, Schmidt 2.

THW Kiel: Landin (1.-30. Minute/6 Paraden), Wolff (31.-60./4) – Duvnjak 1, Firnhaber 1, Weinhold 3, Dissinger 2, Wiencek 4, Ekberg 3, Frend Öfors 1, Rahmel, Zarabec 1, Vujin 5/4, Bilyk, Nilsson 2, Santos 2.

Schiedsrichter: Julian Köppl/Denis Regner (Magdeburg) – Strafminuten: Eulen 2 (Dietrich), THW 4 (Duvnjak, Weinhold, Wiencek, Rahmel) – Siebenmeter: Eulen 7/6 (Landin pariert Djozic), THW 4/4 – Spielfilm: 0:1, 1:5 (10.), 3:5, 3:9 (19.), 5:11, 6:15, 7:15 – 9:17, 10:20 (42.), 13:21, 14:23 (52.), 18:23 (57.), 20:24, 21:25 (60.) – Zuschauer: 2350 in der ausverkauften Friedrich-Ebert-Halle in Ludwigshafen.

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