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THW Kiel THW Kiel triumphiert erneut über Löwen
Sport THW Kiel THW Kiel triumphiert erneut über Löwen
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06:18 28.12.2018
Von Merle Schaack
Der THW Kiel gewann am Donnerstagabend das Verfolgerduell gegen die Rhein-Neckar Löwen mit 31:28 (16:15).
Kiel

Bester Torschütze der Kieler war am Donnerstagabend Harald Reinkind mit sieben Toren. Für die Rhein-Neckar Löwen traf Gudjon Valur Sigurdsson 9/2 Mal.

Emotionen, Härte, Spannung bis zum Schluss - das Spitzenspiel hielt von Anfang an alles bereit, worauf die Fans gehofft hatten. Den Akteuren auf dem Feld war anzumerken, dass es um mehr als nur zwei Punkte ging. Hüben wie drüben starteten sie mit technischen Fehlern in die Partie und standen sich vom Start weg in Sachen Engagement in der Abwehrarbeit in nichts nach.

Domagoj Duvnjak schienen die Hände zu zittern

Besonders THW-Kapitän Domagoj Duvnjak schienen zu Beginn die Hände zu zittern. Nach einem Schritt- und einem Fangfehler im Angriff wurde aus der anfänglichen 2:0-Führung des THW Kiel schnell ein 2:3-Rückstand.

Anschließend blieb es eng. Das lag vor allem an den beiden starken Abwehrreihen, die in ihrem intensiven Ringen schon in der ersten Hälfte fünf Siebenmeter verursachten.

Niklas Landin glänzte mit einer Doppelparade

Nachdem ein Kreis-Anspiel von THW-Spielmacher Miha Zarabec, das auf dem weg zu Patrick Wiencek in Löwen-Händen verloren ging, konterte Gudjon Valur Sigurdsson zum 7:9 aus Kieler Sicht (16.). In Unterzahl kassierten die Kieler fünf Minuten später das 9:12 - die bis dato höchste Löwen-Führung in der Kieler Arena.

Dann aber verkürzte der für Duvnjak eingewechselte Lukas Nilsson und THW-Torhüter Niklas Landin glänzte mit einer Doppelparade gegen Andy Schmid und Jannik Kohlbacher. Die Halle tobte, Harald Reinkind stellte beim 11:12 gegen seinen Ex-Klub den Anschluss wieder her und auch das nächste Duell Mann gegen Mann ging an Landin. Diesmal gegen Sigurdsson. Wieder Reinkind mit seinem vierten Treffer, 13:12 (24.), Spielstand gedreht, Auszeit Löwen, ekstatische Fans, geballte Fäuste bei den Zebras.

Zur Pause hielt der THW Kiel einen knappen Vorsprung

Auch wenn aus dem Drei-Tore-Rückstand beim 14:12 (26.) die erste Kieler Zwei-Tore-Führung seit dem 2:0 geworden war - eine Vorentscheidung war das noch lange nicht. Zur Pause hielt der THW Kiel einen knappen 16:15-Vorsprung.

Nach der Pause ging es weiter eng zu  und hart zur Sache. Kohlbacher pflückte Nilsson im Sprung aus der Luft, so dass der Schwede sich die Hüfte hielt und vom Feld humpelte. Mit einer 5+1-Abwehr mit Patrick Groetzki an der Spitze versuchten die Löwen, das Kieler Aufbauspiel zu stören. Das gelang in dieser Phase aber nur mit Aktionen, die nicht ganz regelkonform waren. so landeten nacheinander Ilija Abutovic und wieder Kohlbacher auf der Strafbank. Für mehr als einen Treffer konnten die Kieler die doppelte Überzahl jedoch nicht nutzen. 23:21 stand es eine Viertelstunde vor Schluss. Die Halle kochte vor Anspannung.

Zebras fahren 19. Pflichtspiel-Sieg in Serie ein

Und vor Freude. Grund zum Jubeln bot THW-Keeper Landin den Kieler Fans immer wieder. Er kaufte dem treffsicheren Sigurdsson einen Wurf von außen ab, fing einen Gegenstoß von Mensah Larsen. 26:23 stand es zehn Minuten vor Schluss. Die Löwen versuchten es mit zwei Kreisläufern im Angriff. Stattdessen traf beim THW Niclas Ekberg als Einläufer vom Kreis zum 27:23. Als dann auch noch Andreas Wolff im Siebenmeter-Duell Sieger gegen Sigurdsson blieb, schien die Waage sich Richtung THW-Sieg zu neigen.

Auch wenn die Kieler sich in den letzten sieben Minuten noch ein paar Unaufmerksamkeiten leisteten - am Ende reichte das hart erkämpfte Polster zum 31:28-Sieg.

Für die Löwen war es nach dem Verlust in Flensburg die zweite Auswärts-Niederlage der aktuellen Spielzeit. Mit inzwischen sieben Minuspunkten auf dem Konto fielen sie weiter hinter Flensburg (0) und Kiel (4) zurück. Für die Zebras von Trainer Alfred Gislason war es der 19. Pflichtspiel-Sieg in Serie.

THW Kiel – RN Löwen 31:28 (16:15)                                                                                                                                                                    

THW Kiel: N. Landin (1. bis 60. Minute, 14 Paraden, 1 Tor), Wolff (bei einem Siebenmeter, 1/1 Paraden) – Duvnjak 2, Reinkind 7, M. Landin 3, Firnhaber, Weinhold, Wiencek 4, Ekberg 6/3, Rahmel, Dahmke, Zarabec 1, Vujin, Bilyk, Pekeler 2, Nilsson 5.

Rhein-Neckar Löwen: Palicka (1. bis 26., 3 Paraden), Appelgren (26. bis x. und bei 1 Siebenmeter, 9 Paraden),  – Schmid 7, Lipovina, Sigurdsson 9/2, Radivojevic, Tollbring, Abutovic, Mensah Larsen 2, Fäth, Groetzki 1, Taleski, Guardiola 1, Petersson 4, Nielsen 1, Kohlbacher 3.

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