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THW Kiel Sieg unter Sauna-Verhältnissen
Sport THW Kiel Sieg unter Sauna-Verhältnissen
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00:17 05.08.2013
Von Wolf Paarmann
Gislason ließ zwar weiter Testergebnisse sammeln. Doch die Zebras bemühten sich trotz der müden Beine um Ernsthaftigkeit. Quelle: hfr
Lübeck

Am anfänglichen Widerstand des Zweitligisten war Christian Schwarz maßgeblich beteiligt. Der Kreisläufer spielte vier Jahre lang für den TSV Altenholz, aus seinem Steckbrief lässt sich das Kriterium ablesen, das für den Kreisläufer bei der Wahl seiner Urlaubsziele maßgeblich zu sein scheint: Wärme. Wahrscheinlich fühlte sich der 25-Jährige deshalb so wohl in der mit rund 1200 Zuschauern gefüllten Hansehalle. Ein Thermometer, ein paar Handtücher, ein Aufguss – mehr wäre nicht nötig gewesen, um aus ihr eine brauchbare Saunalandschaft zu machen.

Schwarz fand im Mittelblock immer wieder eine Lücke, was nicht verwunderte, ließ Trainer Alfred Gislason im Herzstück seiner Abwehr mit Wael Jallouz und Patrick Wiencek doch Zebras üben, deren Erfahrungen als Gespann noch sehr überschaubar sind. Der bullige Schwarz warf sechs Tore, holte drei Siebenmeter heraus – mit ihm scheint VfL-Trainer Torge Greve einen guten Fang gemacht zu haben.

Nach einem flotten Start verloren die Kieler im ersten Durchgang so offensichtlich den Faden, dass Gislason in diesem Testspiel sogar zur Auszeit bitten musste. Es galt, die lässige Arbeitseinstellung in Angriff und Abwehr anzusprechen. „In der zweiten Halbzeit werden die Kieler jetzt umso mehr Gas geben“, ahnte Greve bereits in der Pause, was ihn und die Seinen erwarten würde.

Gislason ließ zwar weiter Testergebnisse sammeln - so durfte Jallouz als Spitze der offensiven Deckung üben. Doch die Zebras bemühten sich trotz der müden Beine nun um Ernsthaftigkeit. In der Abwehr ging der THW entschlossener zur Sache, im Angriff zielstrebiger. Der VfL, der direkt nach Wiederanpfiff noch einmal auf drei Tore verkürzen konnte (12:15), wurde nun deutlich in seine Schranken verwiesen. Was nicht verwunderte, denn Greve, in der vergangenen Saison immerhin Fünfter mit dem VfL geworden, musste seinen Kader mit Spielern aus der Dritten Liga ausfüllen. Für größere Namen fehlte dem Traditionsverein das Geld.

Die Zebras reisen nach einer kurzen Nacht in heimischen Betten Sonnabend Morgen nach Dänemark. In der Hafenstadt Faaborg werden sie bis zum 12. August ihr Trainingslager bestreiten. Viel Zeit, ihre Koffer auszupacken, werden sie nicht haben. Bereits am Nachmittag erwartet sie auf der Insel Fünen die erste Trainingseinheit.

THW Kiel: Sjöstrand (1. bis 30. Minute/6 Paraden), Palicka (ab 31./7 Paraden) – Jicha (4/1), Klein (2), Ekberg (5/1), Jallouz (4), Zeitz (1), Wiencek (7), Toft Hansen (1), Lauge (2) , Sigurdsson (n.e.), Sprenger (2), Vujin (5/1)

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