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THW Kiel THW Kiel: Heimsieg über den HC Erlangen
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20:38 30.09.2018
Von Merle Schaack
Rune Dahmke (THW Kiel) kommt frei zum Wurf. Quelle: Sonja Paar
Kiel

Die Gäste waren ohne fünf Stamm-Rückraumspielern, darunter beide Linkshänder sowie die Spielmacher Michael Haaß und Dominik Mappes, angereist. In dieser Besetzung hatte der Tabellen-13. nur ein Ziel: Nicht wie Melsungen in die Tempo-Handball-Falle laufen.

In aller Ruhe trug er seine Angriffe vor, denen der THW erneut eine 3:2:1-Abwehr mit Domagoj Duvnjak an der Spitze entgegen stellte. 13 Minuten hielt der HC Erlangen mit. Dann erzielte Rune Dahmke das 8:4 (16.) für die Kieler – der THW schien wieder auf die Überholspur abzubiegen.

Hohe Fehlerquote im Angriff

Doch dann geriet im Kieler Angriff der Motor ins Stottern. Nach dem 9:6 (19.) durch HCE-Linksaußen Christopher Bissel mussten sich die Zuschauer acht Minuten bis zum nächsten Treffer gedulden. Ole Rahmel scheiterte mehrfach an HCE-Keeper Nikolas Katsigiannis, der auch zwei Siebenmeter von Niclas Ekberg hielt. 

Drei Tore betrug der THW-Vorsprung deshalb trotz guter Abwehr-Leistung zwei Minuten vor dem Halbzeitpfiff. Magnus Landin übernahm das Zepter an der Siebenmeterlinie und baute die Führung von dort noch auf 12:7 aus.

Katsigiannis nervte die Kieler

Zweite Halbzeit, gleiches Spiel. Nach einem 3:1-Lauf des THW zu Beginn sah es aus, als könnten die Zebras sich absetzen. Doch Erlangens Zeitlupen-Handball bremste den THW aus. Und wieder stellte sich Katsigiannis in den Weg.

Besonders die Wurfbilder der Außen schien er gepaukt zu haben. Nachdem Dahmke sein viertes Tor erzielt hatte, unterlief ihm auch sein vierter Fehlwurf. Beim Stand von 18:14 (44.) musste der Linksaußen Platz für Magnus Landin machen. Und den hatte „Katze“ nicht auf dem Schirm. Der Däne wurde mit 8/4 Toren bester THW-Schütze in einem Spiel, bei dem die Entscheidung trotz deutlicher Überlegenheit der Kieler erst in den Schlussminuten fiel.

Entscheidung erst in den Schlussminuten

Noch beim 23:20 (56.) waren die Gäste dran. Dann traf Bilyk mit einem kraftvollen Freiwurf zum umjubelten 24:20 (57.) und Magnus Landin sorgte mit einem Ballgewinn und drei weiteren Toren dafür, dass das Kräfteverhältnis sich am Ende auch im Ergebnis widerspiegelte.

„Ein eigenartiger Spielverlauf“, fand THW-Kreisläufer Patrick Wiencek. Und Rune Dahmke ergänzte: „Aber dass wir solche Spiele am Ende mit sechs Toren gewinnen und nicht bis zum Schluss zittern müssen, zeigt, dass wir uns im Vergleich zur letzten Saison gesteigert haben.“

Statistik

THW KielHC Erlangen 27:21 (12:7)

THW Kiel: Wolff (1. bis 44. und ab 55. Minute/8 Paraden), N. Landin (44.-55./0) – Duvnjak 2, Reinkind, M. Landin 8/3, Firnhaber n.e., Kristjánsson n.e., Weinhold 2, Wiencek 1, Ekberg 2/1, Rahmel 2, Dahmke 4, Zarabec, Bilyk 5, Pekeler 1, Nilsson.

HC Erlangen: Katsigiannis (1. bis 60. Minute/16 Paraden/2 Tore), Skof n.e. – Sellin 4/1, Øverby, Hoffmanns 1, Gorpishin, Kellner 2, Büdel 4, Bissel 3, Schletterer, Murawski, Schäffer 1, Link 3, von Gruchalla, Thümmler 1.
Schiedsrichter: Brodbeck/Reich (Heppenheim/Fellbach) – Strafminuten: THW 6 (Duvnjak, 2x Weinhold), HCE 2 (B

üdel) – Siebenmeter: THW 7/5 (Ekberg scheitert zweimal an Katsigiannis), HCE 1/1 – Spielfilm: 1:1 (5.), 3:1, 3:3, 5:4, 9:4 (17.), 9:6, 11:7 (28.), 12:7 – 14:8, 16:11 (39.), 18:11, 18:14 (44.), 20:14, 20:17 (51.), 22:17, 23:18, 23:20 (56.), 25:20, 27:21 – Zuschauer: 10285 in der ausverkauften Kieler Sparkassen-Arena.

Hier gibt es den Liveticker zum Nachlesen. 

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