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THW Kiel Keine Angst vor der Delle
Sport THW Kiel Keine Angst vor der Delle
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07:00 13.02.2018
Von Niklas Schomburg
Ergänzten sich beim Auftritt in Gießen hervorragend: Die THW-Youngster Nikola Bilyk (li.) und Lukas Nilsson. Quelle: imago/Eibner/Rene Weiss

Ein Kieler fehlte im Mannschaftsbus, als dieser am Sonntag um 15.15 Uhr das Gelände der Sporthalle Ost verließ – Torhüter Niklas Landin brachte An- und Abreise im eigenen Auto hinter sich. „Ich bin für alle Fälle selbst gefahren, falls ich einen Anruf aus Kiel bekomme“, erklärte der Däne, der mit Ehefrau Liv noch immer auf die Geburt von Baby Nummer zwei wartet. Der Stichtag liegt nun schon eine ganze Woche zurück. „Ich spiele schon seit dem 15. Januar mit diesem Gedanken im Hinterkopf. Das ist schon etwas komisch“, sagte Landin, der seine Arbeit im THW-Tor (acht Paraden in 30 Minuten) dennoch gewohnt souverän und stark verrichtete. „Zum Glück haben wir am Donnerstag ein Heimspiel, dann bin ich in Kiel“, sagte Landin.

Den Zebras war es optimal gelungen, die Konzentration nach dem Veszprém-Kracher auch für das Gastspiel beim Underdog aus Mittelhessen hochzuhalten. „Auf dieses Spiel umzuschalten, war kein Problem“, sagte Rechtsaußen Ole Rahmel. „Wir haben ja auch in der Bundesliga Ziele, müssen jedes Spiel mit dem gleichen Fokus angehen.“ Auch Coach Alfred Gislason zeigte sich hochzufrieden, „dass wir das beibehalten konnten, was wir seit Mitte November spielen – trotz der EM und der Verletzten.“

Dass ein großes Turnier eine Vereinsmannschaft aus dem Tritt bringen kann, haben die letzten Jahre zur Genüge bewiesen. „Manchmal kommt auch ein paar Wochen später noch eine Delle, alle Topteams eint ja, dass sie viele Spieler für EM oder WM abstellen“, sagt THW-Rechtsaußen Niclas Ekberg. „Aber ich habe keine Angst davor, dass wir einknicken.“ Ekberg und Landsmann Nilsson haben die Silbermedaille aus Kroatien mental mit nach Kiel gebracht, „bei uns ist das Selbstvertrauen dadurch nochmal gestiegen“, sagt der Kapitän der schwedischen Auswahl.

Nilsson zeigte das in Gießen erneut, und als er nach einer Weltklasse-Viertelstunde kurz verschnaufen musste, fügte sich Nikola Bilyk nahtlos ein, in der zweiten Hälfte wirbelten beide Youngster zeitweise gemeinsam im Kieler Rückraum. Der breite Kader ist auch ein Grund, warum Gislason positiv nach vorn blickt. „Im Optimalfall habe ich im Laufe der nächsten Wochen zusätzlich noch einen fitten Domagoj Duvnjak und einen fitten Christian Dissinger – dann wird es durch den Konkurrenzkampf im Rückraum noch besser. Und da kommt mir der 16er-Kader in der Bundesliga natürlich sehr zu Gute.“

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