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THW Kiel THW Kiel siegt mit 32:21 in Bietigheim
Sport THW Kiel THW Kiel siegt mit 32:21 in Bietigheim
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22:56 22.12.2018
Von Tamo Schwarz
Kiels Niclas Ekberg im Spiel gegen die SG BBM Bietigheim. Quelle: Marco Wolf
Bietigheim

Nach 16 Tagen Pause bekleckerten sich die Zebras bei der Rückkehr in die vorweihnachtliche Handball-Bundesliga allerdings nicht mit Ruhm. Beim Abstiegsaspiranten im Schwabenland reichte es zwar zu einem am Ende doch deutlichen 32:21 (14:11). Vor dem Spitzenspiel gegen die Rhein-Neckar Löwen am kommenden Donnerstag droht den Zebras allerdings die Rute von Cheftrainer Alfred Gislason. Niclas Ekberg, der am Sonntag seinen 30. Geburtstag feiert, avanciert mit acht Treffern zum besten Kieler Schützen.

"Emotionslos" nennt Gislason das, was seine Mannschaft insbesondere in den ersten 20 Minuten zeigt. Die Abwehr gegen einen flinken, allerdings ohne Spielmacher Jonas Link angetretenen Aufsteiger ohne Zugriff, die Torhüter alleingelassen, die Gegenstöße zwischen lässig und lasch, während sich SG-Keeper Domenico Ebner mit am Ende 15 Paraden zum Spiel seines Lebens aufschwingt - bis zum 10:10 (22.) kneift's beim THW vorne und hinten, Alfred Gislason steigt die Zornesröte ins Gesicht.

Duvnjak stellt nach der Pause die Weichen auf Sieg

Vor der Pause stellt der Isländer auf eine 3:2:1-Deckung um, die zunächst die Grundlage für die 14:11-Pausenführung schafft. Im zweiten Abschnitt ist es Kapitän Domagoj Duvnjak, der schnell mit drei Toren in Folge die Weichen auf Sieg stellt (17:11/34.). Beim 18:23 (47.) kann sich Bietigheim kurz stabilisieren, bricht dann bis zum 18:27 ein (54.). "So sind wir am Ende doch enttäuscht, dass das Ergebnis nicht so gut aussieht wie unsere Leistung in den ersten 40 Minuten", resümiert Bietigheim-Coach Ralf Bader.

Für den Rekordmeister werden es nun kurze Weihnachten. Bereits am ersten Weihnachtstag um 17 Uhr bittet Alfred Gislason seine Schützlinge wieder zum Training. "Bloß nicht schon an die Löwen denken", hatte er seinem Team vor dem Trip via Stuttgart nach Bietigheim-Bissingen eingeimpft. Ab jetzt: Alle Augen auf die Löwen. Dann soll der (wettbewerbsübergreifend) 19. Sieg in Folge das Jahr der Zebras krönen.

SG BBM Bietigheim: Ebner (1.-52. Minute/15 Paraden), Müller (ab 52./2) – Haller, Vlahovic 1, Rentschler 1, Claus 3, Schäfer 6/5, Schmidt 3, Oehler, Rønningen, Asmuth 1, Döll 1, Weber n.e., Emanuel 3, Marcec, Fischer 2.

THW Kiel: N. Landin (1.-11. Minute und bei zwei 7m/1 Parade), Wolff (ab 11./9) – Duvnjak 6, Reinkind, M. Landin, Firnhaber 1, Weinhold 1, Wiencek 2, Ekberg 8/2, Rahmel 2, Dahmke 4, Zarabec, Vujin 3, Bilyk 1, Pekeler 1, Nilsson 3.

Schiedsrichter: Hurst/Krag (Oberursel/Frankfurt/M.) – Strafminuten: SG 10 (Rentschler, Schmidt, 2x Fischer, Vlahovic), THW 10 (Bilyk, Weinhold, Wiencek, Pekeler, Nilsson) – Siebenmeter: SG 6/5 (Landin pariert Schäfer), THW 4/2 (Vujin scheitert an Ebner, Ekberg scheitert an Müller) – Spielfilm: 1:0, 3:1 (4.), 3:4, 6:6 (11.), 6:8, 8:8 (18.), 10:10, 11:14 – 11:17, 14:18 (40.), 14:20, 17:23 (47.), 18:27 (54.), 21:29, 21:32 – Zuschauer: 3572 in der EgeTrans Arena in Bietigheim-Bissingen.

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