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THW Kiel Anflug auf die Spitzengruppe
Sport THW Kiel Anflug auf die Spitzengruppe
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07:00 21.12.2017
Von Niklas Schomburg
Steffen Weinhold (Mitte) ist wieder fit, die Kieler Zebras treten mit neuer Frische bei den Göppingern um Tim Kneule (li.) und Zarko Sesum (hinten neben Patrick Wiencek) an. Quelle: Uwe Paesler

Aber halt, ein Selbstläufer ist die Partie beim elfmaligen deutschen Meister und EHF-Cup-Sieger von 2016 und 2017 ganz und gar nicht. Das weiß der THW aus eigener Erfahrung, tat sich ein ums andere Mal schwer in der "Hölle Süd". "Wer tut sich da nicht schwer?", sagt THW-Trainer Alfred Gislason. "Sie spielen gegen große Teams befreit auf. Wir müssen richtig gut sein, um in Göppingen zu gewinnen – das ist jedem bewusst."

Grippewelle ist abgeflacht

Beim Unternehmen Auswärtssieg hat Gislason bis auf den langzeitverletzten Raul Santos und Christian Dissinger (Kniestauchung) alle Mann an Bord. Die Kieler Grippewelle ist abgeflacht. "Alle sind wieder frischer“, sagt der Coach. "Auch Steffen Weinhold ist wieder fit." Der 31-jährige Linkshänder musste für das Spiel gegen Minden am vergangenen Donnerstag kurzfristig erkrankt passen, nachdem er seinen Muskelfaserriss auskuriert hatte. Er weiß, worauf es im Schwabenland ankommen wird: "Für uns wird wichtig sein, dass wir mit der gleichen Einstellung wie bei unserem letzten Auswärtsspiel in Flensburg in die Partie gehen", sagt Weinhold, der nach dem Göppinger Sieg bei der MT Melsungen einen selbstbewussten Gegner erwartet. "Unser Ziel ist, von Anfang an dagegenzuhalten und ihnen dieses Selbstvertrauen zu nehmen."

Mit Rückenwind ins Jubiläum: Mit dem Heimspiel gegen die Zebras steigt Göppingen in den elitären Klub der Vereine mit mindestens 1000 Bundesligaspielen auf, in dem sich der THW Kiel, Gummerbach, Großwallstadt, Lemgo und Minden bereits tummeln. Den Kielern kann, muss und wird das egal sein. "Wir haben uns fest vorgenommen, die beiden Punkte wieder mit nach Kiel zu bringen", sagt Weinhold.

Rolf Brack ist als Handball-Fuchs bekannt

THW-Coach Gislason rechnet für die Partie zwar nicht mit allzu großen Überraschungen seines Kollegen Rolf Brack, der als echter Handball-Fuchs bekannt ist. "Aber man sieht schon einige Dinge, die typisch für ihn sind", sagt er. "Er spielt viel sieben gegen sechs und mit zwei Kreisläufern. Und in Kassel haben sie mit drei Rechtshändern im Rückraum besser gespielt als mit einem Linkshänder." Adrian Pfahl, normalerweise im rechten Göppinger Rückraum gesetzt, plagt sich mit einer Kapselverletzung im Zeh, reiht sich in die lange Verletztenliste von Frisch Auf ein, die Brack immer wieder zum Umdisponieren zwingt.

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