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Der Anfang vom Abschied

THW-Saisonfinale Der Anfang vom Abschied

Das war’s in dieser Saison: Der THW Kiel hat am Mittwochabend beim 31:19 beim designierten Absteiger ThSV Eisenach seinen letzten Auswärtsauftritt in dieser Saison absolviert. Einen guten mit viel Handballspaß und – noch – ohne Abschiedswehmut.

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Ein letztes Mal aufs Rollfeld, dann ist die Saison (fast) beendet: Mit dem historischen Charterflieger ging es für die Zebras am Donnerstag zurück nach Hohn.

Quelle: Marcel Laemmerhirt

Eisenach. Der droht angesichts der vielen Zebras, die die Kieler Herde nach dem allerletzten Saisonspiel am Sonntag gegen den TVB Stuttgart (15 Uhr) verlassen werden.

Während am Donnerstag der Bahnverkehr in Deutschland aufgrund „witterungsbedingter Störungen“ kollabierte, lachten nach der Köln-Kiel-Odyssee von Montag dieses Mal die Spieler des Handball-Rekordmeisters zuletzt, stiegen um 9 Uhr in Eisenach in den Charterflieger und landeten 70 Minuten später wohlbehalten in Hohn. „Eine überragende Reise“, sagte ein strahlender Trainer Alfred Gislason. „Für mich als Fast-Historiker war es spannend, mit dem Flugzeug zu fliegen, das einst Tito gehörte.“

Endlich auch ein Auswärtssieg 2016

Vor der Abreise war endlich auch eine Negativ-Serie der Kieler gerissen, die zuvor im Kalenderjahr 2016 noch kein einziges Auswärtsspiel in der Bundesliga gewonnen hatten. Vorausgegangen waren ernüchternde Auftritte in Hannover (30:30), Balingen (22:22), Magdeburg (28:29) und Melsungen (29:30). Alles Vergangenheit, genau wie das Verlängerungs-Drama beim Final Four gegen Veszprem. „Wir haben ohne Frust gespielt, wollten Platz drei sichern, und Köln war nicht mehr in den Köpfen“, sagte Nationalmannschafts-Kreisläufer Patrick Wiencek in Eisenach.

Schon am Montag steht – nicht einmal 24 Stunden nach dem Saisonende – für Wiencek, Christian Dissinger, Steffen Weinhold und Rune Dahmke der nächste Nationalmannschafts-Lehrgang in Mannheim auf dem Programm. „Daran verschwende ich noch nicht viele Gedanken“, so Wiencek. Das gilt auch für Christian Dissinger, bei dem die „Road to Rio“ noch keine Rolle spiele: „Es ging für mich in Eisenach nicht darum, mich zu präsentieren. Der Bundestrainer kennt uns doch ohnehin alle.“

Termine erschweren Vorbereitung

Derweil treibt die Terminhatz und insbesondere die Saisonvorbereitung, bei der viele Kieler fehlen werden, die bei den Olympischen Spielen im Einsatz sind, dem THW-Geschäftsführer Thorsten Storm Sorgenfalten auf die Stirn: „Die Vorbereitung wird alles andere als optimal“, so Storm, der sich auf „gute Typen“ als Neuzugänge freut. „Ich schätze, dass es bis Ende des Jahres dauern wird, bis alles rund läuft und die Mannschaft eingespielt ist.“

Joan Cañellas, Rogerio Ferreira (beide Vardar Skopje), Nikolas Katsigiannis (HC Erlangen), Erlend Mamelund (Haslum HK), Igor Anic (Ziel unbekannt), Torsten Jansen (HSV) und natürlich Dominik Klein (HBC Nantes) werden dann nicht mehr dabei sein. Für Dominik Klein ist „noch nicht so richtig bei mir angekommen“, dass der Abschied näher rückt. Am Sonntag (ab 16.30 Uhr) wird vor der Arena gefeiert. „Ich weiß nicht, was dort passieren wird, die Emotionen kommen spontan“, sagt Klein. „Wir werden uns auf unsere Art bei den Fans bedanken und ihnen möglichst viel für ihre Unterstützung zurückgeben.“

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Ein Artikel von
Tamo Schwarz
Sportredaktion

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Foto: Linksaußen Rune Dahmke gehörte zu den erfolgreichsten Schützen des THW Kiel in Eisenach.

Handball-Rekordmeister THW Kiel hat sich in Eisenach den Frust vom verpassten Champions-League-Finale beim Final Four in Köln von der Seele geworfen. Mit einem zuweilen deklassierenden 31:19 (16:7) schickten die Zebras den ThSV Eisenach auf direktem Wege zurück in die Zweite Bundesliga.

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