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THW Kiel Jogi Bitter begeistert mit fairer Geste
Sport THW Kiel Jogi Bitter begeistert mit fairer Geste
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23:01 06.12.2018
Von Merle Schaack
Faire Geste unter Sportlern: Stuttgarts Torwart Johannes Bitter (li.) nahm THW-Schütze Marko Vujin den Kopftreffer nicht übel und setzte sich bei den Schiedsrichtern für den Serben ein. Quelle: Sascha Klahn
Kiel

Johannes Bitter und der THW-Rückraumspieler Marko Vujin kennen sich schon lange. Am Donnerstag trafen sie im Spiel des THW Kiel gegen den TVB Stuttgart aufeinander. Ihre ersten Begegnungen hatten sie, als Vujin noch in Veszprem und Bitter beim HSV spielte.

Seit Vujin wegen eines urologischen Eingriffs acht Wochen pausieren musste, hatten sie sich nicht mehr gesehen. Beim Sieg des THW Kiel gegen Stuttgart kam der Serbe erstmals in der 31. Minute aufs Feld - für einen Siebenmeter gegen Bitter.

Bevor die Sportler sich gegenübertraten, nahm Bitter den Kieler mit einer herzlichen Umarmung auf dem Feld in Empfang. "Er hat gesagt, dass er sich freut, dass ich wieder da bin", erzählte Vujin später. Die schöne Geste brachte den 33-Jährigen aber offenbar aus der Konzentration. Der hart geworfene Ball streifte Bitters Schopf und flog übers Tor.

Marko Vujin entschuldigte sich sofort, doch die Schiedsrichter Julian Köppl und Denis Regner wollten ihn zunächst bestrafen. Dann schritt Johannes Bitter ein und verhinderte damit eine Rote Karte für Vujin.

Bitter muss verletzt raus

"Mir tut das echt leid", sagte Vujin später. "Jogi stand etwas rechts von der Mitte, und ich wollte nach rechts oben werfen. Er weiß, dass das keine Absicht war. Eine tolle Geste – er ist ein netter Typ und ein toller Torwart."

Nur sechs Minuten später erwischte es Bitter erneut. Diesmal fiel THW-Kapitän Domagoj Duvnjak nach einem Tempogegenstoß auf ihn. Mit einem schmerzenden Knie musste der 36-Jährige anschließend vom Feld.

Weil er sich mit seinem Einsatz für Vujin in die Herzen der Kieler Fans gespielt hatte, feierten sie ihn mit "Jogi Bitter"-Sprechchören und sorgten damit für ein weiteres Highlight in einem Spiel, das wenig später bereits zugunsten des THW Kiel entschieden war.

Bitter selbst wusste nach dem Abpfiff nicht, wie schwer seine Verletzung ist. "Dazu kann ich noch gar nichts sagen."

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