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THW Kiel THW wartet auf den Aufsteiger
Sport THW Kiel THW wartet auf den Aufsteiger
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19:30 23.08.2013
Von Ralf Abratis
Viktor Szilagyi (hier noch im Trikot der SG Flensburg-Handewitt) spielt heute mit dem Bergischen HC beim THW auf. Foto imago Quelle: imago sportfotodienst
Kiel

Und so mischt sich in die Premieren-Stimmung zur Saison 2013/14 auch Comeback-Atmosphäre. Denn der BHC kehrt nach einem Jahr Abwesenheit in die Bundesliga zurück und wird angeführt vom ehemaligen Kieler Viktor Szilagyi.

Mit dem letzten Test beim 45:33-Sieg in Rostock hat THW-Trainer Alfred Gislason sein Team auf den Ligastart eingestimmt. Dafür wurde noch einmal besonderes Augenmerk auf die Abwehr gelegt, die von Gislason eine zufriedenstellende Note bekam („Das war okay“). Die Wurfausbeute müsse aber noch verbessert werden. „Gut war allerdings, dass wir uns viele Chancen erarbeitet haben“, so Gislason.

Von einem vermeintlich dankbaren Auftakt gegen einen Aufsteiger will er nichts wissen: „Es macht gar keinen Unterschied gegen wen wir spielen. Wir müssen unsere Leistung abrufen. Und der BHC kommt mit erfahrenen Spielern nach Kiel.“ Gemeint ist neben dem isländischen Nationaltorwart Björgvin Gustavsson und dem deutschen Nationalspieler Michael Hegemann vor allem Viktor Szilagyi. Von 2005 bis 2008 trug Szilagyi das Zebra-Trikot, wurde deutscher Meister, Pokal- und Champions-League-Sieger. Zudem holte er später mit Gummersbach (2010) und der SG Flensburg-Handewitt (2012) den Europapokal der Pokalsieger.

Dennoch verschlug es ihn vor einem Jahr in die Zweite Liga: „Das war schon ein schwerer Gang, das muss ich zugeben. Als ich beim Bergischen HC unterschrieben hatte, dachte ich, dass er den Klassenerhalt schaffen würde“, erzählt der 34-Jährige. Doch er führte die Westfalen zurück ins Oberhaus: „Das war eine sehr gute Erfahrung. Ich bin überzeugt vom Konzept des BHC, und dass er durch die Verbundenheit mit seinen Fans und dem Umfeld in die Bundesliga gehört.“

Der BHC gilt zwar als der stärkste Aufsteiger, hat mit dem Auftakt in Kiel und eine Woche später in eigener Halle gegen den HSV aber eine schwere Startphase erwischt. Für Szilagyi kein Grund zur Verzweiflung: „Die Erwartungshaltung ist natürlich nicht hoch. Aber wenn wir uns in diesen Spielen überraschend gut schlagen, dann kann das einen Riesenschub geben. Wichtig ist, dass wir über das Kollektiv und den Kampfgeist kommen und eine gute Abwehr- und Torhüterleistung bieten.“

Auf die Rückkehr in die Sparkassen-Arena freut sich der Ex-Kieler besonders: „Ich war schon zum Abschiedsspiel von Marcus Ahlm da. Es ist immer ein großes Erlebnis, denn man wird vom Publikum freundlich empfangen.“ Überrascht zeigte er sich indes vom Trubel im THW-Umfeld, als Geschäftsführer Stefan Adam in dieser Woche freigestellt wurde. „Das war eine plötzliche Nachricht, zu der man die Hintergründe nicht kennt. Aber nach so kurzer Zusammenarbeit ist das sicherlich unerwartet.“ Adam hatte Szilagyi vor eineinhalb Jahren zum BHC gelotst. „Wenn man jemanden so gut kennt, dann ist so eine Nachricht besonders schade. Ich weiß nicht, ob er zum Spiel in der Halle sein wird.“ Die Frage kann beantwortet werden: Adam, der noch in Kiel weilt, verzichtet auf einen Besuch.

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