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THW Kiel THW Kiel schwitzt am Faaborgfjord
Sport THW Kiel THW Kiel schwitzt am Faaborgfjord
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10:00 02.08.2013
Von Wolf Paarmann
Mit Blick auf die dänische Südsee: Der THW Kiel bezieht im Hotel „Faaborg Fjord“ sein Trainingslager. Quelle: hfr
Kiel

„Die Voraussetzungen sind hervorragend“, sagt Trainer Alfred Gislason, der nicht ausschließt, dass Faaborg in der Vorbereitung auf eine neue Saison zu einer festen Adresse für den THW werden könnte. Ein Pluspunkt für ihn sind die starken Testspielgegner. Mit Gudme (6. August/20 Uhr), Esbjerg (8. August/20 Uhr), Sonderjyske (11. August/16.30 Uhr) und KIF Kolding-Kopenhagen (12. August, 18.30 Uhr) stehen zu Übungszwecken jeweils dänische Erstligisten zur Verfügung. Das Motto der Faaborg-Tage ist klar: Nach dem großen Umbruch geht es beim Double-Sieger nun darum, sich mit den Neuzugängen Johan Sjöstrand, Wael Jallouz und Rasmus Lauge möglichst flott einzuspielen.

 Ein erster Härtetest erwartet die Kieler aber noch vor dem Dänemark-Trip. Mehr als 1000 Zuschauer werden am Freitag in die Hansehalle pilgern, um den THW zu sehen. Geht es nach VfL-Trainer Torge Greve, sollten die Fans seiner Mannschaft mit eher gedämpften Erwartungen ihre Plätze einnehmen. Der Traditionsverein, der zuletzt erneut in große Finanznot geraten war, musste massiv abspecken. „Den fünften Platz aus dem Vorjahr werden wir niemals wiederholen können“, sagt Greve, der lediglich 13 Spieler im Kader hat. „Für uns geht es nur um den Klassenerhalt.“ Sein Wunsch für den Kiel-Test? „Keine Wunderdinge erwarten, der THW wird uns gnadenlos die Grenzen aufzeigen.“ Besonders hart traf Greve der Abschied von Routinier Adrian Wagner (Karriereende) und Torhüter Tobias Mahncke (Tarp). „Mit ihm und Ariel Panzer hatten wir ein richtig tolles Gespann“, sagt Greve. „Aber beide konnten wir uns nicht mehr leisten.“

 Der Kieler hält die Zweite Liga mit ihren 20 Vereinen grundsätzlich für reformbedürftig. „Sie ist völlig aufgebläht“, sagt der 37-Jährige, der auch schon den TSV Altenholz trainierte. „Wir, die wir mit Halbprofis antreten, haben mehr Pflichtspiele als ein Erstligist, der nicht am Europapokal teilnimmt – das ist absurd.“

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