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Vom Zweier in den Vierer?

Sportlerin des Jahres 2015, Platz 3 Vom Zweier in den Vierer?

Im Dezember, bei der Wahl der schleswig-holsteinischen Sportler des Jahres, standen sie ganz oben auf dem Podest. Eine vertraute Position, denn bei allen U19-Meisterschaften 2015 konnten Frieda Hämmerling und Annemieke Schanze auf ihre Konkurrentinnen herabschauen.

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Der größte Moment: Frieda Hämmerling (vorne, links) und Annemieke Schanze sind Junioren-Weltmeisterinnen.

Quelle: Detlev Seyb DRV/hfr

Kiel. Nun ist sie bei der Kieler Wahl Dritte, kein Problem für die Ruderin von der RG Germania, die im vergangenen Jahr mit ihrer Partnerin aus Ratzeburg alles gewonnen hat: die deutsche Meisterschaft im Doppelzweier sowie die Junioren-Titel bei EM und WM. Ein Ruder-Hattrick, besser geht’s nicht. „So eine Saison macht einen schon ein bisschen stolz“, gibt sie zu.

 U19-Rennen sind Vergangenheit, nun beginnt ihr erstes Jahr bei den Frauen beziehungsweise der U23. Ein großer Umbruch. „Ich weiß nicht, wo ich stehe“, sagt die von der Stiftung Kieler Sporthilfe geförderte Ruderin, die in Hamburg im ersten Semester BWL studiert. Beim Ergometer-Test im Dezember in Dortmund fuhr sie zwar mit 7:03 Minuten für 2000 Meter Bestzeit. Im U23-Bereich war sie damit unter den besten Acht, doch zu den deutschen Top-Ruderinnen, die die Olympischen Spiele anpeilen, fehlt auch eine große Portion Erfahrung. „Rio, nein, das kommt noch zu früh“, gibt sie zu, aber auf die Frage, ob Tokio 2020 das Fernziel sei, antwortet sie ohne zu zögern: „Auf jeden Fall.“

 2016 wird folglich zum Übergangs- und Lernjahr. Die U23-WM Ende August in Rotterdam ist ihr großes Ziel. Ob wieder mit Annemieke Schanze ist ebenso offen wie mit welchem Boot. Das müssen erst die Qualifikationsrennen zeigen. Die schnellste Deutsche wird im Einer rudern, die beiden nächsten im Zweier. „Im Vierer zu sitzen“, sagt Frieda Hämmerling, „wäre wirklich klasse.“

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