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Niklas Landin: Der goldene Weltklasse-Keeper

KN-Sportlerwahl 2016, Platz 2 Niklas Landin: Der goldene Weltklasse-Keeper

„Ein Weltklasse-Torhüter, humorvoll und intelligent“ – das sagt Andreas Wolff über Niklas Landin (2. bei der Sportlerwahl 2016), seinen kongenialen Partner zwischen den schwarz-weißen Pfosten. Landin und der THW, das passt zusammen. Und trägt Früchte.

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Ein Olympiasieger im Kieler Tor: Niklas Landin.

Quelle: Uwe Paesler

Kiel. Dabei hat das Jahr 2016 eine schwierige Vorlaufzeit. Als Landin im Sommer 2015 nach Kiel kommt, kämpft er mit einer Schambeinentzündung. Die ist langwierig, zwingt den Dänen zu langem Aufbautraining. Die erste Vorbereitung mit den neuen Kollegen kann er nicht richtig mitmachen. Als er fit ist, zeigt er, dass er einer der besten Torhüter der Welt ist, spielt auch eine starke EM. Doch die Dänen scheitern in der Hauptrunde, werden nur Sechster. Landin hakt das schnell ab, sagt: „Jetzt geht es nur um Kiel.“ Nicht viele Worte, volle Konzentration, typisch Landin. Er hält weiter stark, rettet in Barcelona mit tollen Paraden in den letzten Minuten den Einzug ins Champions-League-Final-Four. Als einziger Kieler steht er im All Star Team der Königsklasse.

 Nach der titellosen Kieler Saison, in der ausgerechnet seine alte Weggefährten aus Mannheim die Meisterschaft feiern dürfen, führt der Weg nach Rio. Und die Olympischen Spiele werden zu Landins größtem Triumph. Mit Dänemark gewinnt er Gold, entscheidet im Finale gegen Top-Favorit Frankreich das Torhüterduell gegen den Ex-Kieler Thierry Omeyer für sich. „Wir haben so viele wichtige Spiele gegen Frankreich verloren“, erinnert er sich, „die Freude war riesig, diese tolle Mannschaft endlich einmal in einem Finale besiegt zu haben.“ Stolz präsentieren Landin und René Toft Hansen kurz vor dem Auftakt in die neue Saison ihre Goldmedaillen in Kiel. Doch sofort gilt die Konzentration wieder dem THW: „Ich weiß zwar noch nicht, ob ich bis zum Wochenende wieder fit sein werde. Aber wir wollen die Meisterschaft wieder nach Kiel holen.“ Typisch Landin.

 Im Sommer wurde Andreas Wolff ein Zebra. Wenige Monate später verlängerte Landin seinen Vertrag bis 2021 – allen Unkenrufen zum Trotz, die eine Flucht prophezeit hatten. Landin fühlt sich wohl in Kiel, und der THW ist froh, ihn zu haben. Auch Wolff freut sich über weitere Jahre mit einem „hervorragenden Menschen und hervorragenden Torwart“. Und viele freuen sich mit.

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Ein Artikel von
Niklas Schomburg
Sportredaktion

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Das vergangene Jahr glich für Steffen Weinhold einer Achterbahnfahrt. „Das war schon ein Wechselbad der Gefühle“, sagt Kiels Sportler des Jahres 2016. Er meint damit nicht nur sich selbst, seine zwölf Monate zwischen privatem Glück und Verletzungen, die ihn sportlich immer wieder zurückwarfen.

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