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Blick in den 04.10.2017

Schleswig-Holstein Blick in den 04.10.2017

In Kiel wird am 4. Oktober der scheidende Bundestagspräsident Norbert Lammert mit dem Preis der Hermann-Ehlers-Stiftung ausgezeichnet, in Berlin bekommt der Bad Bramstedter Polarforscher Arved Fuchs das Bundesverdienstkreuz am Bande. Was sonst noch passiert, zeigt der Blick in den Tag.

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Der Polarforscher Arved Fuchs aus Bad Bramstedt wird mit dem Bundesverdienstkreuz am Bande ausgezeichnet.

Quelle: Arved Fuchs Expeditionen

Kieler Jugendamt wirbt mit neuem Film  

In Kiel soll es allen Kindern und Jugendlichen gut gehen. Weil das nicht immer so ist, gibt es Menschen, die Kindern, Jugendlichen und ihren Eltern helfen. Sie bieten Beratung und Unterstützung – im direkten Gespräch, aber auch telefonisch und im Internet. Um dieses Angebot bei Kindern und Jugendlichen bekannter zu machen, hat das Kieler Jugendamt einen Film produzieren lassen. Er will bei Betroffenen die Hemmschwelle senken, sich in Krisensituation Hilfe zu holen. Die Dezernentin für Bildung, Jugend und Kreative Stadt, Renate Treutel, und Marion Muerköster, Amtsleiterin des Kieler Jugendamtes, stellen den Film am Mittwoch vor.

Bundespräsident zeichnet Schleswig-Holsteiner mit Verdienstkreuz am Bande aus

Der Polarforscher Arved Fuchs aus Bad Bramstedt, Ute Schulte-Ostermann aus Kiel und Andrea Vogt-Bolm aus Fuhlenhagen (Kreis Herzogtum Lauenburg) werden am Mittwoch im Schloss Bellevue in Berlin von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier ausgezeichnet. Alle Schleswig-Holsteiner erhalten das Verdienstkreuz am Bande. Der Bundespräsident hat 30 Persönlichkeiten aus ganz Deutschland eingeladen, um sie auszuzeichnen. Die drei Schleswig-Holsteiner werden anschließend von Staatssekretär Ingbert Liebing in der Landesvertretung in Berlin empfangen. Arved Fuchs hat sich als Polarforscher, Klimaschützer und Buchautor weit über die Grenzen Deutschlands hinweg Verdienste um den Umweltschutz erworben. Ute Schulte-Ostermann setzt sich seit Jahrzehnten in sozial-ökologischen Projekten für Kinder und Jugendliche ein und engagiert sich für Natur- und Waldkindergärten. Und Andrea Vogt-Bolm engagiert sich seit 2005 für Menschen, die von Amputation bedroht oder betroffen sind.

Treffpunkt Technik unter Dach und Deck

Einmal noch ist der erste Mittwoch eines Monats im Kalender des Kieler Schifffahrtsmuseums reserviert für ein spannendes Familienprogramm: Am 4. Oktober, 17 bis 19 Uhr, heißt es wieder: Treffpunkt Technik – Maschinentelegraph, Motor und Co.“. Dann geht es erst unters Dach des Museums in der alten Fischhalle, Wall 65, dann auf die Museumsbrücke mit den drei Museumsschiffen und schließlich unter Deck des Traditionsschiffs MS Stadt Kiel. Dort erleben technikinteressierte Besucher den laufenden Schiffsmotor und erfahren mehr über die Kommunikation zwischen Maschine und Brücke. Auf der MS Stadt Kiel wird ein kleiner Imbiss mit Getränk gereicht. Die Teilnahme an dieser Technikführung kostet inklusive Imbiss und Getränk 17,50 Euro, für Kinder 10 Euro. Anmeldungen nimmt das Museum unter der Kieler Telefonnummer 901-3428 entgegen. Hunde dürfen nicht auf die Schiffe mitgenommen werden. Die Schiffe sind nicht barrierefrei.

Digitalisierungskabinett startet

Am Mittwoch konstituiert sich das Digitalisierungskabinett der Landesregierung. Unter dem Vorsitz von Ministerpräsident Daniel Günther geht es unter anderem um den Auftakt der Digitalisierungsstrategie der Landesregierung. An dieser Querschnittsaufgabe sind alle Ministerien und die Staatskanzlei beteiligt. Das Digitalisierungskabinett tagt papierlos. Die Sitzungen werden in einer elektronischen Akte dokumentiert und koordiniert.

Bundestagspräsident bekommt Preis der Hermann-Ehlers-Stiftung

Der scheidende Bundestagspräsident Norbert Lammert nimmt am 4. Oktober in Kiel den Hermann-Ehlers-Preis der gleichnamigen CDU-nahen Stiftung entgegen. Sie würdigt mit der Auszeichnung Lammerts Verdienste um die deutsche und europäische Verständigung. Die Stiftung ehrt nach eigenen Angaben besonders das Engagement des CDU-Politikers zum Abbau von Vorurteilen sowie sein Werben für Miteinander und gegenseitiges Verständnis. Die Laudatio hält die ehemalige Bundestagspräsidentin Rita Süssmuth (CDU).

Die Stiftung zeichnet mit dem Hermann-Ehlers-Preis seit 1974 Menschen aus, die sich um die freiheitliche demokratische Grundordnung in Deutschland und Europa besonders verdient gemacht haben. Der CDU-Politiker Ehlers war von 1950 bis 1954 Präsident des Bundestags. Unter den Preisträgern sind Joachim Gauck, Jean-Claude Juncker, Helmut Kohl und Gerhard Stoltenberg.

Urteil im Prozess um totes Baby im Papierkorb erwartet

Im Prozess um den Tod eines kleinen Säuglings, der leblos im Abfallkorb einer Bushaltestelle in Sülfeld (Kreis Segeberg) gefunden wurde, will das Kieler Landgericht am 4. Oktober das Urteil verkünden. In dem Verfahren muss sich eine 23-jährige Eritreerin wegen Totschlags verantworten. Die junge Frau war auf ihrer Flucht nach Deutschland in Libyen gefangen und wochenlang vergewaltigt worden. Sie wurde dadurch schwanger.

Ihr Kind soll sie zwischen dem 10. und 13. Oktober 2015 geboren und nicht versorgt haben. Es starb spätestens nach 30 Minuten, wie ein Gutachter sagte. Der Leichnam wurde am 15. Oktober in dem Papierkorb an der B 432 entdeckt. Das kleine Mädchen wurde auf den Namen Teresa getauft und in Sülfeld bestattet.

Der Staatsanwalt hat wegen Totschlags durch Unterlassen fünf Jahre Freiheitsstrafe für die Mutter gefordert. Die Verteidigerin plädierte dagegen auf Freispruch. Die Angeklagte sei zur Tatzeit steuerungs- und damit schuldunfähig gewesen. 

Prozess um Millionenbetrug startet in Kiel

Wegen Millionenbetrugs muss sich ein 55-Jähriger ab dem 4. Oktober vor dem Kieler Landgericht verantworten. Fast 3,6 Millionen Euro soll sich der Mann aus Norderstedt über Jahre erschwindelt haben. Laut Anklage gab er sich gegenüber mehreren Investoren als Erbe eines in London gestorbenen wohlhabenden Ehepaares aus und behauptete, die Erbschaft werde erst ausgezahlt, wenn Steuerrückstände und Strafgebühren ausländischer Behörden bezahlt worden seien. Um glaubwürdig zu erscheinen, habe er gefälschte Dokumente, E-Mails und angebliche Behördenschreiben vorgelegt.

Laut Staatsanwaltschaft zog sich der Betrug von 2011 bis 2015 hin. Dabei soll der Mann Investoren mit einer gewinnbringenden Vergütung gelockt haben, zusätzlich zur Rückzahlung der Darlehen. Das Urteil könnte Anfang November fallen.

Zwei weitere Prozesse gegen mutmaßliche G20-Gewalttäter

Vor dem Amtsgericht Hamburg-Altona finden am 4. Oktober zwei weitere Prozesse gegen mutmaßliche Gewalttäter bei den G20-Protesten statt. Ein 23-jähriger Österreicher soll nach Angaben der Staatsanwaltschaft am 4. Juli - drei Tage vor Beginn des Gipfeltreffens - Flaschen auf Polizeifahrzeuge im Stadtteil Ottensen geworfen haben. Eine der Bierflaschen habe eine unbeteiligte Passantin am Kopf getroffen, hieß es. Die Frau erlitt eine Platzwunde. Als der 23-Jährige kurze Zeit später von Polizisten angehalten wurde, soll er erklärt haben, er würde «alle Bullen abknallen».

Im zweiten Prozess wirft die Staatsanwaltschaft einem 30 Jahre alten Italiener vor, am 7. Juli Polizisten an der Sternschanze mit zwei Flaschen angegriffen zu haben. Die Flaschen sollen zwei Beamte in Schutzausrüstung am Kopf beziehungsweise im Brustbereich getroffen, aber nicht verletzt haben. Der Angeklagte soll bei der Tat vermummt gewesen sein und eine Gasmaske und eine Taucherbrille dabei gehabt haben.

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Ein Artikel von
KN-online (Kieler Nachrichten)

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