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Blick in den 14.11.2016

Schleswig-Holstein Blick in den 14.11.2016

Heute wird in Lübeck das Urteil im Prozess um eine lebensgefährliche Messerattacke erwartet, Sozialministerin Alheit muss dem Friesenhof-Ausschuss erneut Rede und Antwort stehen und in der Supermond kommt der Erde ganz nah. Der Tag im Überblick.

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Der Mond kommt der Erde derzeit so nah wie selten.

Quelle: Patrick Seeger/dpa

Himmelsspektakel Supermond

Der Mond kommt der Erde derzeit so nah wie selten. Dadurch wirkt er besonders groß. Die echte Vollmondphase beginnt am Montag exakt um 14.52 Uhr. Nur drei Stunden zuvor kommt der Trabant mit nur 356 509 Kilometern Distanz in extreme Erdnähe. Erst am 7. April 2020 wird unser Nachbar im All der Erde mit 356.907 Kilometer ähnlich nahe kommen. Noch näher war er am 4. Januar 1912, als er bis auf 356 375 Kilometer an die Erde herankam.

Sozialministerin Alheit vor Friesenhof-Ausschuss

Der parlamentarische Untersuchungsausschuss zu den Friesenhof-Mädchenheimen will am Montag (10 Uhr) noch einmal der Kieler Sozialministern Kristin Alheit (SPD) auf den Zahn fühlen. Im Kern geht es darum, wann die Ministerin über die schlimmen Zustände in den Heimen im Kreis Dithmarschen Bescheid wusste. Und ob ihr Ministerium, dem die Heimaufsicht des Landes untersteht, angemessen reagierte. Zwei Friesenhof-Häuser waren Anfang Juni 2015 geschlossen worden unter anderem wegen menschenunwürdiger Methoden im Umgang mit den dort untergebrachten Mädchen. 2014 hatte es zunehmend Beschwerden gegeben. Nach Ansicht der Opposition haben Heimaufsicht und Sozialministerium zu spät und unzureichend auf Vorwürfe und Beschwerden reagiert. Alheit hat wiederholt Fehler des Ministeriums und der Heimaufsicht zurückgewiesen.

Urteil im Prozess im lebensgefährliche Messerattacke erwartet

Im Prozess um eine lebensgefährliche Messerattacke in Lübeck soll am Montag das Urteil verkündet werden. Der 75 Jahre alte Angeklagte hatte vor Gericht gestanden, im März einen 73-Jährigen vor einem Café niedergestochen und lebensgefährlich verletzt zu haben. Der Angeklagte hatte vermutet, dass seine Frau Jahre zuvor ein Verhältnis mit dem andere Mann gehabt hatte. Nach Aussagen eines Gutachters handelte der unter einer psychischen Störung leidenden Angeklagte vermutlich im Wahn, so dass eine Schuldunfähigkeit nicht auszuschließen ist. Staatsanwaltschaft und Verteidigung haben deshalb Freispruch und die Unterbringung in einer psychiatrischen Klinik beantragt.

Kita-Kinder zeigen Museobilboxen 

Unter dem Motto „Früher war alles anders“ erkundeten in den vergangenen Monaten 18 städtische Kindertageseinrichtungen das Freilichtmuseum Molfsee. Vor Ort haben die Kinder eigene kleine Museen in tragbaren Kästen – sogenannte MuseobilBOXen – gestaltet. Die Schaukästen sind von Montag bis Sonnabend, 26. November, während der üblichen Öffnungszeiten in der Zentralbücherei im Neuen Rathaus, Andreas-Gayk-Straße 31, zu sehen. Für die Gestaltung der insgesamt elf MuseobilBOXen haben sich die jungen Künstlerinnen und Künstler von ihren Eindrücken im Freilichtmuseum inspirieren lassen. Die Boxen zeigen neben Tieren und historischen Gebäuden auch Alltagsszenen aus vergangenen Zeiten. Das MuseobilBOX-Konzept geht auf eine Idee des Bundesverbandes Museumspädagogik zurück und ist Bestandteil des Bundesprogramms „Kultur macht stark“. Dieses bietet Kultureinrichtungen bundesweit die Möglichkeit, solche Kinder und Jugendliche in ihrer kulturellen Entwicklung zu fördern, die in ihrem engeren Lebensumfeld nur wenige Anregungen dieser Art erfahren.

Hapag-Lloyd legt Ergebnisse vor

Die Hamburger Reederei Hapag-Lloyd legt am Montag (8 Uhr) ihre Geschäftszahlen für das dritte Quartal und die ersten neun Monate des Jahres vor. Dabei stellt sich die Frage, ob die Hamburger Reederei sich in der turbulenten Entwicklung der Weltmärkte stabilisieren konnte. Nach sechs Monaten musste Vorstandschef Rolf Habben Jansen einen Konzernverlust von 142 Millionen Euro melden und positive Erwartungen für das Gesamtjahr revidieren. Auch erfolgreiche Sparprogramme bei Hapag-Lloyd konnten den Absturz der globalen Frachtraten - der Preise für den Containertransport - nicht ausgleichen.

In der Zwischenzeit hat die koreanische Reederei Hanjin Insolvenz angemeldet und die drei japanischen Reedereien haben ihre Fusion für das übernächste Jahr angekündigt. Auf die Frachtraten hat sich das noch nicht durchgreifend ausgewirkt. Hapag-Lloyd steckt mitten im Fusionsprozess mit der arabischen Reederei UASC, die selbst rote Zahlen schreibt. Habben Jansen will mit der Übernahme die Position von Hapag-Lloyd als fünftgrößte Reederei der Welt festigen. Bis zum Jahresende sollen alle erforderlichen Genehmigungen vorliegen und der Handel abgeschlossen werden.

Hamburgs Polizei stellt neue Ausrüstung vor

Mitte Juli wurde bekannt, dass die Hamburger Innenbehörde rund 280 neue Sturmgewehre und Maschinenpistolen für die Polizei anschaffen will. An diesem Montag (10 Uhr) wird Senator Andy Grote (SPD) zusammen mit Polizeipräsident Ralf-Martin Meyer die neuen Waffen vorstellen. Zudem gehören laut Polizei auch neue Schutzwesten und -helme zum künftigen Bestand sowie ein spezielles Einsatzfahrzeug namens „Survivor“. Hintergrund der Investition ist nach früheren Angaben einer Sprecherin der Innenbehörde nicht nur das Alter des Waffenarsenals, sondern auch ein neues Anti-Terror-Konzept. Dieses war wegen der anhaltenden Terrorgefahr erarbeitet worden. Sturmgewehre gehören zur Standardausrüstung von Soldaten. Bei der Polizei kommen sie höchstens bei Spezialkommandos zum Einsatz. Im September war die Hamburger Polizei unter anderem an der Verhaftung von drei mutmaßlichen Mitgliedern der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) in Schleswig-Holstein beteiligt. Ende Oktober gab es zudem auch in Hamburg Anti-Terror-Einsätze.

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KN-online (Kieler Nachrichten)

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