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Blick in den 29.08.2016

Schleswig-Holstein Blick in den 29.08.2016

Einige Minister sind auf Sommertour, der Nabu bewertet die Abgasemission von Kreuzfahrtschiffen erneut und eine internationale Konferenz findet an der CAU Kiel statt. Weitere Termine und Veranstaltungen sehen Sie in dem Blick in den Tag.

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Seit Anfang 2015 dürfen Handels- und Kreuzfahrtschiffe sowie Fähren in Nord- und Ostsee nur noch mit einem Treibstoff unterwegs sein, der 0,1 Prozent Schwefel und nicht mehr 1,0 Prozent enthält.

Quelle: Uwe Paesler

Hausarzt wegen Drogenhandelsvor Gericht

Ein Hausarzt aus Husum soll sich jahrelang mit Drogenhandel und Abrechnungsbetrug einen Nebenverdienst verschafft haben. Von Montag (9.15 Uhr) an muss sich der Allgemeinmediziner wegen Verstoßes gegen das Betäubungsmittelgesetz und wegen Abrechnungsbetrug vor dem Landgericht Flensburg verantworten. Die Staatsanwaltschaft wirft dem Mann insgesamt knapp 1000 Taten vor. Der Schaden soll mehr als 1,2 Millionen Euro betragen. Der Prozess ist zunächst auf insgesamt fünf Verhandlungstage anberaumt.

Nabu bewertet Abgasemissionen

Der Naturschutzbund Deutschland bewertet seit fünf Jahren, welche Umweltbelastung von Kreuzfahrtschiffen ausgeht. Wer sind hierbei die Vorreiter, wer die Schlusslichter im europäischen Kreuzfahrtgeschäft? Darüber will der Nabu am Montag in Hamburg informieren. Der Einsatz schwefelärmerer Treibstoffe in der Schifffahrt auf Nord- und Ostsee seit mehr als einem Jahr hat nach Erkenntnissen des Nabu erste Wirkung gezeigt: Die Luftschadstoffbelastung in der Region sei erheblich zurückgegangen, hatte der Bund im Frühjahr mitgeteilt.

Seit Anfang 2015 dürfen Handels- und Kreuzfahrtschiffe sowie Fähren in Nord- und Ostsee nur noch mit einem Treibstoff unterwegs sein, der 0,1 Prozent Schwefel und nicht mehr 1,0 Prozent enthält. Alternativ müssen die Abgase über eine Waschanlage an Bord (Scrubber) gereinigt werden. Das hat die Internationale Schifffahrtsorganisation IMO festgelegt.

Kim Dotcom vor Gericht

Für den umstrittenen Internet-Unternehmer Kim Dotcom beginnt am Montag in Neuseeland der Berufungsprozess gegen die Auslieferung an die USA. Dem Kieler Gründer der mittlerweile geschlossenen Tauschplattform Megaupload wird von US-Ermittlern Urheberrechtsverletzung, Erpressung und Geldwäsche vorgeworfen. Bereits im Dezember 2015 hatte ein Gericht in Auckland entschieden, dass er und drei andere Angeklagte von Neuseeland an die USA ausgeliefert werden könnten, wogegen die Vier Berufung einlegten.

Dotcom war im Zusammenhang mit Megaupload 2012 auf Betreiben der US-Behörden bei einer spektakulären Razzia auf seinem Luxusanwesen in Auckland vorübergehend festgenommen worden, die Plattform wurde abgeschaltet. Nach Ansicht der US-Ankläger entging Musik- und Filmproduzenten rund eine halbe Milliarde Dollar, weil Nutzer über die Plattform urheberrechtlich geschütztes Material austauschten. Dotcom argumentiert, dass er die Plattform nur zur Verfügung gestellt habe. Bei einem Schuldspruch droht ihm in den USA jahrelange Haft.

Der als Kim Schmitz in Kiel geborene Millionär hat für Januar 2017 den Start von „Megaupload 2.0“ angekündigt, einen Nachfolger mit mehr Anonymität und Verschlüsselung. Der Prozess in Auckland wird voraussichtlich sechs Wochen dauern.

Monika Heinold kommt nach Lütjenburg

Finanzministerin Monika Heinold besucht auf ihrer diesjährigen Sommertour das Hoffmann-von-Fallersleben-Schulzentrum in Lütjenburg. Um 16.30 Uhr wird sie in dem grünen Klassenzimmer erwartet. Dieses ist mithilfe von EU-Fördermitteln auf dem Schulhof entstanden. Einem kleinem Amphitheater gleich, umwachsen von regionalen Pflanzen, sollen dort Schüler für die Bedeutung ökologischer Vielfalt und dem rücksichtsvollen Umgang mit natürlichen Ressourcen der Umwelt sensibilisiert werden.

Stefan Studt besucht BeRaNet

Innenminister Stefan Studt wird am Montag zwischen 14.30 und 16 Uhr auf seiner Sommertour das Beratungsnetzwerkes gegen Rechtsextremismus (BeRaNet) in Mölln besuchen. Anschließend fährt er zur Mahnwache "Glinde gegen Rechts“.

Anke Sporendonk schaut sich Stryker Trauma an

Europaministerin Anke Spoorendonk nutzt ihre Sommerreise dazu, sich vor Ort anzusehen, wie sich EU-geförderte Projekte konkret für Bürger, Unternehmen und Verbände auswirken. Um Innovationen im Bereich der Behandlung von Knochenbrüchen geht es bei einem Besuch der Stryker Trauma GmbH am Montag ab 10 Uhr. Das Unternehmen arbeitet gemeinsam mit Life Science Nord, dem UKSH und weiteren Partnern im Ostseeraum an neuen Behandlungsmethoden.

Neues Programm der Förde-vhs

Das neue Programm der Förde-Volkshochschule (Förde-vhs) liegt von Montag, 29. August, an in den Rathäusern von Altenholz, Kiel und Kronshagen sowie in den Stadtbüchereien und in vielen Buchhandlungen aus. Das Gesamtprogramm mit mehr als 1.000 Kursen und Veranstaltungen zu zahlreichen gesellschaftlichen Themen ist auch unter www.foerde-vhs.de zu finden.

Konferenz zu Geotechnik und Energie

Von Montag, 29. August, bis Mittwoch, 31. August, findet die erste „International Conference on Energy Geotechnics” an der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel (CAU) statt. Rund 150 Expertinnen und Experten aus etwa 26 Ländern werden erwartet, um sich zu geotechnischen Fragen im Rahmen der Energiewende auszutauschen. Die Konferenz wird organisiert von der Arbeitsgruppe um Professor Frank Wuttke, Institut für Geowissenschaften an der CAU. Die Online-Anmeldung für Fachpublikum und die interessierte Öffentlichkeit ist noch bis zum 30. August möglich. 

Lesung im Stadtteil-Café in Mettenhof

Um 15 Uhr liest Roswitha Christina Steinweh aus „Die Frauen der Genies“ vor, ein Buch über Christiane Goethe-Vulpius von Friedrich Weissensteiner. Der Eintritt ist frei.

Prozess um Sex-Angriff am Neujahrsmorgen

Im Prozess um einen Sex-Angriff auf eine 19-Jährige am Neujahrsmorgen will das Hamburger Landgericht am Montag (10.30 Uhr) sein Urteil verkünden. Angeklagt ist ein etwa 19 Jahre alter Afghane. Er soll die junge Frau in der Nähe des S-Bahnhofs Hamburg-Stellingen sexuell genötigt und verletzt haben. Nach dem Übergriff habe er die 19-Jährige bei kalten Temperaturen hilflos liegengelassen, erklärte die Staatsanwaltschaft.

Die Anklagebehörde forderte ein Jahr und zehn Monate Haft. Die Jugendstrafe solle nicht zur Bewährung ausgesetzt werden. Die Verteidigung beantragte Freispruch für den jungen Mann, der sein genaues Geburtsdatum nicht nennen konnte. Die Nebenklage hält das von der Staatsanwaltschaft geforderte Strafmaß für zu niedrig, erhob aber keine eigene konkrete Forderung.

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Ein Artikel von
KN-online (Kieler Nachrichten)

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