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Blick in den Mittwoch

Schleswig-Holstein Blick in den Mittwoch

Die "Werra" verlässt am Vormittag ihren Heimathafen Kiel, Schaf- und Ziegenzüchter diskutieren über die Gefahr von Wölfen, das Amtsgericht setzt den Prozess um eine mutmaßlich falsche Lehrerin fort, und am Abend liest Jürgen Trittin im Literaturhaus Kiel: Was der Mittwoch bringt, erfahren Sie hier.

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Der Grünen-Bundestagsabgeordnete Jürgen Trittin liest in Kiel aus seinem Buch „Stillstand made in Germany“.

Quelle: Laurence Chaperon

Rettungsaktion im Mittelmeer

Das Marineschiff „Werra“ startet zur Seenotrettung in Richtung Mittelmeer. Unter dem Kommando von Korvettenkapitän Stefan Klatt (46) wird das Schiff gegen 10 Uhr seinen Heimathafen Kiel verlassen. Die 66 Soldaten der Stammbesatzung sollen sich an der Rettungsaktion für Flüchtlinge beteiligen und werden von Sanitätern unterstützt. Die „Werra“ wurde mit großen Mengen an Sanitäts- und Hygienematerial ausgerüstet und hat zudem speziell ausgerüstete Container an Bord. Die Bundesregierung hatte nach dem EU-Flüchtlingsgipfel im April angeboten, sich mit Schiffen an der Seenotrettung zu beteiligen.

"Stillstand made in Germany"

Ein politisches Schwerkaliber im Literaturhaus Kiel (Schwanenweg 13): Ab 19 liest dort der Grünen-Bundestagsabgeordnete Jürgen Trittin aus seinem Buch „Stillstand made in Germany“.

Schafe und Ziegen

Die Schaf- und Ziegenzüchter in Schleswig-Holstein diskutieren auf ihrer Jahresversammlung gemeinsam mit Vertretern des Umweltministeriums über den Wolf. „Man muss überlegen, wie viele Wölfe wir in Schleswig-Holstein vertragen können“, sagte die Geschäftsführerin des Landesverbandes der Schaf- und Ziegenzüchter, Janine Bruser. Wenn die Zahl der Wölfe so bliebe wie bisher, könnten die Schafhalter damit leben, sagte Bruser. „Aber wenn es wesentlich mehr werden, dann muss man sich, denke ich, entscheiden, ob man Schafhaltung will oder den Wolf.“ Beides werde auf Dauer nicht gehen. Die Tagung beginnt um 10 Uhr im Hotel Schützenhof.

Innenminister stellt sich Kritik

Innenminister Stefan Studt will ab 17 Uhr in Lübeck auf einer Bürgerversammlung in der MuK (Willy-Brandt-Allee 10) über den Bau einer Erstaufnahmeeinrichtung in der Hansestadt informieren. Gegen das Projekt hat sich in der Bevölkerung Widerstand formiert - Anwohner kündigen eine Klage an.

Besuch in Boostedt

Um Asylbewerber geht es auch in Boostedt: Dort besucht die Grünen-Fraktionsvorsitzende Eka von Kalben um 17 Uhr die Flüchtlingsunterkunft in der Rantzau-Kaserne und informiert sich über aktuelle Situation.

Prozess gegen falsche Lehrerin

Mit Zeugenaussagen will das Amtsgericht Kiel (Deliusstr. 22, Saal 4) ab 10 Uhr seinen Prozess gegen eine mutmaßlich falsche Lehrerin fortsetzen. Zunächst will das Gericht einen Mitarbeiter der Finanzverwaltung zur Höhe der an die 50-Jährige ausgezahlten Bezüge befragen. Außerdem sind Schulleiter aus Mecklenburg-Vorpommern als Zeugen geladen, wo die Frau auch unterrichtet hatte. Die Frau aus Wismar hatte zu Prozessbeginn gestanden, sich nach der Wende mit gefälschten Zeugnissen und Staatsexamina in mehreren Bundesländern für das Lehramt beworben und unterrichtet zu haben. Die alleinstehende Mutter und gelernte Krankenschwester ist wegen gewerbsmäßigem Betrug und Urkundenfälschung angeklagt. Das Urteil wird Mitte Juni erwartet.

Einblicke in die Kunsthalle

Der Gründungsbau der Hamburger Kunsthalle (Glockengießerwall) und der neoklassizistische Erweiterungsbau werden bis zum Frühjahr 2016 für 22 Millionen Euro modernisiert. Dabei wurden auch die Depots der Kunsthalle saniert, die ab 11 Uhr der Öffentlichkeit vorgestellt werden. Zudem soll es Einblicke in die laufenden Bauarbeiten geben. Kernstück des Projektes, das dank einer Spende des Hamburger Unternehmers und Mäzens Alexander Otto realisiert wird, ist die Wiederbelebung des historischen Haupteinganges im Gründungsbau. Die Galerie der Gegenwart bleibt für die Besucher geöffnet und zeigt neben „Spot on“ wechselnde Sonderausstellungen.

Tanzspektakel in Hamburg

Mit der Uraufführung von „Now/The Clash“ des israelischen Künstlers Omer Krieger (Beginn: 18 Uhr) wird in Hamburg am Mittwochabend das zehntägige Live Art Festival auf Kampnagel eröffnet. Die Künstler wollen auf dem Heidi-Kabel-Platz am Hauptbahnhof an die Proteste auf dem Tahrir-Platz in Kairo, dem Gezi-Park in Istanbul und dem Maidan-Platz in Kiew erinnern und eine Demonstration zwischen Polizisten und Aktivisten nachstellen. Noch bis zum 13. Juni wollen Künstler in verschiedenen Performances Choreografie und Protest miteinander verbinden. Auch ein Hamam, ein türkisches Dampfbad, wird für die Dauer des Festivals auf dem Kampnagelgelände aufgebaut und bespielt.

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Ein Artikel von
KN-online (Kieler Nachrichten)

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