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Digitale Woche Kiel 2017 So spricht die digitale Welt
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06:30 24.08.2017
Von Tanja Köhler
Von Big Data bis Smart City: Diese Fachbegriffe fallen während der Digitalen Woche Kiel immer wieder – wir erklären, was dahinter steckt. Quelle: Viorel Sima/stock.adobe.com/Visualisierung: KN/Lina Schlapkohl
Kiel

Während der Digitalen Woche Kiel vom 16. bis 23. September 2017 wird es eine Vielzahl von Veranstaltungen geben, die die Digitalisierung erlebbar machen und Perspektiven für die Zukunft schaffen wollen. Doch nicht jeder Begriff erklärt sich von selbst. Welche sie unbedingt kennen sollten:

Big Data: Jedes Unternehmen/jede Organisation erhebt eine Vielzahl an Daten. Die Hoffnung: Aus ihnen Rückschlüsse über das Kaufverhalten und das Risikopotenzial der Kunden zu gewinnen oder Prozesse im eigenen Betrieb zu optimieren. Die größten Herausforderungen dabei sind der Datenschutz und die Persönlichkeitsrechte. Denn letztlich kann die Verknüpfung von an sich unproblematischen Informationen zu einem Problem werden – etwa dann, wenn man über die Handyortung plötzlich zu einem Kreis von Verdächtigen gehört oder durch die Statistik (Bsp. „falsches“ Stadtviertel) als kreditunwürdig eingestuft wird. Die CAU Kiel behandelt das Thema während der Digitalen Woche in einen Fachvortrag.

Internet of Things (IoT): Das Internet der Dinge steht für den Trend, dass der Computer immer mehr durch „smarte“ Geräte (wie Tablets, Smartphones, Smart-Watches und Sportarmbänder) ersetzt wird und Alltagsgegenstände (vom Bürostuhl bis zum Wasserkocher) mit Prozessoren, Sensoren und Netzwerktechnik ausgestattet werden. Ziel dabei ist es immer, den Alltag des Menschen zu vereinfachen. Das Internet of Things thematisiert während der Digitalen Woche u.a. das Unabhängige Landeszentrum für Datenschutz (ULD). Thema des Fachvortrags: Wissen, was Ihr Fernseher über Sie weiß – Datenschutz und Transparenz im Internet of Things.

Ignite ist nicht nur eine Punk-Band aus Kalifornien oder eine Software zur Systemwiederherstellung. Unter Ignite versteht man auch ein Veranstaltungsformat, bei dem jeder Sprecher 20 Folien vorbereiten muss zum Thema Agile (eine Entwicklungsmethode, mit der man schnell auf veränderte Anforderungen reagieren kann), Menschen in der IT, Veränderungen und mehr. Jeder Vortrag dauert nur fünf Minuten, denn jede Folie wechselt nach 15 Sekunden. Zwölf Impulsvorträge werden es bei der Digitalen Woche sein. Nach je vier Sprechern gibt es eine Pause. Diese soll zum Netzwerken und Diskutieren genutzt werden.

Meet-Up: Das bedeutet einfach nur, sich mit Gleichgesinnten zu treffen, sich über ein spezielles Thema auszutauschen oder zu netzwerken. Bei der Digitalen Woche laden unter anderem die Digital Media Women aus Schleswig-Holstein (#DMWSH) zum Meet-Up in das Coworkingspace Fleet7.

Open Data: Dahinter steht die Idee, Daten von Behörden, Ministerien, Gerichten und öffentlichen Verwaltungen frei im Netz verfügbar zu machen – etwa Statistiken, Protokolle, Urteile, Geo- und Verkehrsdaten sowie Umwelt- und Wetterdaten. Die Landeshauptstadt Kiel geht schon mit gutem Beispiel voran. Sie veröffentlicht auf ihrer Webseite die Kieler Zahlen. Auch auf Govdata.de werden bereits Verwaltungsdaten zu unterschiedlichen Kategorien unter dem Credo „transparent, offen und frei nutzbar“ zur Verfügung gestellt. Auch für Museen ist Open Data ein Thema. Mehr dazu erfahren Interessierte in einem Fachvortrag während der Digitalen Woche.

Prototypingweek: Von der Idee zum Produkt, und das innerhalb von fünf Tagen: Bei der Digitalen Woche sollen Neugierige, Designer und Entwickler mit Hilfe von interdisziplinären Coaches ein marktreifes Konzept aus dem Bereich „Smart City“ (folgender Begriff) erarbeiten. Wer keine eigene Idee hat, kann sich einem anderen Team anschließen und seine individuellen Fähigkeiten einbringen. Die Prototypingweek startet am 18. September um 9 Uhr in den Räumen der Starterkitchen und des Fablab.sh (Kuhnkestraße 6) und geht bis zum 22. September. Bereits als Themen gesetzt sind: innovative Lösungen für den Kieler Nahverkehr, Rückentraining mit Hilfe von virtueller Realität (VR) und eine App, mit der man Vorhänge zuziehen und Kaffee kochen kann.

Smart City beschreibt die Vision einer vernetzten Stadt. So sollen in den Bereichen Verkehr, Energie und Datenmanagement Technologien durch Daten verbunden werden. Ein flexibles Carsharing-Modell ist ein Beispiel für eine Smart City, ein freies WLAN für alle Bürger ein anderes. Auch ein Navigationssystem für Sehbehinderte, damit sich diese in Bahnhöfen, Behörden und Einkaufszentren besser zurechtfinden, fällt unter den Begriff. Während der Digitalen Woche bietet die Landeshauptstadt Kiel zu dem Thema ein Mobilitätsfest an. Mehr dazu erfahren Sie hier.

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