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Digitale Projekte im Vorübergehen

Digitales Treppenhaus Digitale Projekte im Vorübergehen

Sechs Stockwerke, sechs digitale Themen aus der Verwaltung: Während der ersten Digitalen Woche zeigt die Stadt Kiel im neuen Rathaus, was sie bereits alles im Netz anbietet.

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Das Stadtarchiv stellt im Internet historische Fotos von Kiel zur Verfügung. Mit Hilfe von den Einwohnern kann so manches Foto identifiziert und zugeordnet werden. Oberbürgermeister Ulf Kämpfer ist begeistert von dem Projekt.

Quelle: Frank Peter

Kiel. Für die Digitale Woche hat die Stadt Kiel ihr Treppenhaus im neuen Rathaus zu einem "Digitalen Treppenhaus" umfunktioniert. Auf sechs Etagen können sich Besucher noch bis 17 Uhr von der Behördennummer 115 über die Familien-App und das digitale Stadtarchiv bis hin zum Behördenbot Govii informieren. Positivbeispiele, denn komplett digitalisiert ist das Rathaus noch nicht.

"Wir wollen die E-Akte so schnell wie möglich einführen", sagte Oberbürgermeister Ulf Kämpfer bei der Besichtigung. Denn gerade im Bürgerservice müsse man versuchen, effizienter zu werden. Zu sehen bekommen die Besucher des digitalen Treppenhauses die E-Akte nicht. Einen Einblick in das elektronische Erfassungssystem bekamen nur die Mitarbeiter am Rande der Veranstaltung.

Digitaler Ausblick: Das tut sich demnächst

Was kein Geheimnis ist: Demnächst will die Stadt Kiel den Behördenbot Govii einsetzen, der Fragen zu allen behördlichen Themen beantworten kann. "Man muss sich dafür nur in Facebook, Twitter, Telegram oder anderen Messengerdiensten mit ihm befreunden und dann Fragen stellen", erklärt Projektleiter Michael Schmidt von Teleport das Prinzip. Etwa, wo man einen Personalausweis beantragen kann oder sein Auto anmelden muss. Über den Zuständigkeitsfinder einer Behörde könnten dann automatisch Antworten generiert werden. Bis zum offiziellen Start des Pilotprojekts dauert es allerdings noch ein bisschen. "Wir arbeiten gerade am Feinschliff. Denn Behördensprache ist anders als Benutzersprache."

Auch das Stadtarchiv hat eine Neuerung parat: Nachdem alle Fotos digital veröffentlicht wurden, sollen künftig die Bilder in einer Karte verortet werden. So soll ein historisches Bild von der Stadt Kiel entstehen. Bei der Verortung hofft das Stadtarchiv auch auf die Hilfe der User: "Wenn jemand sieht, dass ein Foto eine Hausnummer weiter verortet sein soll, kann er die Position ändern. Wir bekommen dann eine Meldung und prüfen das gegen", sagte Christoph Freitag.

Sich einbringen können die Besucher auch bei www.bob-sh.de, der Bauleitplanung Online-Beteiligung zu Bauprojekten in Schleswig-Holstein. Wie das Portal im Detail funktioniert, erklärt Oliver Voigt. Einen Nutzen stellt er dabei gerne in den Vordergrund: "Mit dem Bürgerbeteiligungsportal können wir einfach aufzeigen, worum es wirklich geht. Denn häufig stehen Gerüchte im Raum, die gar nicht so stimmen." 50 Städte und Gemeinden beteiligen sich bereits. Kiel ist allerdings noch nicht dabei. 

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Ein Artikel von
Tanja Köhler
Mitglied der Chefredaktion

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