3 ° / 1 ° wolkig

Navigation:
Programmier-Elite legt los

Hackathon in Kiel Programmier-Elite legt los

Im Rahmen der Messe „Gesundheit morgen“ startet am Donnerstag der größte Gesundheitshackathon aller Zeiten. Der Programmierwettbewerb wird sich mit drängenden Problemen im medizinischen Bereich befassen. Beim „Healthcare Hackathon“ sollen bis Sonnabend digitale Lösungen gefunden werden.

Voriger Artikel
Litauen: Ein Vorbild bei der Digitalisierung
Nächster Artikel
Digitale Projekte im Vorübergehen

Das hat Kiel noch nicht gesehen: 30 Stunden lang entwickeln ab Donnerstagabend Programmierteam Gesundheitssoftware.

Kiel.. Locker beginnt der Wettbewerb mit einem Vorabtreffen am Donnerstagabend im Fleet 7, Coworking-Space der Kieler Nachrichten. Am nächsten Morgen nimmt der Hackathon dann richtig Fahrt auf: In der Sparkassen-Arena arbeiten 17 jeweils aus etwa einer Handvoll Experten bestehende Teams unter Hochdruck an unterschiedlichen Aufgaben: Wie lässt sich eine autonom fliegende Drohne so programmieren, dass sie im Notfall wichtiges Equipment an der richtigen Stelle abwirft? Ist es möglich, dass wir anhand von Twitter-, Wetter- oder Verkehrsdaten Notfall-Wahrscheinlichkeiten vorhersagen? Wie können Roboter beispielsweise beim Heben von Patienten so helfen, dass die Pflegekraft entlastet wird? Lassen sich Apps programmieren, die Sehbehinderten Informationen über ihre Umgebung geben oder die Untersuchungen von Schwangeren erleichtern? Und viele, viele Fragestellungen kommen dazu – es ist nicht einmal ausgeschlossen, dass sich am Donnerstagabend oder Freitagmorgen spontan noch weitere Aufgaben ergeben.

IBM und Appel unterstützen die Teams

Die vorab zusammengestellten kleinen Gruppen bestehen in Teilen aus Experten, die bereits im digitalen Gesundheitsbereich etabliert sind oder auch in Start-ups an neuen Produkten in der Branche arbeiten. Insgesamt ist der Hackathon aber ein Wettbewerb für alle digitalen Tüftler und Programmierer, die an den Problemlösungen interessiert sind. Sie werden von IBM mit Zugängen zur Entwicklungs-Plattform Bluemix und der künstlichen Intelligenz „Watson“ sowie von Apple mit Geräten ausgestattet, damit sie sich während des Wettbewerbs ganz auf ihre Ergebnisse konzentrieren können. Außerdem stehen während der Veranstaltung Coaches zur Verfügung – unter anderem der Unternehmensberatung Roland Berger, die Fragen beantworten und an eine mögliche Produktzukunft denken.

Für die Sieger gibt es 15000 Euro

Vorgestellt werden die Resultate schließlich mit kleinen Videos im Rahmen des Kongresses „Gesundheit morgen“ in der Sparkassen-Arena am Sonnabend. Eine Jury, in der neben den Gastgebern UKSH, Kieler Nachrichten, IBM und Cisco auch Vertreter von Krankenkassen und innovativer Medizintechnologien vertreten sind, hat dann einen Sieger gekürt. Der soll die von UKSH-Chef Jens Scholz ausgegebene Zielsetzung mit erfüllen: „Wir wollen, dass unsere Mediziner und Pflegekräfte wieder mehr Zeit für den Patienten bekommen.“ Digitale Lösungen könnten einen wichtigen Teil dazu beitragen. Den besten Resultaten winken 15000 Euro für Platz eins, 5000 Euro für den zweiten Rang und schließlich Arbeitsplätze in Coworking-Spaces.

Vorschau: Ein Tag für die Gesundheit von morgen

Zum Finale der Digitalen Woche laden UKSH und Kieler Nachrichten am Sonnabend in die Sparkassen-Arena ein. Was es damit auf sich hat, erfahren Sie im Video und in den kommenden Tagen auf KN-online.

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Ein Artikel von
Niklas Wieczorek
Lokalredaktion Kiel/SH

Mehr aus Digitale Woche Kiel 2017 2/3