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Viele Ideen für eine mobile Stadt

Mobilitätsfest am Blücher Viele Ideen für eine mobile Stadt

Mehr Fahrradstraßen, freie Fahrradmitnahme auf den Fähren, günstigere Tarife für den öffentlichen Nahverkehr: Auf dem Mobilitätsfest am Blücherplatz haben Besucher ihre Wünsche für Kiel mit Post-Its an einem KVG-Bus geheftet. Die Ideen sollen in verschiedene Projekte zur Digitalen Woche einfließen.

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Ulrike Freitag (54) wünscht sich einen Stadtstrand für Kiel. Platz findet der Wunsch auf dem Overall von Asvet Jasari (42), der für die September School des Muthesius-Transferparks Ideen einsammelt.

Quelle: Frank Peter

Kiel. Wer am Sonntag mit dem Fahrrad zum Blücherplatz kam, tat sich schwer, einen Stellplatz zu finden. Denn zum Mobilitätsfest hat die Stadt die Besucher aufgerufen, mit dem Fahrrad anzureisen. Das Stadtteil, das am Ende die meisten Fahrradfahrer stellt, soll mit weiteren Fahrradbügeln belohnt werden.

Wer dann mit seinem Fahrrad zum Mobilitätsfest kam, konnte es vor Ort codieren und in der Fahrradwaschstraße reinigen lassen. Bei beiden Ständen bildeten sich jedoch immer wieder Warteschlangen. Doch auch an den Ständen zu E-Autos, E-Bikes und zum öffentlichen Nahverkehr herrschte reges Treiben.

50 Aussteller bei Mobilitätsfest am Blücherplatz

Insgesamt 50 Aussteller aus Schleswig-Holstein, Hamburg und Niedersachsen waren am Sonntag beim Mobilitätfest dabei, das erstmals auf dem Blücherplatz stattfand. "Wir wollten mit unserem Angebot weg vom Umsteiger hinein in die Stadtteile", sagte Mobilitätsberater Andreas Aden von der Stadt Kiel zum neuen Konzept. Am Umsteiger sei es einfach zu laut gewesen - und der Verkehr habe Familien abgeschreckt, mit Kindern vorbeizuschauen.

Die Kieler sollten sich auf dem Mobilitätsfest aber nicht nur informieren. Am KVG-Bus sammelten Teilnehmer der September School des Muthesius Transferparks zur Digitalen Woche Ideen für Smart-City-Projekte ein. "Wir wollen in der Stadt Kiel etwas verändern und auch junge Leute an der Gestaltung beteiligen", sagt Interface-Studentin Cathrin Königsmann. Zwar gebe es schon eine Bürgerbeteiligungsplattform, doch könne diese noch einfacher, klarer und strukturierter dargestellt werden. "Das Design ist der demokratische Prozess, um Bürger aktiver am Gestaltungsprozess teilhaben zu lassen", sagte Interface-Professor Frank Jacob.

Auch wenn die geäußerten Wünsche ganz analog sind - etwa günstigere Monatskarten, autofreie Zonen, eine geringere Taktung der Ostuferfähre, die Neuauflage einer Stadtbahn, eine Wakeboard-Anlage am Bootshafen oder ein besseres Radwegenetz - so könnte man diese als Inspiration für die am Montag beginnende Prototyping-Week zur Smart City nehmen. Bei der fünftägigen Veranstaltung sollen Prototypen entwickelt werden, die das Leben in einer Stadt noch angenehmer machen. 

Hier sehen Sie Bilder vom Mobilitätsfest zur Digitalen Woche Kiel

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Ein Artikel von
Tanja Köhler
Ressortleiterin Digitale Angebote

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