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Die Firmenidee auf Kurs bringen

Start-up Summercamp Die Firmenidee auf Kurs bringen

Im Start-up Summercamp des Wirtschaftsministeriums, das vom Softwarekonzern Microsoft unterstützt wird, haben neun Start-ups aus ganz Deutschland diese Woche an ihren Geschäftsmodellen gefeilt. Sonnabend prämiert eine Jury die besten drei Teams.

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Jens Gössing vom Ludwigshafener Start-up Pododesk hat eine webbasierte Verwaltungssoftware für Podologie und Fußpflege entwickelt. Bei den Microsoft-Experten Daniel Kreuzhofer (re.) und Oliver Scheer holt er sich Programmier-Tipps.

Quelle: Uwe Paesler

Kiel. Im Fokus steht in diesem Moment die Idee von Jan-Henrik Stephan vom Kieler Start-up Groundkeeper. „Schon mal probiert, für Freitagabend um 20 Uhr das komplette Sportangebot in der Stadt zu finden?“, fragt der 30-Jährige. Das sei schier unmöglich. „Das ist aber etwas, was sich viele Kieler und Flensburger wünschen.“ Die Plattform Groundkeeper soll so etwas wie die „smarten Gelben Seiten für den Sport“ werden, wo sich die Angebote gebündelt durchsuchen lassen. Dafür will Stephan mit Kommunen, Vereinen, Universitäten und Krankenkassen zusammenarbeiten. „Eine spannende Idee“, sagt Kiels Oberbürgermeister Ulf Kämpfer, der das Camp mit Wirtschaftsminister Bernd Buchholz besuchte.

Ob die Idee auch vor Publikum und einer Jury gut ankommt, wird sich am Sonnabend zeigen. Ab 15.30 Uhr präsentieren die Teams ihre Projekte. Die besten drei Gründerteams werden mit Geldpreisen zwischen 3000 und 5000 Euro prämiert, drei aus Schleswig-Holstein sind im Rennen.

App ersetzt Stundenzettel auf Papier

Jonas Stamm aus Schleswig mit seinem Unternehmen Protonaut ist einer davon. Der 25-Jährige hat die App Lohneo für das mittelständische Baugewerbe entwickelt. Sie ersetzt Stundenzettel auf Papier und ermöglicht Online-Personalplanung. „Das ist ein tolles Beispiel dafür, wie Mittelständler bei der Digitalisierung unterstützt werden können“, sagt Minister Buchholz. „Es ist toll, dass wir hier professionelles Feedback bekommen und wir uns mit anderen Gründern austauschen können“, sagt Stamm. „Es bringt einen sehr weiter, wenn verschiedene Paar Augen auf das Produkt gucken.“

Auch die Gründer von My Study Genius aus Kiel setzen beim Bürokratieproblem an. Benjamin Flum und sein Team haben eine App für freiberufliche Coaches, Nachhilfe- oder Musiklehrer entwickelt, die ihnen die Verwaltung vereinfachen soll. „Wir haben diese Woche unser Konzept geschärft und unsere Zielgruppe besser definiert“, bilanziert der 30-Jährige.

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Ein Artikel von
Anne Holbach
Wirtschaftsredaktion

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