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Die Wärme des Publikums

Green Screen Die Wärme des Publikums

Sein Name ist auf dem „Walk of Fame“ an der Eckernförder Strandpromenade so oft vertreten wie der von Jan Haft. Der 48-Jährige, der mit seiner Familie in einem kleinen Ort im bayerischen Isental lebt, zählt zu den bekanntesten deutschen Dokumentarfilmern.

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Jan Haft wurde für seine Tier- und Naturfilme vielfach prämiert.

Quelle: hfr

Eckernförde. Seine Tier- und Naturfilme wurden national und international vielfach prämiert. Bei Green Screen erhielt er bereits drei Mal den Hauptpreis für den „Besten Film“. Uwe Rutzen hat mit dem studierten Biologen, Geologen und Tierfilmer aus Leidenschaft gesprochen.

 Herr Haft, Sie haben Green Screen von kleinsten Anfängen an miterlebt. Welche Bedeutung hat das Naturfilm-Festival in Eckernförde für Sie ganz persönlich?

 Die Erwartungen an das Festival im Norden vor seiner Geburtsstunde waren groß, und sie wurden übertroffen! Nirgendwo sonst fühlt man die Unterstützung der Bevölkerung so sehr wie in Eckernförde. Diese Wärme macht das Festival auch zu einem attraktiven Moment für einen Familienurlaub in der Region.

 Wie viele Preise für ihre Filme haben Sie bislang bei Green Screen errungen und was bedeuten sie Ihnen?

 Wir haben drei Mal den Hauptpreis „Bester Film des Festivals“ für „Die Wiese“, „Wilde Türkei“ und „Wildes Skandinavien – Norwegen“ erhalten sowie zwei Mal die Auszeichnung für die „Beste Bildgestaltung“ mit den Filmen „Mythos Wald“ und „Das Kornfeld – Dschungel für einen Sommer“. Und einmal erhielten wir den Preis für die „Beste Postproduktion“ mit „Wilde Slowakei“. Also insgesamt sechs Preise in den vergangenen zehn Jahren. Darauf sind wir stolz und versuchen auch weiterhin, an Filmen zu arbeiten, die der Green- Screen-Jury und – noch viel wichtiger – auch den Zuschauern in Eckernförde gefallen.

 Wie sehen Sie die Entwicklung des internationalen Naturfilms? Und worauf kommt es Ihnen ganz besonders an?

 Einerseits ist ein technisches Wettrüsten zu beobachten und eine Tendenz zu immer extremeren Aufnahmen. Andererseits ermöglichen genau diese neuen technischen Möglichkeiten wie Zeitlupen, Zeitraffer oder Drohnen oft erst einen erhellenden Blick auf die Natur. Es kommt mir sehr darauf an, diese technischen Mittel sinnvoll einzusetzen, um den ästhetischen Anspruch mit einem echten Erkenntnisgewinn zu verknüpfen.

 An welchem Projekt arbeiten sie aktuell?

 In diesen Tagen wird unser Zweiteiler „Chiemgauer Wasserlandschaften“ fertiggestellt. Die nächste Drehreise führt mich nach Norwegen in die wunderschönen Fjorde. Dort werden wir sowohl an Land wie auch unter Wasser die Faszination dieses einzigartigen Lebensraums und seiner Bewohner mit der Kamera einfangen. Außerdem stellen wir in diesem Jahr noch einen Film über Wildbienen und einen über heimische Schmetterlinge fertig. Im Mai haben wir mit den Dreharbeiten für einen neuen Kinofilm begonnen.

 Werden Sie auch in diesem Jahr wieder mit einem Beitrag in Eckernförde dabei sein?

 In diesem Jahr sind wir mit gleich zwei Filmen im Festival vertreten. „Magie der Moore“ unser Kinofilm, der im Herbst 2015 in Deutschland im Kino gestartet wurde, und unser neuer Film für „Wildes Deutschland“ über den Chiemsee wurden von der Vorauswahljury ins Festivalprogramm gewählt. Darüber freuen wir uns sehr.

 Werden Sie und Ihre Familie die Möglichkeit haben, beim 10. Festival persönlich dabei zu sein? Wenn ja, worauf freuen Sie sich besonders?

 Wir haben in den letzten Jahren einige sehr schöne Urlaube mit Green Screen verbunden, haben auf einem Islandpferdegestüt in der Nähe von Eckernförde gewohnt und sind täglich zum Festival gefahren. Das haben wir uns auch für dieses Jahr vorgenommen. Freunde und Kollegen treffen auf dem Festival-Gelände, den Töchtern beim Reiten zusehen und mit dem Sohn zum Wikinger-Museum ins nahe Haithabu gehen – so können unsere Sommerferien ausklingen!

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Ein Artikel von
Uwe Rutzen
Ressortleiter Eckernförder Nachrichten

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