8 ° / 1 ° Regenschauer

Navigation:
Ohne Geduld geht nichts Jugend trainiert in Eekholt

Green Screen Ohne Geduld geht nichts Jugend trainiert in Eekholt

Die jüngsten Akteure sind zwölf, die ältesten schon 18. Die Freude, dabei sein zu dürfen, ist bei allen gleichermaßen groß. Seit 2009 bietet Green Screen während der Sommerferien Naturfilm-Camps für Jugendliche im Wildpark Eekholt an.

Voriger Artikel
Dank in Granit
Nächster Artikel
Zum Beispiel: Kerstin Borowski

So wie Marlene Michaelis und Jannis Müller mit Betreuer Daniel Wehrend (links) im vergangenen Jahr, lernen auch diesmal wieder Jugendliche von Profis, wie Naturfilmen wirklich geht.

Quelle: Jann Roolfs

Eckernförde. Unter fachlicher Anleitung von Kameramann Dieter Hoese und zwei Medienpädagogen lernen die Jugendlichen, mit der Kamera umzugehen, das gedrehte Material zu schneiden und es anschließend zu vertonen. Die Filmbeiträge, die im Wildpark entstehen, werden während des Festivals im September gezeigt.

 Sie stehen ausgewachsenen Seeadlern Auge in Auge gegenüber, beobachten junge Weißstörche in ihrer Entwicklung oder begleiten gefährdete und verletzte Tiere, die vor ihrer Auswilderung aufgepäppelt werden. Doch auch Junghirsche, Schleiereulen und Wölfe werden während der Dreharbeiten schon mal zu Hauptdarstellern.

 Die Idee, den Nachwuchs an die Natur und an den Naturfilm heranzuführen, ist nicht nur den Machern von Green Screen und den Verantwortlichen von Eekholt zu verdanken, sondern auch Inge Sielmann, der Witwe von Naturfilm-Legende Heinz Sielmann. Sie haben sich gemeinsam für solch ein Camp starkgemacht. „Ein Dreiecksverhältnis, das es zu bewahren gilt“, sagt Dieter Hoese, renommierter Kameramann und Filmproduzent sowie Heinz Sielmanns langjähriger Wegbegleiter. Dem Nachwuchs wird zum einen der Umgang mit der Technik vermittelt. „Positionswechsel sind ganz wichtig“, betont der 73-Jährige immer wieder. Und neben einer Totalen sollten Filmbeiträge stets auch Großaufnahmen und halbnahe Sequenzen aufweisen. Die Jugendlichen erfahren während der Campzeit aber auch, wie viel Arbeit hinter dem Dreh eines Filmes steckt, welche Zeit und Ausdauer sie aufbringen müssen, um zum Beispiel sehr scheue Tiere mit der Kamera einzufangen und welch umfangreiche Recherche nötig ist, um später den Betrachtern des Films Wissenswertes so interessant wie möglich zu vermitteln. „Geduld ist eine unabdingbare Grundvoraussetzung für Naturfilmer“, unterstreicht Hoese, der früher auf zahlreichen Expeditionen dabei war und dem dabei grandiose Aufnahmen gelangen. Dass er sein Wissen nun an den Nachwuchs weitergeben kann, macht ihn auch ein wenig stolz, zumal er jedes Jahr aufs Neue in Eekholt Jugendliche kennenlernt, die einmal die Naturfilmer von morgen werden können.

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Ein Artikel von
Uwe Rutzen
Ressortleiter Eckernförder Nachrichten

Mehr aus Green Screen Festival 2016 2/3