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Arche-Noah-Ballon feiert Europa-Premiere

Kieler Woche 2015 Arche-Noah-Ballon feiert Europa-Premiere

Die „Arche Noah der Lüfte“ hat an der Kieler Förde festgemacht: Der außergewöhnliche Ballon feierte am Freitagabend bei der Balloon Sail auf dem Nordmarksportfeld seine Europa-Premiere. Erst am Vortag war die riesige Hülle auf dem Frankfurter Flughafen als Expressgut aus den USA angekommen.

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Die „Arche Noah der Lüfte“ hat an der Kieler Förde festgemacht: Der außergewöhnliche Ballon feierte am Freitagabend bei der Balloon Sail auf dem Nordmarksportfeld seine Europa-Premiere.

Quelle: Sven Janssen

Kiel. Sehnsüchtig erwartet wurde die Ankunft des Ballons am Airport in Frankfurt von Walter Hofmann. Der 50-jährige Pilot aus Darmstadt hat die gut 20 Jahre alte Sonderform vom amerikanischen Vorbesitzer abgekauft. „Die Verhandlungen haben sich über zwei Jahre gestreckt“, sagt Hofmann. Ein Auge hatte er aber schon viel früher auf den Arche-Noah-Ballon geworfen: Er bekam 1994 aus erster Hand mit, wie aufwändig das Nähen der „Arky“-Hülle war – zu dieser Zeit arbeitete er bei der Herstellerfirma Aerostar im US-Bundesstaat South Dakota. Noch heute ist er ihr Generalvertreter in Deutschland. „Seit ihrer ersten Fahrt habe ich die Arche nie so ganz aus den Augen verloren.“

Die „Arche Noah der Lüfte“ hat an der Kieler Förde festgemacht: Der außergewöhnliche Ballon feierte am Freitagabend bei der Balloon Sail auf dem Nordmarksportfeld seine Europa-Premiere. Erst am Vortag war die riesige Hülle auf dem Frankfurter Flughafen als Expressgut aus den USA angekommen.

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Allein der Transport der Ballonhülle per Luftfracht hat ihn rund 6000 Euro gekostet, sagt Hofmann. Was er für das Textil bezahlt hat, will er lieber nicht verraten. Nur so viel: „Da könnte man sich auch ein Auto für kaufen.“ Entsprechend sorgsam muss mit der Hülle umgegangen werden. Als er sie am Freitagabend zusammen mit fast 20 Helfern während der Balloon Sail auf dem Norder ausbreitet, wird zuvor eine Schutzfolie über den Rasen gelegt. Selbst diese darf nur barfuß betreten werden. 

Und auch in der Luft war die Arche für ihre schon 20-jährige Geschichte verhältnismäßig wenig: Sie kommt gerade auf rund 300 Flugstunden, sagt der neue Besitzer. Meist wurde der Ballon – wie auch beim Kieler Treffen – lediglich für wenige Minuten am Boden aufgebaut. Danach muss er in knapp anderthalbstündiger Arbeit wieder sorgsam zusammengelegt werden. Kein Wunder also, dass Hofmann mit der empfindlichen Hülle nicht in unwegsamen Gelände und zwischen Bäumen landen möchte. 

Das „Luftschiff“ mit insgesamt 28 Tieren an Bord hat eine Länge von ungefähr 30, eine Breite von 16 und eine Höhe von gut 25 Metern. Das Volumen des Ballons beträgt rund 7000 Kubikmeter. Zum Vergleich: Ein Standard-Ballon kommt auf knapp die Hälfte. 

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