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Open-Air mit Fördeblick

KN Mittendrin +++ Video mit MC Fitti Open-Air mit Fördeblick

Die NDR-Bühne am Ostseekai ist zur Kieler Woche ein fester Anlaufpunkt für alle Musikfans. Von Tonbandgerät über Stanfour zu Johannes Oerding ist beim Konzertmarathon der Kieler Woche 2015 für jeden Geschmack etwas dabei. Am Donnerstag waren unsere Kollegen mit dem KN News Mobil vor Ort. Und sie trafen MC Fitti.

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Das KN News Mobil machte am Donnerstag Halt auf dem Ostseekai-Gelände.

Quelle: Frank Peter

Kiel. Mit dem Auftritt des Husumer Singer/Songwriters Ole Maibach, der am Nachmittag das Programm auf der NDR-Bühne am Ostseekai eröffnet, lässt sich endlich die lang ersehnte Sonne blicken. Sofort füllt sich das weitläufige Areal mit Menschen. Entspannt flanierende Passanten, die ohne festes Ziel „mal schauen, was es hier so gibt“. Und zielstrebige Konzertbesucher, das Programm fest in der Hand. „Das ist schon eine besondere Fläche hier am Ostseekai“, findet Jan Bastick, NDR 1 Welle Nord-Moderator. Fast täglich steht er in diesen Tagen auf der Bühne und moderiert. Fördeblick inklusive. Am KN-News-Mobil erzählt er den Reporterinnen Carola Jeschke und Kerstin Tietgen, was den Ostseekai zur Kieler Woche so einzigartig macht.

Die NDR-Bühne am Ostseekai ist zur Kieler Woche ein fester Anlaufpunkt für alle Musikfans. Von Tonbandgerät über Stanfour zu Johannes Oerding ist beim Konzertmarathon der Kieler Woche 2015 für jeden Geschmack etwas dabei. Am Donnerstag waren unsere Kollegen mit dem KN News Mobil vor Ort.

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„Diese Fläche hat nichts Beengtes, das Publikum kann sich ausbreiten und entspannt feiern“, sagt der 46-jährige Wahlkieler. Und wenn dann auch noch die Passagiere auf den vorbeifahrenden Kreuzfahrtschiffen mitsingen, ist das Kieler Woche-Glück perfekt. „Ich liebe diese Bühne, denn die Reaktion der Menschen ist so unmittelbar.“ Privat hat Jan Bastick wenig Zeit für die Kieler Woche, doch der Arbeitsplatz „mittendrin“ entschädigt ihn dafür. „Ich kenne kein anderes Volksfest, das eine ganze Stadt dermaßen in den Ausnahmezustand versetzt wie die Kieler Woche“, betont der gebürtige Hamburger. Und weil er dabei so fröhlich aussieht, nimmt Anna Weltermann (10) aus Bordesholm ihren ganzen Mut zusammen und fragt, wie er sich eigentlich beim Moderieren alles merken kann. Gemeinsam mit ihrer Mutter Inga hat Anna bei der KN-Verlosungsaktion eine exklusive NDR Backstage-Führung gewonnen. Vorher gibt es aber noch eine Antwort von Jan Bastick. „Das meiste habe ich tatsächlich im Kopf.“

Magdalena und Alfons Petersohn aus Laboe werfen am KN-Mobil einen Blick in das aktuelle Programm. „Das Quartier ist sehr schön geworden“, loben sie den dorfähnlichen Charakter des Areals mit seinen weißen Pavillon-Zelten. Das finden auch die N-Joy Kultmoderatoren Andreas Kuhlage und Jens Hardeland. Mit ihrer nicht ganz ernst gemeinten N-Joy Morning Show Band wollen sie das Kieler Woche Publikum kreuz und quer um den Finger wickeln, quasi als Vorprogramm von MC Fitti und The Discoboys. „Man braucht schon sehr viel Humor, um unser Programm als Musik durchgehen zu lassen“, ulkt Kuhlage. Der Vorteil des umzäunten Quartiers: „Die Leute können nicht flüchten, die müssen einfach bei uns bleiben.“ An ihre erste Kieler Woche können sich Kuhlage & Hardeland noch gut erinnern. Das war 2001 und eine steife Brise verwehte das Outfit von Juli-Frontfrau Eva Briegel. Seitdem standen die beiden Hamburger noch viele Male moderierend und musizierend auf der Bühne am Meer. „Das ist schon was Besonderes hier, manchmal stiehlt einem sogar ein Schiff mit seinem Tuten die Show“, sagt Hardeland grinsend. Er sei vor einem Auftritt noch immer „tierisch aufgeregt“, auch wenn die Kieler „sofort dabei“ seien.

Die Erfahrung hat auch Ole Maibach gemacht. Schon zum zweiten Mal ist der Husumer Nachwuchsmusiker auf der Bühne am Ostseekai aufgetreten. „Das ist ein Traum“, sagt er, noch ganz erhitzt von seinem Konzert. „Ich könnte jeden Tag ein Konzert spielen.“ Hören kann er am Ostseekai zumindest jeden Tag mehrere. „Ein sensationelles Quartier“ lobt NDR-Mitarbeiter Nils Braun. Täglich schießt und druckt er mit seinem Team bis zu 1000 kostenlose Fotos von Besuchern - vor einem virtuellen Studio-Hintergrund. Trotzdem hat er noch ein wohlwollendes Auge für seine Umgebung. „Es ist schon wunderschön hier.“ Von Carola Jeschke

MC Fitti ganz nah

Normalerweise hört Marvin Manfred Schieck Metal-Musik. „Ich bin gespannt auf MC Fitti, weil ich noch nie ein Konzert von ihm sah“, verriet der 17-jährige Kieler, der gemeinsam mit seinem Namensvetter Marvin Wagner (16) das Meet and Greet mit dem deutschen Rapper an der NDR-Bühne am Ostseekai gewann, das von den Kieler Nachrichten in Kooperation mit N-Joy-Radio verlost wurde. 

„Eigentlich bin ich ganz cool“, verriet Wagner, der seit letztem Jahr auf den Geschmack von „Fitti mit’m Bart“ gekommen ist. Ein bisschen Aufregung war dann aber doch da, als der 39-jährige „Geilon“-Sänger mit seinem markanten Vollbart und der verspiegelten Sonnenbrille das Backstage-Zelt betrat. Der Rapper plauderte gleich munter los und verriet, dass er im Stau gesteckt habe auf dem Weg von Berlin zur Kieler Woche. „Dabei fahre ich die Strecke häufiger, weil ich gerne an der Ostsee bin.“ Travemünde und der Hansa Park Sierksdorf haben es MC Fitti angetan.

MC Fitti mit Marvin Manfred Schieck und Marvin Wagner. Foto: Frank Peter

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Besonders erstaunt waren Fitti und seine beiden Musikerkollegen von den Möwen, die beim Soundcheck vor der Bühne vorbeischauten: „Das sind dicke Klopper, das hab ich noch nicht gesehen.“ Zwei bis drei Stunden seien sie immer nach den Konzerten noch vor Ort, um ein wenig Stimmung mitzubekommen. In Kiel und Umland war MC Fitti bereits zweimal, zuletzt beim Fördefestival in Laboe.

„Wirst du oft gefragt, ob man deinen Bart anfassen darf? Und wie reagierst du darauf“, wollte Wagner wissen. „Stell dir vor, dich fragt das jemand, und das hundert Mal am Tag“, so MC Fitti ganz locker und signierte dem Teenager einen Einkaufsbeutel, den er seiner Tante schenken will: „Sie hat für mich angerufen und ich bringe ihr nun ein Autogramm mit.“ Von Gunda Meyer

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