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Heute wurde nicht nur gebastelt

KN mittendrin Heute wurde nicht nur gebastelt

Sie ist ein paradiesischer Ort der Kieler Woche: Die Spiellinie auf der Krusenkoppel wartet mit unendlich viel Vergnügen auf. Am Montag waren die Kieler Nachrichten mittendrin, um mit Kindern und Eltern ins Gespräch zu kommen. Und die Spiellinie bewegt alle.

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Das KN-Mobil stand heute an der Krusenkoppel.

Quelle: Frank Peter

Kiel. An das News-Mobil ist auch Yvonne Brend von Amrum gekommen. Die Kieler Woche, die will sie sich nicht nehmen lassen. „Wir haben extra schon im Januar Urlaub beantragt“, erinnert sich die 34-Jährige, „die Spiellinie ist Standardprogramm.“ Damit ist die gebürtige Kielerin groß geworden. Jetzt rennt ihre dreijährige Tochter Anne die Krusenkoppel auf und ab. „Bis wir hier ganz herum sind, dauert es noch ein bisschen“, sagt die Mutter. Der Höhepunkt für ihre Tochter war das Mitmach-Konzert von Matthias Meyer-Göllner. „Wir haben Autogramme und CDs“, sagt Yvonne Brendl begeistert, „vorher haben wir mit Youtube-Videos geübt.“

Birgit Flinder ist trotz des Regens gekommen, um ihrer Nichte Isabel aus Düsseldorf die riesige Spielwiese zu zeigen. „Ich habe eben Papier geschöpft“, sagt die 19-Jährige. Und fühlt sich kein bisschen zu alt dafür. Auch Kai, ihr zwölfjähriger Cousin, machte mit. Seine Faszination ist allerdings nicht ganz so groß. Ihn beeindruckt vielmehr der Laptop am News-Mobil, auf der er die vielen Bilder des Fotografen sieht. „Kommt das jetzt von hier direkt in die Zeitung?“, will er von den Reportern wissen. Die Antwort: Theoretisch schon. Die Reporter können mit dem Computer auf das Redaktionssystem zugreifen und Artikel von überall schreiben. Aber die Zeitung wird erst nachts gedruckt.

Auch andere Fragen können am KN-Stand beantwortet werden: „Was passiert eigentlich mit dem ganzen Holz nach der Kieler Woche?“, will Eberhard Langhof wissen. Die Frage des 77-Jährigen aus Neumünster leiten die KN-Reporter direkt an Helga Jones weiter, die für das Spiellinien-Konzept verantwortlich zeichnet. „Die Objekte werden möglichst wiederverwendet. Die Malwand wird gestrichen und im kommenden Jahr wieder aufgestellt.“ Einige Kunstwerke werden für gute Zwecke abgegeben und verschönern das Kieler Stadtbild.

Auch das Bild der Spiellinie wird immer wieder aufgemischt: Wie durch den Zauber-Elefanten Mójslonik, der das News-Mobil besucht. Stolz lassen sich Dorothea und Johann Klooß während der KN-Fotoaktion vor dem Rüssel fotografieren. Der Sechsjährige neckt seine kleine Schwester (3): „Ich saß sogar schon einmal auf einem echten Elefanten.“

Das KN-Mobil stand am Montag von 15.30 Uhr bis 17.30 Uhr direkt am Eingang der Krusenkoppel. Hier finden Sie Fotos.

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„Das Wichtigste, das Eltern tun können, ist sich Zeit für ihre Kinder zu nehmen“, sagt Beate Goffin, Leiterin des Amtes für Schule, Kinder- und Jugendeinrichtungen der Landeshauptstadt. Auch das eigene Zuhause und der eigene Garten könnte zum Kinderparadies werden. „Allerdings kann der dann niemals gepflegt aussehen“, fügt Maike Wiechmann hinzu. Sie ist künstlerische Leiterin der Spiellinie.

„In neun Tagen um die Welt“ ist das diesjährige Motto der Spiellinie. Die Aufbauten reichen von Holzschiffen, die auf Deko warten, über Sänftenwerkstätten bis zu bemalbaren Wänden. Entscheidend ist, dass die Kinder tätig werden. 850 Balken, 4000 Bretter, 500 Kilo Nägel und vieles mehr stehen zur Verfügung. Und die Kinder arbeiten selbstverständlich mit echtem Werkzeug. Kein Problem, urteilen die Expertinnen am KN-Stand, schließlich passiere alles unter Aufsicht. Das könnten Eltern als Anregung von der Spiellinie mitnehmen, so Goffin.

Der paradiesische Ort bietet enorm viel für einen Tag. Abschließend zeigt der fünfjährige Chrissi den Reportern in einer kleinen Performance, wie der blaue Ballon flog, den er auf die Malwand pinselte. Doch schließlich konnte der nicht mehr fliegen und landete im Wasser der Kieler Förde. Wenn ein Kind richtig spielt, ist irgendwann nun einmal die Luft raus.

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