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Olympia: Forscher sehen gute Chancen

Kiel Olympia: Forscher sehen gute Chancen

Ob beim Festabend der Landesregierung oder beim Regatta-Essen: Kiels Olympia-Bewerbung ist als ein Hauptgesprächsthema während der Kieler Woche schon gesetzt. Da passt es gut, dass es am Freitag von Seiten der Wissenschaft kräftigen Rückenwind gab.

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Das weltgrößte Seglerfest als Werbeplattform für die gesamte Stadt könnte die Pro-Olympia-Stimmung befeuern.

Quelle: hfr

Kiel. Kiel werde als geübter, weltweit bekannter Segelaustragungsort Hamburgs Favoritenrolle für die Spiele 2024 stärken: Davon ist der Hamburger Wirtschaftsforscher Prof. Wolfgang Maennig mit Blick auf eine Studie zur Vergabepraxis des Olympischen Komitees (IOC) überzeugt.

Maennig, Ruder-Olympiasieger von 1988, hat zusammen mit Kollegen einen Katalog mit 145 Kriterien erarbeitet, nach dem das IOC seit 1992 offenbar Olympische Spiele vergeben hat. So sei für das IOC neben sportlichen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Strukturen entscheidend, wie lange ein Land keine Spiele mehr ausgerichtet hat (Deutschland seit 1972 mit dem Segelwettkämpfen in Kiel) und wie groß die Bewerberstadt zusammen mit der Region (3,2 Millionen Menschen) ist. Bisher haben sich neben Hamburg Boston, Paris und Rom für die Ausrichtung der Spiele beworben.

Über den Zuschlag entscheidet das Internationale Olympische Komitee zwar erst im Sommer 2017, doch vorher muss Hamburg beim Bürgerentscheid im November eine wichtige Hürde nehmen. Eine Zustimmung von mehr als 60 Prozent ist nötig, um die Chancen deutlich zu erhöhen. Die Nachricht, dass nach Ansicht der Forscher Hamburg und damit Kiel als Partner beim Kurs auf Olympia gut im Rennen liegen, freut Kiels Oberbürgermeister Ulf Kämpfer. Aber auch er verweist darauf, dass am Ende „neben dem stimmigen Konzept“ die Unterstützung der Bürger entscheidend ist: „Dann wird der Bürgerentscheid am 29. November zu einem Signal an das IOC, das nicht übersehen werden kann.“

Das weltgrößte Seglerfest als Werbeplattform für die gesamte Stadt könnte die Pro-Olympia-Stimmung befeuern. So sind beim heutigen Eröffnungsempfang im Rathaus auch 15 Bundestagsabgeordnete von CDU, SPD und Grünen zu Gast. Zu den Regatten in Schilksee werden etliche Olympia-Spitzenfunktionäre erwartet. Und die Industrie- und Handelskammer (IHK) lässt sich zur traditionellen Konsulnfahrt nicht die Gelegenheit entgehen, vor 270 Gästen aus 19 Nationen für Olympia zu trommeln. Zusammen mit dem Kieler Yacht-Club hat sie erst kürzlich die „Feuer und Flamme für Kiel GmbH“ gegründet – mit dem ehrgeizigen Ziel, die Olympia-Begeistung bis zum Bürgerentscheid auf 80 Prozent hochzutreiben.

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