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Kieler Woche 2015 Die graue Flotte lockt mit Fülle
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15:22 22.06.2015
Von Frank Behling
Bug an Bug: „Gorch Fock“ hat Besuch vom Hubschrauberträger „Ocean“ bekommen. Die Briten wollen heute auch Hubschrauber starten lassen Quelle: Frank Behling
Kiel

Die an Deck aufgestellten Kampfhubschrauber des US-Typs Apache sind weithin sichtbar. Dieses derzeit größte britische Marineschiff gehört zusammen mit der „Gorch Fock“ und der Fregatte „Lübeck“ zu den Attraktionen in dem Marinehafen in der Wik.

 Um 13.30 Uhr öffnet die Bundeswehr Sonnabend und Sonntag die Südwache an der Tirpitzmole für die Öffentlichkeit. Das traditionelle „Open Ship“ ist einer der Anziehungspunkte am ersten Wochenende der Kieler Woche. Mittendrin sind diesmal auch die Kieler Nachrichten mit einem Redaktionsteam. Vor der „Gorch Fock“ wird Sonnabend ab 13.30 Uhr das Reporterteam Günter Schellhase und Frank Behling mit einem Redaktions-Stand präsent sein, Fragen beantworten und Anregungen aufnehmen. In lockerer Runde will das Team mit Lesern, Akteuren und Besuchern des „Open Ships“ ins Gespräch zu kommen und – natürlich – ausführlich und aus erster Hand über das Geschehen vor Ort zu berichten. Von der Marine haben sich auch Vertreter der Einheiten und aus dem Pressezentrum angekündigt. Auch der Kommandeur der Einsatzflottille 1, Kapitän zur See Jan C. Kaack, wird vor Ort dabei sein.

 Das „Open Ship“ der Marine von 13.30 Uhr bis 16.30 Uhr erstreckt sich auf fast den kompletten Marinehafen einschließlich der Scheermole. Neben den großen Schiffen „Ocean“, „San Antonio“ oder „Somme“ aus Frankreich stehen aber auch Minenjäger aus Estland, Minenleger aus Lettland sowie die brandneue dänische Fregatte „Peter Willemoes“ offen. „Der Kieler Hafen lockt in diesem Jahr mit einer Vielzahl großer Schiffe. Hier ist wirklich für jeden etwas dabei“, freut sich Fregattenkapitän Alexander Wald vom Presse- und Info-Stab der Marine.

 Es sind erstmals auch zwei Nato-Verbände zusammen in Kiel. Für den US-Kreuzer „Vicksburg“ ist die Förde der Endpunkt eines mehr als sechsmonatigen Einsatzes als Nato-Flaggschiff. Während des Besuchs bereitet sich die Mannschaft auf die Übergabe der Flaggschiff-Rolle an die deutsche Fregatte „Hamburg“ vor. Deshalb könnte es sein, dass die „Vicksburg“ und der neben ihr liegende Zerstörer „Jason Dunham“ heute nicht besichtigt werden können. Die baltischen Staaten haben ihren Minenabwehrverband Baltron geschickt.

 Aber nicht alle, die zur Kieler Woche kommen wollten, finden auch einen Platz. Die Nachfrage war in diesem Jahr so groß, dass die kanadische Fregatte „Fredericton“ und die türkische Fregatte „Gökce“ nach dem Ende des Nato-Manövers andere Häfen anliefen. Die „Fredericton“ machte gestern statt in Kiel in Kopenhagen fest. Der Liegeplatz der britischen Fregatte „Iron Duke“ war gestern Abend noch leer. Für das Schiff verzögerte sich die Anreise wegen einer Reparatur um 24 Stunden. Die kleinsten Einheiten sind in diesem Jahr wieder die 20 Meter langen britischen Schulboote „Ranger“ und „Charger“. Dicht gefolgt von dem dänischen Munitionsversorger „Sleipner“ und einem Verband der dänischen Marineheimwehr, die mit drei Booten im Tirpitzhafen angekommen ist.

 In die graue Flotte haben sich in diesem Jahr auch wieder zivile Schiffe eingereiht. Der Zoll hat den großen Kreuzer „Borkum“ und die Bundespolizei eines ihrer Einsatzschiffe nach Kiel geschickt. Außerdem liegen das neue Flaggschiff des Umweltministeriums „Haithabu“ und das Ölbekämpfungsschiff „Kiel“ im Stützpunkt. Die Marineschlepper werden während des „Open Ships“ auch wieder Fahrten anbieten. Die Marine hat für die Gäste ebenfalls einen Bootsverkehr eingerichtet. Mit Barkassen werden Gäste von der Bellevue-Brücke in den Stützpunkt gefahren. Am Mittwoch heißt es noch einmal „Open Ship“ im Marinehafen.

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