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Feuer und Flamme für Inklusion

Kieler Woche 2015 Feuer und Flamme für Inklusion

Beim Fackellauf des Netzwerks Inklusion Deutschland begleiteten rund 120 Menschen die Inklusionsfackel vom Olympiahafen Schilksee über die Seebadeanstalt Düsternbrook und dann entlang der Kiellinie bis zur NDR-Bühne am Ostseekai, wo Oberbürgermeister Ulf Kämpfer sie in Empfang nahm.

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Janne Schwarck vom SV Delphin brachte die Fackel durch die Förde.

Quelle: Marina Könitzer

Kiel. Beim Fackellauf des Netzwerks Inklusion Deutschland begleiteten rund 120 Menschen die Inklusionsfackel vom Olympiahafen Schilksee über die Seebadeanstalt Düsternbrook und dann entlang der Kiellinie bis zur NDR-Bühne am Ostseekai, wo Oberbürgermeister Ulf Kämpfer sie in Empfang nahm. Es sei eine Ehre, dass Kiel fast zum Ende der Aktion angelaufen würde, so Kämpfer. Obwohl sich die Landeshauptstadt bereits umfangreich engagiere, gebe es auch hier Verbesserungsbedarf unter anderem bei barrierefreien Toiletten auf der Kieler Woche und im Bereich öffentliche Verkehrsmittel. „Inklusion umfasst alle Bereiche sozialer Benachteiligung, egal ob aufgrund von Behinderung, sexueller Orientierung oder Migrationshintergrund“ erklärte Stefanie Gomez, die das Projekt für Kiel koordiniert hat.

Goldmedaillengewinner Heiko Kröger entzündete die Fackel in Schilksee. Er lobte die Inklusion im Segelsport: „Wir sind Segler hier auf dem Wasser und an Land“. Jonas Becht, ehemaliger Nationalspieler und jetziger Team-Manager der „Cerebral-Palsy-Fußballnationalmannschaft, betonte die Bedeutung von Sportangeboten für die Inklusion: „Wenn ich Fußball spiele, vergesse ich alles um mich herum. Auf dem Platz ist egal, wer du bist.“ Außerdem sei der Spaß am Sport die beste Motivation: „Die selbstmotivierte Bewegung ist immer besser, als eine verordnete Physiotherapie.“ An Bord der „Traumdrache“ ging es für die Fackel über den Seeweg an die Kiellinie, wo Achim Rix vom Sportlehrerverband sie entgegennahm: „Wir als Sportlehrer sind jeden Tag mit Heterogenität und Vielfalt konfrontiert. Sport bietet die Möglichkeit der direkten Begegnung und Begegnung ist immer der Anfang.“

Untermalt von Trommeln und Shakern bahnte sich die Gruppe den Weg zwischen den Imbiss-Buden und Bierständen. Einige der Passanten gesellten sich auf dem Weg dazu. „,Lieber mittendrin statt außen vor’ lautet das Motto der Aktion“, verriet Landesjugendreferentin Magdalena Häußler. Deswegen wollte sich der Fackelmarsch auch mitten in das Sonnabend-Getümmel an der Kiellinie stürzen. Dass der Kieler Wind die Fackel zwischenzeitlich ausblies, störte Cremer nicht, denn: „ Das ist ja bei der Inklusion auch manchmal so“. Und so wurde die Fackel, wie auch die Inklusion, immer wieder neu befeuert.

Kiel ist die vorletzte Station des bundesweiten Fackellaufes. Doch dank Karl Grandt vom Team Health Media ist noch lange nicht Schluss. Er nimmt die Fackel am 26. Juli vom Kieler Hauptbahnhof mit auf eine Fahrradetappe nach Rom, wo sie in einer Privataudienz beim Papst gesegnet wird: „Wir wollen das Gedankengut der Inklusion in die Öffentlichkeit transportieren.“, erklärte der Projektkoordinator seine „Inklusion braucht Aktion“-Radtouren.

Im Jahr darauf geht es für die Fackel dann über Sibirien und das Nordkap nach Rio de Janeiro zu den paralympischen Spielen.

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