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Freie Stimme der Schlaflosigkeit

Kieler Woche 2015 Freie Stimme der Schlaflosigkeit

Ganz alleine mit Akustikgitarre eröffnet Jan Josef Liefers sein Konzert mit der verträumten Ballade „Wo gehst du hin?“. Das Kieler Publikum lässt sich auf diesen sanften Einstieg ein, nickt mit dem Kopf, wippt und lässt sich von seiner warmen, erzählerhaften Stimme in den Bann ziehen. Für einen herbstlichen Montagabend ist der Platz vor der NDR-Bühne ganz gut gefüllt.

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Viele waren neugierig auf den singenden „Tatort“-Star: Jan Josef Liefers auf der NDR-Bühne.

Quelle: Björn Schaller

Kiel. Viele scheinen neugierig auf den singenden „Tatort“-Star. Bis zum ersten Debütalbum der Band „Radio Doria“ habe es zehn Jahre gedauert, witzelt Jan Josef Liefers. Vorher stand Liefers Jugend in der DDR, der er das Cover-Album „Soundtrack meiner Kindheit“ widmete, im Fokus. „Die freie Stimme der Schlaflosigkeit“ ist nicht nur Albumtitel, sondern auch gleichzeitig die Bedeutung des Bandnamens, denn das „Radio Doria“ sei laut Liefers das eigene Kopfradio, das einen nachts nicht schlafen lasse, denn: „In meinem Kopf spielt Radio Doria.“

 „Es gibt so viele Dinge, die man nachts machen kann, außer zu schlafen“, erzählt Liefers dem Publikum augenzwinkernd, und genau diese will er besingen. Liebe, Leidenschaft und Sehnsucht spielen dabei eine ebenso große Rolle wie Zweifeln und Grübeln. Die Bandbreite erstreckt sich von sanften Balladen wie Helden über experimentelle Popsongs wie Pralles Leben, der an die Neue Deutsche Welle erinnert, bis zu soliden rockigen Liedern. Liefers ist kein begnadeter Sänger, und das muss er auch nicht sein, denn die Geschichten, die er sanft und eingängig vorträgt, stehen im Vordergrund. Seine Band, Johann Weiß und Jens Nickel an den Gitarren, Gunter Papperitz an den Keyboards, Christian Adameit am Bass und Timon Fenner an den Drums, hält sich weitgehend im Hintergrund und sorgt für die nötige Atmosphäre. Diese bleibt bis auf einige Mitklasch- und Mitsingsongs dem Ausklang eines Montags würdig.

 Zum dritten Mal spielen „Radio Doria“ in Kiel: „Und es kommen jedes Jahr mehr Menschen“, freut sich Liefers. Platz wäre noch da und so verabschiedet die Band sich mit „Auf Wiedersehen“ anstatt „Tschüs“.

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Kieler Woche 2015
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