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Unterwegs im sportlichen Epizentrum

Mittendrin-Team in Schilksee Unterwegs im sportlichen Epizentrum

Am Mittwoch erkundete das Mittendrin-Team das sportliche Epizentrum der Kieler Woche. Von 14 bis 16 Uhr waren die Reporter Jürgen Küppers und Niklas Schomburg am KN-Mobil auf dem Hafenvorfeld in Schilksee.

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Heute erkundet das Mittendrin-Team das sportliche Epizentrum der Kieler Woche. Von 14 bis 16 Uhr laden die Reporter Jürgen Küppers und Niklas Schomburg am KN-Mobil auf dem Hafenvorfeld in Schilksee zu Gesprächen und einer Fotoaktion.

Quelle: Uwe Paesler

Schilksee. Selbst Niesel, fiese Böen und Kälte können es an diesem Nachmittag nicht kühlen: das Olympia-Fieber, das in Schilksee so stark spürbar ist wie an keinem anderen Ort der Kieler Woche. Der Präsident des Deutschen Olympischen Sportbundes, Alfons Hörmann, nimmt an diesem Mittwoch das potenzielle Olympia-Quartier ebenso unter die Lupe wie eine Delegation von 16 Bevollmächtigten der Länder beim Bund. Auch die Promi-Dichte unter den Sportlern ist deutlich höher als in den Vorjahren. Und so mancher schaut natürlich auch beim KN-News-Mobil vorbei.

Einer von ihnen ist Tobias Angerer, zweifacher Olympia-Silbermedaillengewinner im Langlauf, an diesem Tag aber Segel-Anfänger beim Audi Ultra Cup. „I wünsch’s euch von Herz’n, dass Ihr’s packt mit Olympia. Denn wos Größeres gibt’s net“, sagt er im urbayrischen Idiom seiner Heimat, grinst und schiebt noch ein „versteht’s ihr mi überhaupt?“ nach.

Am Mittwoch erkundete das Mittendrin-Team das sportliche Epizentrum der Kieler Woche. Unsere Reporter Jürgen Küppers und Niklas Schomburg waren am KN-Mobil auf dem Hafenvorfeld in Schilksee und stenden zahlreichen Besuchern Rede und Antwort.

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Na klar verstehen die Reporter am KN-Mobil die besten Olympia-Wünsche auch in deutscher Fremdsprache eines Sportlers, der sich mit Olympia auskennt. Dass es damals in Turin (2006) und Vancouver (2010) nicht bis ganz nach oben aufs Siegertreppchen reichte, hat Angerer wohl abgehakt. Schließlich habe er sein Bestes gegeben. Und gesund geblieben sei er trotz der ganzen Schinderei in seiner mehr als 15-jährigen Spitzensportlerkarriere auch, die er im vergangenen Jahr nach den Spielen in Sotschi beendete.

„Mir fehlt nix, ich vermisse nix, alles ist gut“, sagt auch Biathlon-Ausnahmeathletin Magdalena Neuner, die nach ihrer Regatta-Premiere vor Schilksee ebenfalls zu einem kurzen Plausch ans KN-Mobil kommt, bevor ihr Flieger wieder Richtung Süden startet. Vor mehr als drei Jahren hängte „Gold Lena“ (zwei Olympia-, zwölf WM-Goldmedaillen) Gewehr und Skier an den Nagel – mit gerade mal 25 Jahren auf dem Höhepunkt ihrer Karriere. Jetzt genieße sie den „allergrößten Luxus auf der Welt“: ganz Mama zu sein und sich ausschließlich Töchterlein Verena (1) und Ehemann Josef Holzer zu widmen.

Nein, es jucke ihr nicht in Händen und Füßen, wenn sie „ab und zu“ mal ihre ehemaligen Teamkolleginnen im Fernsehen in Aktion sieht. Biathletin bleibe sie aber, „im Herzen jedenfalls.“ Statt Trainingsrunden in Loipen zu absolvieren, radelt sie jetzt, joggt oder wandert mit ihrer Familie. Langweilig sei dieses Leben nach Karriereende aber absolut nicht: „Wenn man Familie ernst nimmt, dann ist das ein Fulltime-Job.“ Außerdem sei sie ja immer noch viel unterwegs. Denn für 13 Unternehmen ist die 28-Jährige nach wie vor ein offenbar nach wie vor werbewirksames Aushängeschild. Und weitere Kinder stehen auch noch auf dem Familienplan.

Ganz andere Pläne – natürlich olympischer Natur – hat derzeit Kiels Sportdezernent Gerwin Stöcken, der am KN-Mobil von einer gerade beendeten Führung der 16 Länder-Bevollmächtigten beim Bund berichtet. Im Rahmen ihrer Tagung in Kiel hätten die Politiker Schilksee erst vom Wasser aus bei einer Rundfahrt auf der Barkasse „Sprott“, dann beim Rundgang an Land in Augenschein genommen. „Sie waren ganz angetan, fanden die vorgetragenen Konzepte wohl überzeugend“, zieht der Dezernent eine aus seiner Sicht positive Bilanz der Lobby-Arbeit für Kiels Olympiabewerbung.

Zum Erfolg dieser Bewerbung gehört auch Begeisterung der Kieler für Olympia und Segeln. Die spürt man selbst an diesem kalt-nassen Tag. Dicht gedrängt stehen Experten wie Laien vor der großen Videowand der „Sailing Arena“, verfolgen die von Experten kommentierten Regatten selbst unter aufgespannten Regenschirmen. Doch das Olympia-Fieber wärmt.

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