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Wie aus einer Idee etwas Großes wurde

10 Jahre Junge Bühne Kiel Wie aus einer Idee etwas Großes wurde

Die Junge Bühne Kiel feiert in diesem Jahr ihr zehnjähriges Jubiläum. Angefangen hat alles mit einer Idee, die heute zu einer festen Institution auf der Kieler Woche geworden ist. Gute Musik von Nachwuchsbands, eine wachsende Gemeinschaft und engagierte Jugendliche sind seitdem das Herz des Jugend-Projekts.

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So sah die Junge Bühne noch vor zehn Jahren aus. Heute ist sie eine feste Institution auf der Kieler Woche.

Quelle: Burkhardt Richard

Kiel. Schon seit 2005 arbeiten fleißige und freiwillige Mitarbeiter der Jungen Bühne, die seit 2008 von Wittenseer als Hauptsponsor, mit dem Kieler Jugendring und den Mädchen- und Jugendtreffs der Landeshauptstadt Kiel zusammen. „Wir haben damals die Gunst der Stunde genutzt, um auf dem Gelände im Ratsdienergarten eine kleine Bühne aufzubauen“, sagt Burkhardt Richard, Gründungsmitglied der Jungen Bühne Kiel. Alles fing mit rund 24 Bands an sechs Tagen an. Mittlerweile ist aus der ‚kleinen‘ Bühne eine acht mal neun Meter große Plattform für 70 Künstler an neun Tagen geworden. Vor allem Bands und Solotalente aus dem Norden haben so die Möglichkeit, Bühnenerfahrung zu sammeln und sich einem großen Publikum vorzustellen.

Die Junge Bühne Kiel wird in diesem Jahr zehn Jahre alt.

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Da eine Bühne jedoch nicht von alleine steht, ist es besonders wichtig, ein Team zu haben, dass mit viel Engagement zusammenarbeitet. Von der Auswahl des Programms bis zur Durchführung der Veranstaltung sind die jungen Menschen die Hauptakteure. Die Jugendlichen arbeiten aktiv im Mediacamp unserer Zeitung, im Stage- und Eventmanagement, in der Gastronomie, in der Moderation, bei der Technik und in vielen anderen Bereichen mit. „Wir haben ganz unterschiedliche Menschen mit vielen Qualitäten. Es ist wichtig, dass die Jugendlichen hier einen geschützten Raum haben, in dem sie ganz persönliche Erfahrungen und auch Fehler machen dürfen“, sagt Richard.

Manchmal geht auch etwas schief. „Im Jahr 2011 stand die Bühne an einem Abend komplett unter Wasser – typisches Kieler-Woche-Wetter. Wir mussten das Konzert von Punkistan abbrechen und den Strom abschalten“, erzählt Richard. Was er über die letzten Jahre gelernt hat? „Einen kühlen Kopf zu bewahren und voll auf das Team zu vertrauen.“ Für die Zukunft hat er trotzdem noch Visionen. „Ich könnte mir eine Junge Bühne Schleswig-Holstein vorstellen. Außerhalb der Kieler Woche – vielleicht an einem Wochenende in der Sparkassen-Arena“, sagt Richard. Aber das ist nur eine von vielen weiteren Ideen, und bis zum nächsten Jubiläum bleibt ja noch genügend Zeit.

Von Katja Reinhardt

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