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Junge Bühne, junges Programm

KN mittendrin Junge Bühne, junges Programm

Das KN News Mobil war am Dienstag wieder auf der Kieler Woche unterwegs. Unsere Kollegen Thomas Bunjes, Gunda Meyer und Kathrin Mansfeld standen Besuchern an der Jungen Bühne Rede und Antwort.

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Vivian Schneider (29) vom Media Camp der Jungen Bühne im Gespräch mit Hörbie Schmidt, Leiter der Rock- und Popschule.

Quelle: Thomas Eisenkrätzer

Kiel. Nach und nach füllt sich der Platz. Auf den Bänken vor der Jungen Bühne sitzen schon nachmittags entspannt eine ganze Reihe Gäste. Blinzeln in die Sonne, ein paar mit Brause oder Cocktails in der Hand. Füße wippen hier und da zu den rockigen Songs der jungen Sängerin und Gitarristin Anyia aus Preetz und ihrer Band, Philipp am Bass und Schlagzeuger Finn. Gegen 20 Uhr sollte das Areal dann wie gewohnt pickepackevoll sein beim von den Kieler Nachrichten finanzierten „Kieler-Woche-Poetry-Slam“, dem sechsten seiner Art.

Zum Slam wollen San-Lea Börner und Carolin Peters auf jeden Fall noch hin. Die 18-Jährigen, die gerade am News-Mobil der Kieler Nachrichten vorbeischlendern, sind aus Hamburg an die Förde gekommen, um die Kieler Woche zu genießen. Auch für die jüngsten Gäste wird hier übrigens gesorgt: Damit Tabita (3) der Musik von Anyia und Band gefahrlos lauschen kann, bekommt sie gratis Ohrstöpsel vom Junge-Bühne-Team, sehr zur Freunde von ihrer Mutter Esmeralda Reimers.

Voll des Lobes für die vor zehn Jahren ins Leben gerufene Junge Bühne ist Patrick Gengenbach. „Wo sonst können junge Leute auf so einer großen Bühne spielen?“, fragt der 29-Jährige, der mit Corinna Wingender und seiner Großmutter Lili Andersen aus Darmstadt zur Kieler Woche gekommen ist. Er kenne als DJ die Barrieren, die Nachwuchsmusikern, die auf die Bühne drängen, im Weg stehen können. Corinna Wingender, die ihre erste Kieler Woche erlebt, nickt: „Kinder und Jugendliche sollten nicht gestoppt, sondern gefördert werden.“

Im wahrsten Sinne des Wortes mittendrin bei der Jungen Bühne präsentiert sich am Dienstagnachmittag das KN-News-Mobil. Die Journalisten, die dort als Ansprechpartner für Fragen und Anregungen zur Zeitung und zum Quartier zur Verfügung stehen, sind Kulturredakteur Thomas Bunjes, Reporterin Gunda Meyer sowie Kathrin Mansfeld, die während des Volksfestes das Mediacamp der Kieler Nachrichten am Ratsdienergarten betreut.

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Was Hörbie Schmidt nur ganz dick unterschreiben kann. Der Leiter der Kieler Rock & Pop Schule, der seit 15 Jahren auch Konzerte auf der Kieler Woche organisiert, steht als Gesprächsgast am KN-News-Mobil Rede und Antwort. „Die musikalische Förderung der Kinder und Jugendlichen ist wichtig“, sagt Schmidt, „die Junge Bühne ist hier richtungsweisend, ein tolles Angebot für Kiel.“ Schon gesellt sich Vivian Schneider vom Junge-Bühne-Media-Camp (unterstützt von den KN) hinzu, um sich Hörbie für ein Interview zu angeln.

Von der Bühne hallen faszinierende Töne herüber, die ein wenig an die von Steel-Drums erinnern. Soundcheck für Hang Massive, deren Video „Once Again“ auf Youtube bereits mehr als zwölf Millionen mal geklickt wurde. Der Schwede Markus Offbeat und der Brite Danny Cudd spielen auf schalenartigen Klangkörpern aus Stahlblech, die Hang heißen und in der Schweiz erfunden wurden. „Wir haben als Straßenmusiker begonnen und genießen, dass wir über Youtube den Erfolg bekamen, den wir jetzt haben“, sagt Cudd. Daher wüssten sie, wie elementar frühe musikalische Förderung sei.

„Ich finde das prinzipiell gut, nicht so kommerziell“, sagt Susanne zur Jungen Bühne, auf der gerade die Band Beyond Awesome Nirvanas „Smells Like Teen Spirit“ spielt. Sie sei schon im Vorjahr hier gewesen, erzählt die 42-Jährige, die am Dreiecksplatz wohnt. Von dort habe sie es ja nicht weit. Julia Lange aus Hamburg, unterwegs mit ihrer Mutter Natalia, kommt gerade vom Gelände zurück. „Ich bin erstaunt, dass es hier auf diesem Riesenfest Platz für so eine Bühne gibt“, freut sie sich, „ganz toll!“

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