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Kieler Woche 2015 Mittendrin: Reporter am Tirpitzhafen
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15:25 22.06.2015
Von Frank Behling
Open Ship im Tirpitzhafen Kiel: Die KN-Reporter Frank Behling (Mitte) und Günter Schellhase (rechts) sprachen auch mit Vertretern der Marine. Quelle: Frank Peter

Heinke Gottschalk war die erste Besucherin am KN-Stand. "Ich finde die neuen Kieler Nachrichten deutlich übersichtlicher als früher. Darüber freue ich mich", sagt sie. Die langjährige Leserin ist mit ihrem Mann Holger zum Open-Ship-Spektakel gekommen. "Er ist ein alter Seefahrer, wir wollen unbedingt Schiffe gucken." Spricht's, lächelt die Reporter an und ist schon wieder auf dem Sprung.

Der erste Tag des Open Ships bei der Marine in Kiel erzielte ein rekordverdächtiges Ergebnis. Die Marine zählte während der Öffnungszeiten am Sonnabend rund 6000 Besucher. „Das ist ein sehr gutes Ergebnis für einen Sonnabend“, sagte Fregattenkapitän Alexander Wald vom Presse- und Informationszentrum der Marine. Im Tirpitzhafen zählte die Marine auch im Hafen einen Rekord. „Zusammen mit den deutschen Einheiten haben wir an diesem Wochenende 60 Einheiten im Stützpunkt, das gab es schon sehr lange nicht mehr“, sagte Fregattenkapitän Michael Eichhorn, Kommandeur des Marinestützpunktes Kiel am Stand der Kieler Nachrichten vor der „Gorch Fock“. Das Segelschulschiff der Marine war zusammen mit der Fregatte „Lübeck“ auch eines der am häufigsten besuchten Schiffe.

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Mittendrin! Die Kieler Nachrichten sind am Sonnabend am Tirpitzhafen: Die beiden Reporter Günter Schellhase und Frank Behling kommen als Open-Ship-Team mit Seeleuten ins Gespräch, mit Marinemitarbeitern, ihren Angehörigen - und vielen anderen.

„Wir wollen große Schiffe sehen. Das gibt es ja nur zur Kieler Woche“, sagt Erich Winter, der extra aus Weißenburg nach Kiel reiste. Seit zehn Jahren kommt der Bayer jedes Jahr die gut 1000 Kilometer  an die Förde und besucht zusammen mit seinem Kieler Freund Rolf Tosch den Tirpitzhafen zum Open Ship. Besonders im Fokus standen diesmal die großen Einheiten aus den USA und Großbritannien. Vor dem Hubschrauberträger „Ocean“ bildeten sich bereits um 14 Uhr schnell Schlangen, genauso wie vor dem Einlass zum Sicherheitsbereich des amerikanischen Landungsschiffes „San Antonio“. Bis 17.30 Uhr durften Besucher die Schiffe entern.

Die Sicherheitsvorkehrungen bei den Amerikanern wurden diesmal anders ausgelegt. Die drei Schiffe liegen zwar noch in einem Sonderbereich, sind aber während des Open Ships über einen zweiten Eingang erreichbar. Nach einer Kontrolle durch Soldaten des Seebataillons der Deutschen Marine durften Besucher in Gruppen über die drei großen Kriegsschiffe der US Navy. „Das Landungsschiff mit den großen Decks und den Panzern war schon etwas anderes als das, was sonst zur Kieler Woche kam“, sagte Lynn Becker aus Plön, die mit ihrem Freund zum Open Ship gekommen war.

„Es ist schon toll, was es hier zu sehen gibt. Ich komme seit 30 Jahren jedes Jahr aus Lemgo nach Kiel“, sagte Dieter Wolf, der ehemalige Seemann und Hobbyfotograf ist besonders von den deutschen Schiffen begeistert. „Ich finde dieses Bild hier im Hafen einfach toll“, sagte Mathilda  Finn. Die Zwölfjährige informierte sich am KN-Stand bei einem Stopp über den Beruf als Redakteur.   

„Ein Hafen voller Schiffe ist einfach toll. Gerade für mich, der hier aufgewachsen ist, ist das ein toller Anblick“, sagte Kapitän zur See Jan C. Kaack, der Kommandeur der in Kiel beheimateten Einsatzflottille 1. Er eilte heute von Termin zu Termin. Besuche auf den Schiffen, Veranstaltungen an Land und dann Besuche in der Stadt. „Es hat sich hier schon sehr viel getan. Das Verhältnis zur Stadt ist heute sehr gut“, sagte Kaack.

Von den Besuchern gab es am KN-Stand auch viele Nachfragen zur Berichterstattung. So war das neue Layout genauso Thema wie die Sozialen Medien. „Die Schrift in den neuen KN wirkt sehr klein. Daran muss ich mich noch gewöhnen“, sagte Annelise Körber. „Das neue Layout gefällt mir aber sehr gut. Ich habe am liebsten immer noch die Papierausgabe der Zeitung.“

Wer das „Open Ship“ am Sonnabend verpasst hat, der hat am Sonntag ab 13.30 Uhr eine weitere Chance. Bis 17.30 Uhr öffnet die Marine dann erneut die Tore an der Tirpitzmole. Ein drittes Open Ship ist am Mittwoch. Dann werden jedoch viele Schiffe bereits ausgelaufen sein.

Die Marine zeigte in diesem Jahr auch verstärkt im Kieler Hafen Flagge. Ein Sea King-Hubschrauber und die Korvette „Braunschweig“ präsentierten im Kieler Hafen vor dem Ostseekai eine Seenotübung. Die Korvette diente dabei als Übungspartner für den Hubschrauber.

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Das Segelschulschiff „Gorch Fock“, der Hubschrauberträger  „Ocean“ oder der neue Zollkreuzer „Borkum“? Was wird am Sonnabend zum größten Anziehungspunkt für die Besucher im Marinestützpunkt in der Wik? Um 13.30 Uhr öffnet die Marine die Wache an der Tirpitzmole für die Öffentlichkeit. Drei Stunden sind dann die Molen und viele der Schiffe zugänglich. Die Kieler Nachrichten sind mitten drin.

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