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Aufdrehen mit dem Segen Gottes

Kieler Woche 2015 Aufdrehen mit dem Segen Gottes

Seit zehn Jahren steht er fest im Terminkalender der Biker, anfangs in der Vicelinkirche, seit drei Jahren nun in der Hasseer Michaeliskirche: Der Kieler- Woche-Motorradgottesdienst mit anschließendem Korso zum Westensee. Rund 250 Bikes, Trikes, Quads und Beiwagen gingen am Sonntag an den Start.

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Gemeinschaft unter Bikern: Für Bernd Schwertfeger aus Neumünster, Christiane Hinz aus Bornhöved, Oliver Weber aus Norderstedt und Heiner Schmidt aus Eckernförde (von links) ist der Mogo zur Kieler Woche Tradition.

Quelle: Karina Dreyer

Kiel. Pastor Reinhard Hoffmann ist seit seinem 14. Lebensjahr leidenschaftlicher Biker. Eine Pause legte er nur ein, als er Vater wurde, später ging es mit seiner Frau aber wieder auf die Maschine. Hoffmann weiß also, wovon er in seiner Predigt spricht, wenn es um Fairness, Zuverlässigkeit und Verlässlichkeit auf der Straße geht. „Ein Gottesdienst mit Bikern ist immer fröhlich, aber es wird auch geweint, wenn es um die Trauer verunglückter Bikerfreunde geht“, beschreibt der Pastor.

 Der Segen Gottes für die Sommersaison ist vielen Bikern wichtig. „Ich hatte nach einem schweren Unfall schon mal Kontakt zum lieben Gott, es ist aber gut gegangen“, verrät Gerd Kühl (64), der seit 20 Jahren zum Kreise der Biker gehört. Auch wenn Pastor Matthias Schlenzka beim Korso nur im Beiwagen von Pastor Hoffmanns betagten Harley sitzt, „macht mir das echt Spaß, allein auf dem Motorrad hätte ich etwas Angst“, gibt er zu. Vom Gottesdienst ging es nach Westensee und dann zur Kieler Woche.

 Die meisten Biker kommen aus ganz Schleswig-Holstein. „Wir hatten in den ersten Jahren viel mehr Kieler dabei, sie sind aber nicht mehr so stark vertreten“, bedauert Bernd Schwertfeger aus Neumünster. Für ihn und Bikerkollege Heinz Schmidt aus Eckernförde ist der Gottesdienst zur Kieler Woche ein Muss für Motorradfahrer und es macht auch Spaß, viele Bekannte wiederzutreffen“, sagt er.

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Kieler Woche 2015
Foto: Lyrik macht Laune: Meret Becker und Gitarrist Buddy Sacher.

Das schöne Kleid hat sie nicht angezogen an diesem kühlen Abend auf der Krusenkoppel, die spitzen Schuhe aber schon, „die sind geil, oder?“, und einen Norweger-Pulli, um drohende Erkältungen abzuwehren. Dazu Keyboard, singende Säge, den kleinstmöglichen Chor, Gitarrist, Schlagzeuger und einen Zauberkoffer mit Lochstreifen-Spieluhr, Minitröte und all den Wunderdingen aus dem Klangkosmos von Meret Becker.

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