15 ° / 1 ° wolkig

Navigation:
Weltcup-Status ist für Kiel entscheidend

Kieler Woche 2015 - Segeln Weltcup-Status ist für Kiel entscheidend

Pünktlich zu den Medal Races in den olympischen Disziplinen bekam die Kieler Woche am Mittwoch Gelegenheit, sich vor höchster sportpolitischer Prominenz zu präsentieren: Alfons Hörmann, Präsident des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB) nahm  auch die Anlagen in Schilksee und die Übertragung des Segelsports unter die Lupe.

Voriger Artikel
Vier Siege für deutsche Segler
Nächster Artikel
Patzer und Verletzung zum Finale

DOSB-Präsident Alfons Hörmann besuchte am Mittwoch die Kieler Woche in Schilksee.

Quelle: Uwe Paesler

Kiel. Gemeinsam mit DOSB-Athletensprecherin Claudia Bokel ging Hörmann auch auf das Wasser. "In der Wahrnehmung und der Verständlichkeit hat der Segelsport sicherlich Defizite. Aber es ist sehr interessant, wie das mit dem Partner SAP aufgeholt wird“, sagte Hörmann, der nach eigenen Worten auch als Hobby-Segler stets Schwierigkeiten hatte, beim Segeln das Spielfeld zu erkennen.

Am letzten Wettkampftag standen mit den Medalraces die Abschlüsse der olympischen Klassen auf dem Programm. Bei schwierigen Winden mit zahlreichen Böen und Drehern mussten sich die Crews nochmal so richtig reinhängen. Danach gab es strahlende Sieger und einen Riesen-Pechvogel.

Zur Bildergalerie

 Für künftige Olympische Spiele müsse sich der Segelsport dem knallharten Wettbewerb mit anderen Sommersportarten stellen: „Es gibt eine Limitierung der Disziplinen nach oben. Und die Flexibilität des Sports ist eine Chance für neue und eine Gefahr für traditionelle Sportarten.“ Der DOSB-Präsident sprach dem Segeln aber auch zu, in einigen Aspekten gut geordnet zu sein: So gehe das Einführen einer Mixed-Disziplin in die richtige Richtung. Außerdem sei der Wettbewerb auf dem Wasser ein zentrales Element für das Gelingen von Olympischen Spielen und damit eine Art Kernsportart.

 Mit Blick auf Kiel stellte Hörmann deutlich heraus, dass das Wiedererlangen des Weltcup-Status’ elementar sei: „Sonst besteht die Gefahr, in die Zweitklassigkeit abzurutschen.“ Die Auseinandersetzung mit dem Weltseglerverband, der die Kieler Woche in den vergangenen Jahren immer wieder in Terminnot mit Weltmeisterschaften oder dem Worldcup in Weymouth gebracht hat, müsse daher sportfachlich und sportpolitisch ausgetragen werden. Zu sehr auf den Status quo zu setzen, sei nicht angezeigt, wenn es in Richtung Olympiabewerbung gehe. Die Landeshauptstadt müsse nun den Schritt in die nächste Ära gehen. Bei der Frage nach konkreten Beispielen ließ Hörmann den Blick durch das Olympiazentrum von 1972 mit seinen Betonbauten schweifen: „Bei einem 360-Grad-Blick ist offenkundig, was sich hier verändern kann.“

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Kieler Woche 2015 - Segeln 2/3