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Dickschiffsegeln in all seinen Facetten

Kieler Woche 2015 - Segeln Dickschiffsegeln in all seinen Facetten

Mit einem Trommelwirbel ging es in den Segeltag, ganz sanft glitten sie nach dem letzten Schenkel ins Ziel der dritten Wettfahrt. Auf der Seebahn wurde den Dickschiff-Crews zum Auftakt des Kiel-Cups am Montag ein „facettenreiches“ Programm geboten, wie „Xen“-Skipper Sven Christensen die Bedingungen zusammenfasste.

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Zufriedene Gesichter auf der „Xen“: Auf der XP 38 lief es gestern richtig trotz schwieriger Wetterbedingungen richtig rund.

Quelle: Uwe Paesler

Kiel. Mit bis zu 27 Knoten blies es in der Vorstartphase der ersten Wettfahrt über den Stollergrund. Christensen berichtete weiter: „Sonne, Regen, Wind. Es hat richtig geballert. Die wirkliche Herausforderung war es, rechtzeitig zum Start an die Linie zu kommen.“ Das schafften nicht alle Schiffe. Nach einer Kollision mit der „Hoppetosse“ (Jörg Hiller/Schilkseer Yacht-Club) war der Segeltag für die „Solconia“ (Gerd Schneider/Hamburger SC) in der ORC-III früh beendet – „ohne Personenschaden“ sagte der oberste Wettfahrtchef Dirk Ramhorst und ergänzte: „Viele Crews waren auf deutlich leichteren Wind eingestellt und hatten entsprechende Probleme mit ihrem Material.“

 Mit dem Wind baute sich auf der Bahn auch schnell eine muntere Welle auf. „Es kam darauf an“, so Christensen, „die Dreher zu lesen. Das konnte dich schnell weit nach vorn oder nach hinten bringen, und irgendwann war dann die Tür zu.“ Er steuerte die „Xen“ mit den Rängen zwei, eins, eins an die Spitze der Gesamtwertung in der ORC II.

 Sogar mit komplett makelloser Weste kehrte Kai Mares in den Hafen zurück. Dreimal passierte die „Immac All4One“ als erste Jacht in der großen ORC-Kategorie die Ziellinie. „Drei Erste auf dem Zettel. Ein tolles Ergebnis. Auch eine Bestätigung für das Nachwuchsförderungsprogramm, für das unser Boot steht.“ Für Mares und sein Team, in dem Teens und Twens stecken, kam es aber nicht nur auf das reine Ergebnis an: „So ein 50-Fuß-Schiff zu segeln, ist an sich schon ganz schön kompliziert. Da guckst du bei solchen Bedingungen auch immer erst einmal danach, dass nichts kaputt geht.“

 Während er gut Lachen hatte, sprach ORC-I-Konkurrent Thomas Jungblut von einem „schwarzen Tag“ auf der „El Pocko“: „Gleich beim ersten Start wurden wir abgedrängt und mussten halsen. In den beiden anderen Rennen sind wir ganz flotte Starts gefahren, haben dann aber doch immer wieder den Anschluss verloren.“ Die „El Pocko“ verglich er mit einem „wilden Mustang“. Das Vertrauen ins Boot scheint begrenzt. Dem bockigen Mustang droht zwar nicht der Abdecker. Doch Jungblut kündigte an: „Nach der Europameisterschaft in Estland wird das Boot verkauft. Definitiv.“

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