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„Halbtrocken“ räumt auf Seebahn ab

Kieler Woche 2015 - Segeln „Halbtrocken“ räumt auf Seebahn ab

m Jahr nach der Rekord-Weltmeisterschaft vor der eigenen Haustür hat sich die Euphorie in der deutschen Seesegelszene wieder etwas gelegt. Mit dem Mittelstrecken-Rennen um den Senatspreis rundeten die Jacht-Crew aber ein kompaktes Kieler-Woche-Programm ab.

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Bei den ORC-Jachten auf der Seebahn setzte sich die Hamburger "X-Day" gegen die Konkurrenz durch.

Quelle: Uwe Paesler

Kiel. Mit den beiden „Halbtrocken“-Crews gab es dabei in den drei Gruppen zwei bekannte Gesichter auf der obersten Stufe des Siegertreppchens. Allerdings setzte sich auch eine frische Mannschaft an die Spitze.

Die „X-Day“ von Nils Gauter (Hamburg) schaffte nach Platz zwei zum Welcome-Race nun den Sprung ganz nach oben und holte sich den Sieg in der ORC I vor der „Desna“ von Sven Wackerhagen (Kiel). In den Kategorien der kleineren Yachten wiederholten sowohl die „Halbtrocken Xpress“ von Michael Berghorn (Amrum) in der ORC II vor der „Penta“ (Ulrich Amann, Arnis) als auch das Pendant in der ORC III / IV, die „Halbtrocken“ von Knut Freudenberg (Amrum) vor der „Otago“ von Klaus Born (Mönkeberg) ihre Erfolge von der Langstrecke. Wolfgang Schäfer, der Vorsitzende des Seesegel-Ausschusses im Deutschen Segler-Verband, zeigte sich nach der Kieler Woche zufrieden.

„Nach dem großen Erfolg der WM vor Kiel im vergangenen Jahr mussten wir befürchten, dass viele Crews nun etwas kürzer treten würden und wir durch ein Tief müssen. Natürlich ist es etwas weniger geworden. Aber die Seesegel-Szene in Deutschland hat sich auf einem guten Niveau gehalten“, sagte Schäfer, der selbst mit seiner Farr40 in Amerika segelt, zum Kieler-Woche-Auftakt aber auf der „Resolute“ von DSV-Präsident Andreas Lochbrunner angeheuert hatte, um das Geschehen aus nächster Nähe beurteilen zu können. „Jetzt hoffen wir, dass die Internationale Deutsche Meisterschaft vor Flensburg im Herbst ein Erfolg wird. Die Dänen werden mit Blick auf die ORC-Weltmeisterschaft im kommenden Jahr vor Kopenhagen sicherlich mit einer guten Flotte vertreten sein. Die Zusammenarbeit zwischen den beiden Ländern läuft immer besser.“

Zudem sieht Schäfer die ORC-Vermessungsformel weltweit gut aufgestellt. Nach Europa erobert sie nun auch andere Kontinente. Und im Weltseglerverband sind die Deutschen gut vernetzt, sprechen bei den Entscheidungen für die Entwicklungen des Seesegelns ein gewichtiges Wort mit.

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