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Patzer und Verletzung zum Finale

Kiel-Cup Patzer und Verletzung zum Finale

Der Flaute folgte der kräftige Wind auf dem Stollergrund. Mit drei Rennen in einer frischen Brise von 20 bis 22 Knoten und starken Böen bis 27 Knoten schlossen die Jacht-Crews am Mittwoch ihr Programm der Kurzwettfahrten um den Kiel-Cup ab.

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Die Crew auf der „Immac All4One“ um Skipper Kai Mares (hinten rechts) hatte gut lachen. Mit einem zweiten Platz und fünf Rennsiegen sicherte sich das Team den Gesamtsieg in der ORC I um den Kiel-Cup.

Quelle: Uwe Paesler

Kiel. Die niedrigen Temperaturen, die durch den Wind zusätzlich herabgedrückt wurden, setzten den Mannschaften dabei ordentlich zu und sorgten für manch verpatztes Manöver. Ohne Makel drehte allerdings die „Immac All4One“ von Steuermann Kai Mares (Dänischenhagen) ihre Runden an der Spitze der ORC I und revanchierte sich mit einem souveränen Gesamtsieg für den verpatzten zweiten Teil des Welcome Races vom Sonntag. Als klarer Sieger in der ORC III/IV konnte die „Halbtrocken“ von Knut Freudenberg (Amrum) auf den Start zum letzten Rennen verzichten, während es in der ORC II zu einem hauchdünnen Duell um die größte Silbertrophäe kam. Mit einem Sieg zum Abschluss entriss die „Xen“ von Sven Christensen der punktgleichen „BM Yachting“ von Peter Beck Mikkelsen (Flensburg) den Gesamtsieg.

 „Wir sind froh, heute noch mal drei anspruchsvolle Wettfahrten bei hoher Welle geschafft zu haben. Geplant waren allerdings noch mehr. Aber die Crews haben bei 13 Grad Lufttemperatur und dem zusätzlichen Wind-Chill ziemlich gebibbert, so dass wir sie dann früher an Land geschickt haben“, berichtete Wettfahrtleiter Stefan Kunstmann. Mitverantwortlich für die Entscheidung waren auch einige Patzer auf den Jachten, selbst bei erfahrenen Crews. So flogen bei der „patent³“ von Henning Tebbe (Hamburg) der Spinnaker und bei der „Sportsfreund“ von Axel Seehafer (Heiligenhafen) der Gennaker ins Wasser. Und auf der „Lottchen“ von Oliver Devirent wurde es geradezu dramatisch: Bei einer Halse bekam ein Crewmitglied den Baum ins Gesicht und musste abgeborgen werden. „Aufgrund der Windvorhersage war der Seenotkreuzer ,Berlin‘ in der Nähe unserer Bahn positioniert, so dass innerhalb weniger Minuten mit dem Schlauchboot der Vermesser ein Sanitäter an Bord gebracht werden konnte“, berichtete Kunstmann. Der Segler wurde später ins Uni-Klinikum gefahren. Eine Diagnose war am Abend in Schilksee noch nicht bekannt.

 Reibungslos lief dagegen am Mittwoch das Auswertungssystem, nachdem ein Fehler in der Software am Montag noch für Verwirrung gesorgt hatte. „Dafür wollen wir uns entschuldigen. Da kamen einige unglückliche Umstände zusammen. Jetzt ist der Fehler aber behoben“, versicherte Kunstmann.

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