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Deutsches Trio auf Goldkurs

Kieler Woche 2015 Deutsches Trio auf Goldkurs

Lokale Wetterzellen haben im Regattaprogramm der olympischen Klassen vom Montag zwar auf das Tempo gedrückt, den Ablauf aber nicht wirklich gestört. „Unser Konzept ist aufgegangen“, freute sich Organisationsleiter Dirk Ramhorst, dass seine Wettfahrtleitungen die Bahnen schnell aufgebaut und die Klassen über den Kurs geschickt hatten.

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Hier noch im blauen Leibchen der Zweitplatzierten: In dieser Wettfahrt holte sich die kroatische Laser-Radial-Skipperin Tina Mihelic das Gelbe Trikot der Gesamtführenden in Schilksee zurück.

Quelle: Uwe Paesler

Kiel. Lediglich die 2.4 fielen nach nur einer Wettfahrt in ein Loch. Sie waren auf der TV-Bahn als zweite Klasse terminiert und wurden von der Flaute eingeholt. Damit machte Heiko Kröger (Ammersbek) auf der Jagd nach seinem achten Kieler-Woche-Titel nur einen Punkt auf den Norweger Björnar Erikstad gut und verharrt in der Verfolgerposition.

 Das intensivste Programm des Tages absolvierten die 49er, die gleich viermal über die Bahn gingen, da sie noch eine Wettfahrt nachzuholen hatten. Kurios war dabei der Zieldurchgang in der Abschlusswettfahrt des Tages. Nachdem der Wind zwischenzeitlich den Dienst eingestellt hatte, hauchte er die Crews im Zeitlupentempo über die Linie. Die Kieler Erik Heil/Thomas Plößel retteten sich als Erste ins Ziel, hinter ihnen lieferten sich vier Teams ein totes Rennen und wurden gemeinschaftlich gewertet. Für Justus Schmidt/Max Boehme (Kiel), Mitglied im Ziel-Quartett, endete damit ein weiterer starker Tag. Sie segeln beständig in der Spitzengruppe und haben als Gesamtführende den Vorsprung auf ihre Trainingspartner Heil/Plößel ausgebaut, geben sich aber zurückhaltend: „Erik und Tommy sind nach wie vor souverän und können in einem Top-Feld ganz vorn mitfahren. Wir sind froh, uns im Rahmen der Trainingsgemeinschaft etabliert zu haben“, so Schmidt.

 Bei den Skiff-Frauen gibt es ein munteres Wechselspiel unter den deutschen Seglerinnen. Hinter dem führenden Mixed-Duo Annemiek Bekkering/Daniel Bramervaer (Niederlande) stehen nun Victoria Jurczok/Anika Lorenz auf Platz zwei vor Jule und Lotta Görge sowie Leonie Meyer/Elena Stoffers (alle Kiel).

Schwache Winde um die neun Knoten forderten von den Seglern am dritten Tag der Olympischen Klassen alles ab. Die deutschen Athleten schnitten dabei gut ab: Im Nacra liegen Kohlhoff/Werner weit vorn, im Laser bestätigte Tobias Schadewaldt seine starke Form. Bei den 49ern gewannen Heil/Plößel die neunte Wettfahrt in einem verrückten Finish.

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 Im Mixed-Katamaran Nacra17 dürfen sich Paul Kohlhoff/Carolina Werner nach sieben Siegen in neun Wettfahrten sogar mit dem Gedanken an ihren ersten Kieler-Woche-Sieg vertraut machen. Mit 27 Punkten Vorsprung sind sie in den kommenden beiden Tagen kaum mehr von der Spitze zu verdrängen.

 Auch für Pauls Bruder Max Kohlhoff läuft es zur Kieler Woche sehr gut. Im Finn arbeitet er sich nach verhaltenem Start an die Spitze heran. Mit zwei zweiten Plätzen und einem Rennsieg in den vergangenen beiden Tagen sprang er auf Platz fünf. „Das ist meine erste Kieler Woche, bei der es so richtig gut läuft“, freute sich der Kieler.

 Für die dritte deutsche Chance auf Gold sorgt Tobias Schadewaldt (Oldenburg). Nach zwei Kieler-Woche-Siegen in seiner Ex-Klasse, dem 49er, ist er nun im Laser das Maß der Dinge.

 Von Ralf Abratis und Jens Kunkel

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