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Menzner segelt zum achten Sieg vor Kiel

Kieler Woche 2015 Menzner segelt zum achten Sieg vor Kiel

Martin Menzner und seine Crew Frank Lichte, Mika Rolfs und Carsten Hopp haben ihr Titel-Abonnement verlängert. Nach nur zwei Tagen Arbeit auf Bahn Delta holten sie sich in der J/80 ihren sechsten Kieler-Woche-Sieg in Folge und den achten insgesamt.

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Auf Wunsch der Klassen war das Kieler-Woche-Programm von fünf auf vier Tage reduziert worden, die Flaute knapste noch einmal den Sonntag und den Dienstag ab.

Quelle: Uwe Paesler

Kiel. Wie die J/80 feierten auch die J/70, Albin Express und Melges24 am Dienstag ihren Regatta-Abschluss ohne weitere Rennen. Auf Wunsch der Klassen war das Kieler-Woche-Programm von fünf auf vier Tage reduziert worden, die Flaute knapste noch einmal den Sonntag und den Dienstag ab. An der Spitze in der J/80 änderte das nichts. Nach einem knappen Dreikampf mussten sich die Bremer Teams von Björn Beilken und Sven Vagt hinter Menzner einreihen: „Wie in der gesamten Saison geben sich die drei Boote den Staffelstab weiter. Diesmal hatten wir das bessere Ende für uns“, sagte Menzner.

 In Vorbereitung auf die Weltmeisterschaft ab dem 4. Juli vor Kiel wähnt sich Menzner in der Spur: „Wir haben in der Saison viel experimentiert, und ich hoffe, wir haben die richtige Einstellung gefunden. Zur Kieler Woche haben wir noch mal neue Segel aufgezogen.“ Die Aussichten für die WM umreißt der KYC-Segler so: „Wie bei unseren WM-Teilnahmen 2008 und 2011 sind wir im Vergleich zu den spanischen und französischen Teams eher Außenseiter mit Chance auf die Top-Ten.“

 An der Spitze der J/70-Klasse stand nach sechs Wettfahrten ein ehemaliger J/80-Segler. Der Portugiese Hugo Rocha, Weltmeister der J/80 von 2013, setzte sich nach dem Klassenwechsel auf die kleinere J/70 bei den German Open zur Kieler Woche gegen Hubert Merkelbach (Bodensee) und Ex-505er-Weltmeister Claas Lehmann (Hamburg) durch. Merkelbach, Starboot-Europameister von 2014, war zufrieden mit seinem Kieler-Woche-Auftritt: „Die J/70 segelt sich mit dem Gennaker und der Vier-Mann-Besatzung doch ganz anders als das Starboot. Bei den ersten Test sind wir ziemlich hinterher gesegelt.“ Jetzt lernt er das Boot langsam lieben: „Als Einheitsklasse auf dem Bodensee ist es eine Zwangsverheiratung. Aber ich segele jetzt sowohl Star als auch J/70. Die WM passt wegen der Bundesliga zwar nicht in unseren Plan, aber die J/70-Europameisterschaft vor Monaco wollen wir segeln.“

 Einen Wiederholungstäter an der Kieler-Woche-Spitze gab es bei den Albin Express. Der Schwede Arne Larssen wiederholte seinen Vorjahreserfolg mit vier Siegen in sechs Wettfahrten. Als bester Deutscher belegte Andreas Pinnow (Kiel) Rang drei. Der Sieg in der Melges 24 ging an die Dänen um Kim Christensen.

 Auch auf der Bahn der ORC-Jachten ging gestern nichts. Ein Startversuch mussten nach wenigen hundert Metern wieder abgebrochen werden. Nach langem Warten ließ Wettfahrtleiter Stefan Kunstmann die Crews in einer Art Hammelsprung zur See über das weitere Vorgehen entscheiden.„Die Teams mussten entweder auf der einen oder anderen Seite einer Tonne vorbeifahren, um zu zeigen, ob sie weiter segeln wollen oder nicht. Mit 18 zu 7 entschieden sie sich für das Abbrechen“, so Kunstmann.

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Foto: Bei der Kieler Woche herrscht am vierten Wettfahrttag Flaute.

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