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Kiter Rodwald flog zum Kieler Speed-Titel

Kieler Woche 2015 - Segeln Kiter Rodwald flog zum Kieler Speed-Titel

Eine neue Disziplin zur Kieler Woche hat die Herzen der Segelfans zwar nicht im Sturm erobert, doch bei seiner Premiere einen Anstoß gegeben, der weiter verfolgt werden soll.

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Müssen deutlich sichtbar Flagge zeigen

In einem wilden Rodeoritt hatten Helge (hinten) und Christian Sach Probleme, ihren Kat durchgängig aus dem Wasser zu hieven.

Quelle: Uwe Paesler

Kiel. Bei der Speed-Challenge vor der Südmole des Olympiazentrums gingen sechs Wettbewerber der unterschiedlichsten Klassen auf einer 500-m-Strecke auf die Jagd um die Top-Geschwindigkeit. Im Ablauf muss das Rennen zwar noch seine Struktur finden, die Übertragung auf die Leinwand im Hafenvorfeld lockte aber Zuschauer in dichten Reihen vor die Bühne.

Zum Abschluss der Kieler Woche konnte dank beständiger Winder nochmal viel gesegelt werden. Die Entscheidungen fielen dabei teilweise erst im letzten Rennen, bei strahlendem Sonnenschein beobachteten viele Zuschauer das Treiben auf der Förde.

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 Mit fliegendem Start rauschten die Wettbewerber bei böigen und drehenden Winden in den Speedkurs hinein. Während der klassische Zwölfer „Trivia“ mit schäumendem Bug von Eigner Wilfried Beeck durch die Wellen gepeitscht wurde, war es das Ziel der Konkurrenz, den Reibungswiderstand zu überwinden und über das Wasser hinweg zu rauschen. Das schaffte unter den Katamarane bei dem spitzen Windwinkel der Extreme40 „Landrover“ mit Steuermann Mitch Booth noch am besten. Er legte mit 45,09 Sekunden die Spitzenzeit der Segler vor, der der olympische Nacra17-Kat von Stefan Rumpf (56,40 Sekunden) nicht folgen konnte. Mit einer Neuentwicklung hatten sich die Brüder Helge und Christian Sach an den Start gewagt. Erst seit wenigen Wochen proben sie auf dem Nacra20, einem Foiling-Kat. Die Winde vor Schilksee machten es ihnen allerdings unmöglich, ihr Sportgerät durchgängig aus dem Wasser zu heben. Immer wieder stürzten sie aus voller Fahrt ab, ernteten für ihren wilden Rodeoritt aber den größten Applaus. Den triumphalen Schlusspunkt setzte Kiter Roy Rodwald, der die Strecke in 39,69 Sekunden abflog und lediglich beim Sieger-Interview Probleme hatte, als ihn der Kite-Schirm vom Mikrophon wegzog.

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Kitesurfer Mario Rodwald
Foto: Muskelaufbau mit dem Beinbeuger: Mario Rodwald arbeitet intensiv mit Fitnessgeräten, um das Knie zu stabilisieren.

Mario Rodwalds Streben nach Höchstleistungen wurde ihm am 10. August 2014 zum Verhängnis. Der 25-Jährige Kieler, Deutschlands bester Freestyle-Kitesurfer, zog sich bei einem schlimmen Sturz auf der Nordsee vor St. Peter-Ording schwere Verletzungen im linken Knie zu. Jetzt arbeitet er am Comeback.

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