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Leichtwind-Experten klar im Vorteil

Kieler Woche 2015 - Segeln Leichtwind-Experten klar im Vorteil

Wer eine späte Arbeitszeit bevorzugt, ist zur 121. Kieler Woche klar im Vorteil. Erst am Nachmittag brachte Petrus am Freitag mit leichter Thermikunterstützung das Windrad in Schwung, bescherte damit den Leichtwind-Experten einen weiteren perfekten Tag.

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So schön kann der Segelsport sein: Vor der Stohler Steilküste im Hintergrund nehmen die Flying Dutchman Kurs auf ihre Leetonne.

Quelle: Uwe Paesler

Kiel. Der allerdings brachte den 21-maligen Kieler-Woche-Rekordsieger Wolfgang Hunger (Strande) im 505er in Bedrängnis. Der Däne Jan Saugmann, Weltmeister von 2012, nutzte die Gunst der Stunde, um sich bei „seinen“ Bedingungen mit den Plätzen zwei und eins an Hunger und dessen Vorschoter Julien Kleiner vorbei zu schieben.

Am zweiten Tag der internationalen Klassen mussten sich die Segler zunächst wieder in Geduld üben: Die Flaute sorgte für Startverschiebungen. Am frühen Nachmittag konnten zumindest die leichteren Klassen dann aber noch noch Wettfahrten absolvieren.

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 Für eine Kieler Gesamtführung sorgt dagegen Ulf Kipcke im dünn besetzten Feld der Folkeboote. Der deutsche Meister des vergangenen Jahres hatte schon vor dem Start darauf gesetzt, dass die Wettfahrtleitung lange ausharren würde: „Bis 22 Uhr kann man noch die Tonnen erkennen.“ Zur Belohnung gab es drei Wettfahrten, in denen sich Kipcke sicher behauptete. Enttäuscht zeigte er sich, dass nur ein schmales Feld von 16 Folkebooten den Weg an die Förde auf sich genommen hat. „Ich habe viel rumgefragt, woran es liegt. Ein klarer Grund ist nicht erkennbar. Natürlich ist es schwer, eine neue Generation in diese traditionelle Klasse zu bekommen. Aber es kann auch an den vielen Nebenkosten zur Kieler Woche liegen, und das persönliche Verhältnis bei kleinen Wochenend-Regatten ist natürlich besser.“

 Nur einen kurzen Ausflug auf das Wasser hatten die Skiffs. Im Musto Performance hielt Ben Schooling (Großbritannien) den Kieler-Woche-Sieger Iver Ahlmann (Büdelsdorf) mit einem Punkt Vorsprung weiter knapp auf Distanz. Nicht makellos, aber weiterhin dominierend agieren die Kat-Segler aus Ostholstein. Helge und Christian Sach (Zarnekau) festigten ihre Spitze im Formula 18 und fuhren sich damit warm für ein Speedrennen vor Strande, das sie heute Abend bestreiten wollen. Ihr Pendant im Hobie 16 sind die Kellenhusener Lauritz Bockelmann/Karoline Berndt.

 Keine Probleme mit den Meldezahlen haben die 29er, die mit 86 Crews am Start sind. „Die Kieler Woche ist immer ein interessantes Event, und es passt auch mit den anderen Regatten in dieser Klasse zusammen“, sagt Gwendal Lamay (Kiel), der nach seinem Umstieg aus dem 420er seit einem Jahr mit dem Schleswiger Luke Willim ein Team bildet, das auf Rang sechs im Vorderfeld mitsegelt. Beste deutsche Crew sind in dem leichten Wind die Schwestern Safia und Anisah Schuchmann (Kiel) als Dritte bei einer spanischen Führung durch Carla und Marta Munte.

 Der schwache Wind machte den Jachtseglern um das Silberne Band einen Strich durch die Rechnung. Die Über-Nacht-Fahrt musste nach rund 70 Seemeilen abgekürzt werden, um die Crews überhaupt noch für den heutigen Senatspreis nach Kiel zu bekommen. Die „Immac All4One“ von Kai Mares (Dänischenhagen) gewann die Kategorie der großen Schiffe, während in den beiden anderen Gruppen mit der „Halbtrocken Xpress“ von Michael Berghorn und der „Halbtrocken“ von Knut Freudenberg zwei Schiffe von Amrum ganz vorn lagen.

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